Medizinische Fachbegriffe

Erklärung einiger medizinischer Fachausdrücke, die mitunter in den verschiedenen Texten vorkommen können und in der Regel auch dort ausführlich und anschaulich erklärt werden. Diese Begriffe können und sollen niemals ein ausführliches Nachschlagewerk ersetzen, sondern sollen nur ein kleines Hifsmittel sein, um sich gelegentlich über vorkommende Fachausdrücke informieren zu können.

Immun

Unempfänglich, gefeit.

Immunantikörper

anti = dagegen. Bestimmter Eiweißstoff - Immunglobulin - als Träger der Abwehrreaktion (she. Antikörper).

Immundefekt

- defizienz. Geschwächte bis fehlende Immunabwehr.

Immunität

Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern und deren Gifte; die Fähigkeit, Antigene zu erkennen, zu beseitigen und gefeit zu sein gegenüber bestimmten Krankheiten. Zur Abwehr werden Immunglobuline (Antikörper) gebildet und immunkompetente T-Zellen (Abwehrzellen) bereitgestellt.

Immunkompetente Zellen

Kompetenz = Zuständigkeit. Bestimmte weiße Blutkörperchen, als B- und T-Lymphozyten bezeichnet, welche für die Abwehr eindringender Fremdkörper (Erreger) bestimmt sind, werden bereitgestellt.

Immunkompetenz

Die Fähigkeit von Lymphozyten (bestimmte weiße Blutkörperchen), selbst oder mit Antikörperbildung (Abwehr) zu reagieren.

Immunisierung

Erzeugung von Immunität, z.B. durch Impfung mit lebenden, aber abgeschwächten oder auch getöteten Erregern, bzw. durch Verabfolgung von entsprechenden Erregerextrakten oder -stoffwechselprodukten.

Immunglobuline

Eiweißkörper (Gammaglobulin) als Träger der Immunität.

immunogen

Eine Immunitätsreaktion auslösen.

Immunologie

Lehre von der Immunität und den immunbiologischen Reaktionen des Organismus. Immunopathie: Krankheiten infolge von fehlgesteuerten Immunvorgängen.

Immunsuppression

Suppression = Unterdrückung. Maßnahmen zur Unterdrückung von Immunvorgängen, vorwiegend durch Medikamente. Z.B. Verhinderung der Abstoßung ein-gepflanzter Organe, oder Behandlung fehlgesteuerter immunologischer Vorgänge, die gegen eigenes Körpergewebe gerichtet sind (she. Autoimmunerkrankung).

Immunsuppressivum

Arzneimittel, welches die Immunvorgänge (auch Autoimmunvorgänge) unterdrückt.

Immuntherapie

Anwendung von Arzneimitteln mit dem Ziel, Immunitätsvorgänge zu fördern oder zu unter-drücken. Intensivstation: Spezialabteilung zur besonders intensiven (wirksamen, eingehenden, lückenlosen) Kontrolle und Behandlung der menschlichen lebenswichtigen Funktionen mit speziell dafür konstruierten Apparaten bei Notfällen aus allen medizinischen Fachgebieten.

Interferon

Eiweißkörper, gebildet von einer virusinfizierten Wirtszelle mit Hemmwirkung gegenüber Virusvermehrung innerhalb der Zelle. Keine einheitliche Stoffgruppe. Alpha-Interferon: wird von Leukozyten (weißen Blutkörperchen) gebildet. Beta-Interferon: wird von Fibroblasten gebildet. Wird zur Behandlung der MS eingesetzt. Gamma-Interferon: wird von Lymphozyten gebildet. Kann einen MS-Schub auslösen.

Intraokulae Kontaktlinse (IOL)

Hierbei handelt es sich um eine künstliche Linse die durch einen kleinen Schnitt in der Hornhaut in die Vorderkammer des Auges eingeführt wird. Die künstliche Linse schwimmt dann über dem Kapselsack, der die natürliche Linse enthält, ohne die natürliche Linse zu berühren, und hinter der Iris. Die intraokulare Kontaktlinse ist in Stärken von -3 bis -16 Dioptrien (mit kleinerer Optik bis zu -20 Dioptrien) und von +3 Dioptrien bis +10 Dioptrien erhältlich. Dieser Eingriff ist reversibel, d.h. die intraokulare Kontaktlinse kann problemlos ausgetauscht oder explantiert werden. Neuere Entwicklungen sind multifokale IOL mit verschiedenen optischen Zonen und gelbe Linsen.

intravenös

Einspritzung von in Lösung befindlichen Medikamenten in eine Vene.