Vitreoretinale Chirugie

Exzerpte aus Ophthalmology und Journal of Cataract & Refractive Surgery

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Cahill MT, Banks AD, Stinett SS, Toth CA.
Vision-Related Quality of Life in Patients with Bilateral Severe Age-Related Macular Degeneration,
Ophthalmology 2005; 112:152-158.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer prospektiven, konsekutiven, nicht vergleichenden Fallstudie mit 70 Patienten mit einem mittleren Alter von 76,4 Jahren wurde die Lebensqualität in Fällen schwerer bilateraler altersabhängiger Makuladegeneration vor Makulatranslokation und peripherer Retinektomie über 360° untersucht. Im Mittel lagen der Fernvisus bei 62,4 (Early Treatment Diabetic Retinopathy Study letters), der Nahvisus bei 0,81 (logMAR) und die Lesegeschwindigkeit bei 74,9 Wörtern pro Minute. Die Auswertung der Fragebögen ergab für Patienten mit schwerer bilateraler altersabhängiger Makuladegeneration eine visuelle Lebensqualität ähnlich der von Patienten mit starker Sehschwäche, die jedoch signifikant schlechter war im Vergleich mit Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration unterschiedlich starker Ausprägung oder Personen mit gesunden Augen. Die Autoren empfehlen die Erfassung der visuellen Lebensqualität vor einer geplanten Makulatranslokation zum besseren Verständnis postoperativer Veränderungen.

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Cahill MT, Stinnett SS, Banks AD, et al.
Quality of Life after Macular Translocation with 360° Peripheral Retinectomy for Age-Related Macular Degeneration,
Ophthalmology 2005; 112:144-151.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer prospektiven, interventionellen, konsekutiven, nicht vergleichenden Fallstudie wurde die Lebensqualität von 50 Patienten mit einem mittleren Alter von 76,9 Jahren nach Makulatranslokation und peripherer Retinektomie über 360° zur Behandlung altersabhängiger Makuladegeneration unter Verwendung des NEI VFQ-25 Fragebogens des U.S. National Eye Institute untersucht. Die Auswertung der Fragebögen zeigte eine postoperative Verbesserung der visuellen Lebensqualität, die nicht in Zusammenhang mit einer Veränderung des allgemeinen Gesundheitszustandes stand. Dabei konnte bei Patienten mit einer postoperativen Besserung des funktionellen Sehens der höchste Zuwachs beobachtet werden, und Patienten mit besserem postoperativen funktionellen Sehen beurteilten ihre postoperative visuelle Lebensqualität am besten.

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Gillies MC, Kuzniarz M, Craig J, et al.
Intravitreal Triamcinolone-Induced Elevated Intraocular Pressure Is Associated with the Development of Posterior Subcapsular Cataract,
Ophthalmology 2005; 112:139-143.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Die Langzeitdaten einer randomisierten, doppelt maskierten, Plazebo-kontrollierten Studie zur Therapie altersabhängiger Makuladegeneration mit intravitrealem Triamcinolon wurden ausgewertet, um den Zusammenhang zwischen einem erhöhten Augeninnendruck und der beschleunigten Entwicklung einer Katarakt bei intravitrealer Verabreichung von Triamcinolon zu untersuchen. Die Studiengruppe umfasste 57, die Kontrollgruppe 54 phake Augen. Die Ergebnisse zeigten eine signifikant höhere Progression posteriorer subkapsulärer Katarakte um 2 Grad oder mehr bei Patienten der Studiengruppe mit Anstieg des Augeninnendrucks infolge der Steroidbehandlung, wogegen in der Plazebogruppe oder bei den kontralateralen Augen kein signifikanter Anstieg beobachtet werden konnte. Die Autoren vermuten anhand dieser Ergebnisse, dass ein ähnlicher Mechanismus für die Entwicklung einer steroidinduzierten posterioren subkapsulären Katarakt und eine Erhöhung des Augeninnendrucks verantwortlich sein könnte.

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Barboni P, Savini G, Valentino ML, et al.
Retinal Nerve Fiber Layer Evaluation by Optical Coherence Tomography in Leber´s Hereditary Optic Neuropathy,
Ophthalmology 2005; 112:120-126.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer Querschnittsstudie wurde die Dicke der retinalen Nerverfaserschicht bei 38 Patienten mit Leber´scher hereditärer Optikusneuropathie mittels optischer Kohärenztomographie untersucht und mit den Ergebnissen einer Kontrollgruppe von 75 Patienten mit ähnlicher Altersstruktur verglichen. Dabei zeigten 8 Fälle mit einer frühen Leber´schen hereditären Optikusneuropathie mit einer Krankheitsdauer von weniger als 6 Monaten bezogen auf das durchschnittliche Messergebnis über 360° sowie in den superioren, nasalen und inferioren Quadranten eine verdickte retinale Nerverfaserschicht im Vergleich mit den Kontrollen, wogegen alle Messungen bei 30 Augen mit atrophischer Leber´scher hereditärer Optikusneuropathie eine stark reduzierte Dicke der retinalen Nervenfaserschicht ergaben. Dabei war das papillomakuläre Bündel am frühesten und stärksten betroffen, wogegen nasale Nervenfasern im späten Krankheitsverlauf teilweise erhalten blieben. Bei Fällen mit atrophischem Typ und klinischer Besserung bestand die Wahrscheinlichkeit eines teilweisen Erhalts der retinalen Nervenfaserschicht. Generell bestand für Augen mit geringerem Axonverlust eine bessere Visusprognose.

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Jonasson F, Arnarsson A, Peto T, et al.
5-Year Incidence of Age-Related Maculopathie in the Reykjavik Eye Study,
Ophthalmology 2005; 112:132-138.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer bevölkerungsbasierten, prospektiven Kohortenstudie mit 1045 Fällen zur Baseline und verbleibenden 88,2% bei der Follow-up-Untersuchung wurden die alters- und geschlechtsspezifischen Inzidenzen altersabhängiger Makulopathien und altersabhängiger Makuladegenerationen bei Einwohnern von Reykjavik im Alter von 50 Jahren oder mehr zur Baseline nach 5 Jahren bestimmt. Bei der Altersgruppe von 50 bis 59 Jahren entwickelte sich in 10,7% der Fälle eine Hypopigmentierung, bei den 70 bis 79jährigen in 25,7% der Fälle. In der Gruppe zwischen 50 und 59 Jahren konnten keine Fälle altersabhängiger Makuladegeneration, in der Gruppe mit 70 Jahren und älter keinerlei Fälle exsudativer altersabhängiger Makuladegeneration diagnostiziert werden. Als häufigster auf Island vertretener Typ der altersabhängigen Makulopathie erwies sich mit 4,6% bei den über 70jährigen die geographische Atrophie, wogegen ein vermindertes Risiko einer Neovaskularisation bestand. Als Ursache hierfür vermuten die Autoren das Zusammenspiel von genetischen und Umwelteinflüssen und der Vitamin A-reichen Ernährung der Bevölkerung.

Ausgabe März 2004

 

Exzerpt aus

Mason III J, Feist R, White M, et al.
Sheathotomy to Decompress Brach Retinal Vein Occlusion,
A Matched Control Study,
Ophthalmology 2004; 111:540-545.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer prospektiven, nicht randomisierten, vergleichenden, interventionellen Studie wurden Sicherheit und Wirksamkeit der arteriovenösen Sheathotomie in der Dekompression der Okklusion eines Netzhautvenenastes untersucht. In der Studiengruppe wurden bei 20 Augen Pars plana Vitrektomie und arteriovenöse Sheathotomie durchgeführt. Die 20 Augen der Kontrollgruppe wurden mittels Beobachtung (10 Augen) bzw. Laser-Photokoagulation (10 Augen) im Mittel 9 Monate nach Diagnosestellung therapiert. Im Vergleich mit der Kontrollgruppe konnten in der Studiengruppe signifikant bessere Ergebnisse erzielt werden. Dabei bestand in der Studiengruppe eine durchschnittliche Visusverbesserung von 4,55 Zeilen im Vergleich zur Kontrollgruppe mit nur 1,55 Zeilen, wobei hier die Verbesserung nach Beobachtung durchschnittlich 1,1 Zeilen, nach Laserbehandlung 2,0 Zeilen betrug. Eine randomisierte, multizentrische Studie zur Bestimmung der Effektivität der Sheathotomie ist geplant.

Ausgabe März 2004

Exzerpt aus

Gonzales CR, Gupta A, Schwartz SD, Kreiger AE.
The Fellow Eye of Patients with Rhegmatogenous Retinal Detachment,
Ophthalmology 2004; 111:518-521.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Anhand einer retrospektiven, beobachtenden Fallserie mit 248 Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung, jedoch ohne proliferative Vitreoretinopathie, wurde die Häufigkeit einer visusbedrohenden Symptomatik des Partnerauges zum Zeitpunkt der Anamnese sowie während des Follow-up von 5,2 Jahren im Mittel untersucht. Bei über 60% (157 Augen) der Partneraugen wurden während des Follow-up visusbedrohende Diagnosen gestellt, die bei 62% bzw. 97 Fällen rhegmatogener Natur waren. Es handelte sich dabei sowohl um präexistierende als auch neue Befunde. Weitere Diagnosen umfassten Netzhautablösung bei 23%, Netzhautrisse bei 12% und Gitterdegeneration bei 11% der Partneraugen sowie eine rezidivierende Netzhautablösung im Partnerauge eines Patienten. Diese Ergebnisse zeigen, dass in Fällen unilateraler rhegmatogener Netzhautablösung ein erhebliches Risiko für das kontralaterale Auge besteht.

Ausgabe März 2004

Exzerpt aus

Mori K, Gehlbach PL, Yoneya S, Shimizu K.
   Asymmetry of Choroidal Venous Vascular Patterns in the Human Eye,
   Ophthalmology 2004; 111:507-512.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Anhand der Ergebnisse einer konsekutiven, beobachtenden Fallserie mit 36 Augen von 33 gesunden Studienteilnehmern im Alter von 21 bis 81 Jahren wird die Architektur der venösen Gefäße der Choroidea beschrieben. Zu diesem Zweck wurde eine Angiographie mit Indocyanin grün mit Hilfe einer modifizierten Topcon Fundus-ICG-Kamera durchgeführt. Die Untersuchung zeigte bei 50% der Studienteilnehmer eine asymmetrische Anordnung der venösen Gefäße, die dem bevorzugten Abfluss aus dem Bereich der Makula entsprach. In der überwiegenden Zahl der Fälle (12 Augen) erfolgte die Drainage dabei verstärkt superotemporal, bei den verbleiben 6 Augen inferotemporal oder superonasal. Ein Zusammenhang zwischen Alter und vaskulärer Asymmetrie bestand nicht. Im Bereich der äußeren Choroidea zeigten die Angiogramme von 75% der Studienteilnehmer eine asymmetrische Anordnung der venösen Gefäße, was auf ein mögliches Fehlen bzw. eine Verringerung der üblichen „Wasserscheiden“ in diesem Bereich hindeutet.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Shields CL, Shields JA, Eagle RC, Cangemi F.
   Progressive Enlargement of Acquired Retinal Astrocytoma in 2 Cases,
   Ophthalmology 2004; 111:363-368.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer interventionellen Fallstudie wurden 2 Fälle eines progressiv wachsenden Netzhaut-Astrozytoms dokumentiert, das zu exsudativer Netzhautablösung, Glaskörperblutungen und Tumorstreuung führte und in je einem Fall ein Retinoblastom sowie ein choroidales Melanom simulierten, so dass die Gefahr einer falschen Diagnosestellung gegeben war. Bei beiden Patientinnen im Alter von 14 und 33 Jahren wurde aufgrund des Tumorwachstums, progressiver bzw. vollständiger Netzhautablösung und Sehverlust eine Enukleation durchgeführt. In beiden Fällen zeigte die histopathologische Untersuchung ein Astrozytom der Netzhaut sowie der Papille. Eine systemische tuberöse Sklerose lag bei keiner der beiden Patientinnen vor.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Wolf S, Schnurbusch U, Wiedemann P, et al.
   Peeling of the Basal Membrane in the Human Retina,
   Ultrastructural Effects,
   Ophthalmology 2004; 111:238-243.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Die Auswirkungen des Peeling der inneren Grenzmembran auf zwei menschliche Spendernetzhäute wurde kurz nach Enukleation der Augen am Elektronenmikroskop untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass durch Membrane Peeling eine geringfügige aber nachweisbare Schädigung der angrenzenden Netzhaut verursacht wurde, so dass bei einem Peeling der inneren Grenzmembran Vorsicht geboten ist. So lange keine Klarheit darüber besteht, ob Traktion die Hauptursache für das Entstehen von Makulalöchern darstellt, muss nach Auffassung der Autoren in klinischen Studien eindeutig festgestellt werden, ob Peeling der inneren Grenzmembran anstelle einer Verbesserung des funktionellen Sehens in einer Visusverschlechterung resultiert.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Asami T, Terasaki H, Kachi S, et al.
   Ultrastructure of Internal Limiting Membrane Removed during Plasmin-Assisted Vitrectomy from Eyes with Diabetic Macular Edema,
   Ophthalmology 2004; 111:231-237.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer nicht randomisierten, vergleichenden, interventionellen Fallstudie wurde der Einfluss autologen Plasmins auf die Adhäsion zwischen Glaskörper und innerer Grenzmembran bei Augen mit diabetischem Makulaödem untersucht. In 10 Augen ohne posteriore Glaskörperablösung wurden 0,4IU bzw. 0,8IU Plasmin injiziert, gefolgt von konventioneller Pars plana Vitrektomie und Membrane Peeling. Bei 10 Augen mit posteriorer Glaskörperablösung wurde die Pars plana Vitrektomie ohne Plasmininjektion durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass die Trennung von Glaskörper und Grenzmembran durch Plasmin unterstützt wird und Plasmin bei diabetischen Makulaödemen erfolgreich als Hilfsmittel in der Glaskörperchirurgie eingesetzt werden kann.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Massin P, Audren F, Haouchine B, et al.
   Intravitreal Triamcinolone Acetonide for Diabetic Diffuse Macular Edema,
   Preliminary Results of a Prospective Controlled Trial,
   Ophthalmology 2004; 111:218-225.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer interventionellen Fallstudie mit 15 Patienten mit bilateralem diffusem diabetischen Makulaödem, das nicht auf Laser Photokoagulation ansprach, wurde die Sicherheit und Wirksamkeit einer intravitrealen Injektion von 4mg Triamcinolon Acetonid prospektiv untersucht. Das Partnerauge diente jeweils als Kontrollauge. Bei 6 von 12 Patienten mit einem Follow-up von 3 Monaten oder mehr wurde ein IOD von über 25mmHg gemessen und mit topischer Medikation therapiert. Zumindest während des Follow-up von bis zu 6 Monaten konnte die Makuladicke erfolgreich reduziert werden, ein Visusgewinn konnte allerdings während der ersten 3 Monate nicht beobachtet werden, wenn auch nach 3 Monaten eine positive Tendenz gegeben war. Aufgrund der potentiellen Risiken und Nebenwirkungen wiederholter Injektionen betrachten die Autoren den Einsatz eines Langzeit-Retardsystems als interessante Alternative.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Haimovici R, Koh S, Gagnon DR, et al.
   Risk Factors for Central Serous Chorioretinopathy,
   A Case-Control Study,
   Ophthalmology 2004; 111:244-249.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer retrospektiven, Fall-kontrollierten Studie mit je 312 Studienteilnehmern und Kontrollen wurden systemische Faktoren identifiziert, die mit der Entwicklung einer zentralen serösen Chorioretinopathie einhergehen. Zu diesem Risikofaktorn zählen systemisch verabreichte Steroide (45 Studienteilnehmer versus 5 Kontrollen), Schwangerschaft (18 versus 2), Antibiotika (18 versus 3), Antihistaminika (32 versus 9), Autoimmunerkrankungen (37 versus 13), unbehandelter Bluthochdruck (19 versus 6) sowie Alkohol- und Tabakkonsum (26 versus 6 bzw. 64 versus 56). Der Einfluss einer Modulation dieser Risikofaktoren auf Verlauf oder Schwere der zentralen serösen Chorioretinopathie soll in prospektiven Studien weiter untersucht werden.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Olsen TW, Feng X, Kasper TJ, et al.
   Fluorescein Angiographic Lesion Type Frequency in Neovascular Age-Related Macular Degeneration,
   Ophthalmology 2004; 111:250-255.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer Querschnittsstudie mit 200 Patienten mit altersabhängiger neovaskulärer Makuladegeneration wurden die vorliegenden Läsionsarten mittels Fluoreszeinangiographie quantifiziert. Mit 78,5% wurden subfoveale Läsionen am häufigsten diagnostiziert, davon waren 20% vorwiegend klassisch, 73% okkult ohne klassischen Anteil und 7% minimal klassisch. 16,5% der Angiogramme zeigten juxtafoveale, 5% extrafoveale Läsionen. Hier waren 47% der Läsionen vorwiegend klassich. Klassische Läsionen ohne okkulte subfovealen Anteil waren kleiner als minimal klassiche, okkulte ohne klassischen Anteil oder vorwiegend klassische subfoveale Läsionen. Bei knapp 30% aller Läsionen waren die Läsionsgröße = 4 Papillenflächen und der Visus schlechter als 20/50.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Raja D, Benz MS, Murray TG.
   Salvage External Beam Radiotherapy of Retinal Capillary Hemangiomas Secondary to von Hippel-Lindau Disease,
   Visual and Anatomic Outcomes,
   Ophthalmology 2004; 111:150-153.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer retrospektiven, nicht vergleichenden Fallserie wurden die medizinischen Unterlagen von 6 Augen 5 konsekutiver Patienten mit kapillarem Netzhauthämangiom nach Von-Hippel-Lindau´scher Erkrankung analysiert, die nach P rogression des Hämangioms trotz primärer Therapie durch externe Bestrahlung mit einer Gesamtdosis von 2160 cGy, fraktioniert auf 12 x täglich behandelt wurden. Der Follow-up betrug im Mittel 28,3 Monate. Der Visus besserte sich von 20/70 im Mittel zur Baseline auf 20/45 bei der letzten Follow-up-Untersuchung. Die Tumorgröße konnte in allen Fällen erhalten oder verringert werden (Volumenverringerung von 39,6% im Mittel), wobei bei Tumoren kleiner und mittlerer Größe die größte Wirksamkeit gegeben schien. Nach Meinung der Autoren ist diese Methode auch als primäre Therapie bei kapillaren Netzhauthämangiomen mit Papillenbeteilung und Visus-beeinträchtigender exsudativer Netzhautablösung geeignet.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Scholl HPN, Dandekar SS, Peto T, et al.
   What Is Lost by Digitizing Stereoscopic Fundus Color Slides for Macular Grading in Age-Related Maculopathy and Degeneration?
   Ophthalmology 2004; 111:125-132.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer beobachtenden Fallserie wurden stereoskopische 25mm Farbdias und digitalisierte nicht stereoskopische Fundusaufnahmen mit einer Auflösung von 1024x768 Pixel von 50 Augen von 25 Patienten mit altersabhängiger Makulopathie und/oder altersabhängiger Makuladegeneration angefertigt und miteinander verglichen. Drusen-Merkmale, geographische Atrophie sowie Vorliegen und Charakteristika der choroidalen Neovaskularisation wurden unabhängig von drei Retinologen bestimmt. Insgesamt war eine hohe Übereinstimmung gegeben, doch 3 Fälle geographischer Atrophie und 2 Fälle choroidaler Neovaskularisation wurden mit Hilfe der digitalisierten Aufnahmen nicht erkannt, so dass die Autoren bei Verwendung eines rein digitalen Systems die Zuhilfenahme anderer diagnostischer Modalitäten wie Fluoreszenzangiographie und Autofluoreszenz empfehlen.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Al-Abdulla NA, Thompson JT, Sjaarda RN.
   Results of Macular Hole Surgery with and without Epiretinal Dissection or Internal Limiting Membrane Removal,
   Ophthalmology 2004; 111:142-149.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer retrospektiven, konsekutiven, nicht randomisierten, vergleichenden, interventionellen Studie mit 172 Augen von 162 Patienten mit bisher unbehandelten idiopathischen Netzhautlöchern seit weniger als 24 Monaten wurden die Ergebnisse der Makulaloch-Chirurgie mit oder ohne epiretinale Dissektion oder Peeling der inneren Grenzmembran untersucht. Durch Membrane Peeling konnte die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Lochverschlusses verbessert werden, doch die Visusbesserung in der frühen postoperativen Phase (3 Monate postoperativ) war schlechter als bei alleiniger epiretinaler Dissektion. Hinsichtlich des Endvisus bestand jedoch kein Unterschied zwischen den beiden Techniken, so dass die Autoren empfehlen, für die Wahl der Technik eigene Erfahrungen und bisherige Ergebnisse heranzuziehen.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Ranta P, Tommila P, Kivelä T.
   Retinal breaks and detachment after neodymium:YAG laser posterior capsulotomy,
   Five-year incidence in a prospective cohort,
   J Cataract Refract Surg 2004; 30:58-66.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Netzhautbrüche und -ablösung nach posteriorer Kapsulotomie mit dem Neodym:YAG-Laser, Häufigkeit nach 5 Jahren in einer prospektiven Kohortenstudie

 

In Phase 2 einer prospektiven, nicht randomisierten, interventionellen Fallserie wurden Häufigkeit von Netzhautbrüchen und Netzhautablösung 5 Jahre nach Nd:YAG-Laser-Kapsulotomie und prophylaktischer Behandlung perioperativer Netzhautbrüche untersucht. Von ursprünglich 220 Augen von 221 Patienten in Phase I standen für die Untersuchung für Phase II 113 Augen von 106 Patienten zur Verfügung. Die gewonnenen Daten bestätigen die Hypothese, dass ca. die Hälfte pseudophaker Netzhautablösungen nach posteriorer Nd:YAG-Laser Kapsulotomie von Hufeisen-Foramina und ca. weitere 50% von potentiellen kleinen atrophischen Foramina resultieren. Nach Voruntersuchung und prophylaktischer Behandlung konnten weniger Netzhautablösungen beobachtet werden. Die Autoren empfehlen insbesondere bei Patienten mit hohem Risiko prophylaktische Photokoagulation bestehender Netzhautbrüche sowie eine gezielte Überwachung.

Ausgabe Dezember 2003

Exzerpt aus

Teba FA, Mohr A, Eckardt C, et al.
   Trypan Blue Staining in Viteoretinal Surgery,
   Ophthalmology 2003; 110:2409-2412.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Anhand einer prospektiven, nicht vergleichenden Fallserie mit 50 Augen von 50 Patienten mit epiretinaler Membran (22 Fälle), Makulaloch (18 Fälle), beidem (2 Fälle), proliferativer Vitreoretinopathie (5 Fälle) oder diabetischer Retinopathie (3 Fälle) wurde die Wirksamkeit des Anfärbens der inneren Grenzmembran sowie epiretinaler Membranen mit Trypan blau untersucht. Mit Ausnahme von einem Fall, in dem die Membran nicht entfernt werden konnte, wurden erfolgreiches Anfärben der Membranen und Erleichterung der Exzision mit gut oder exzellent bewertet. Ein Anfärben der Netzhaut konnte nicht beobachtet werden. In keinem der Fälle wurden 1 Monat postoperativ Farbreste oder Nebenwirkungen aufgrund der intraoperativen Trypan blau-Anwendung diagnostiziert.

Ausgabe Dezember 2003

Exzerpt aus

Chan W-M, Lam DSC, Wong T-H, et al.
   Photodynamic Therapy with Verteporfin for Subfoveal Idiopathic Choroidal Neovascularization,
   One-Year Results from a Prospective Case Series,
   Ophthalmology 2003; 110:2395-2402.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer prospektiven, nicht vergleichenden, konsekutiven, offenen, interventionellen Fallserie an 2 Zentren mit 17 Augen von 17 Patienten wurden die Sicherheit und Wirksamkeit der photodynamischen Therapie mit Verteporfin in der Behandlung subfovealer choroidaler Neovaskularisation idiopathischen Ursprungs untersucht. Im Mittel wurden in einem Jahr 1,8 Behandlungen durchgeführt. 16 Augen (95%) zeigten Stabilität oder Verbesserung des Visus, 1 Auge (6%) eine leichte Verschlechterung. Es konnten weder schwere lokale noch systemische Komplikationen beobachtet werden. Diese Ergebnisse unterstützen die Ergebnisse früher veröffentlichter Publikationen hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit der photodynamischen Therapie, doch potentielle schwere seltene Komplikationen sollten an einem größeren Patientengut und in einem längeren Follow-up untersucht werden.

Ausgabe Dezember 2003

Exzerpt aus

The Anecortave Acetate Clinical Study Group.
Anecortave Acetate as Monotherapy for Treatment of Subfoveal Neovascularization in Age-Related Macular Degeneration,
Twelve-Month Clinical Outcomes,
Ophthalmology 2003; 110:2372-2385.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Sicherheit und Wirksamkeit der Therapie subfovealer choroidaler Neovaskularisation wurden in einer laufenden, maskierten, randomisierten, Plazebo-kontrollierten Parallel-Analyse untersucht und die Ergebnisse nach einem Jahr mit denen der Plazebo-Gruppe verglichen. In allen Augen wurden Depots mit 30mg, 15mg oder 3mg Anecortav-Acetat bzw. ein Plazebo-Depot angelegt. Die Dosis von 15mg Anecortav erwies sich als sicher und wirksam hinsichtlich Stabilisierung des Sehvermögens, Verhinderung einer gravierenden Visus-Verschlechterung sowie Verhinderung einer Progression der Läsionen in Augen mit subfovealer choroidaler Neovaskularisation und erbrachte signifikant bessere Ergebnisse im Vergleich mit dem Plazebo.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

 Scott IU, Flynn HW, Smiddy WE, et al.
   Clinical Features and Outcomes of Pars Plana Vitrectomy in Patients with Retained Lens Fragments,
   Ophthalmology 2003; 110:1567-1572.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer retrospektiven, nicht vergleichenden, konsekutiven Fallstudie mit 343 Augen von 343 Patienten wurden klinische Faktoren, Visus-Ergebnisse und Komplikationen bei Pars plana Vitrektomie zur Entfernung dislozierter Linsenfragmente nach einer Kataraktoperation untersucht. In den meisten Fällen konnten durch die Pars plana Vitrektomie ein besserer Endvisus erzielt und der IOD erfolgreich gesenkt werden. Der Zeitraum zwischen Kataraktoperation und Pars plana Vitrektomie hatte keinen signifikanten Einfluss auf den Endvisus. Als wichtigster Faktor für den Endvisus erwies sich ein klinischer Verlauf ohne schwere Komplikationen wie suprachoroidale Blutungen, Netzhautablösung, zystoides Makulaödem oder die Notwendigkeit weiterer Operationen, wobei ein zystoides Makulaödem die häufigste Ursache für einen schlechten Endvisus darstellte.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

Javitt JC, Zhou Z, Maguire MG, et al.
   Incidence of Exudative Age-Related Macular Degeneration among Elderly Americans,
   Ophthalmology 2003; 110:1534-1539.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer Bevölkerungs-basierten Kohortenstudie wurden randomisiert die Krankenversicherungsunterlagen von 5% der Versicherten im Alter von 65 Jahren oder mehr im Hinblick auf die Inzidenz einer exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration und deren Behandlung mit Laser Photokoagulation in einem Zeitraum von 3 Jahren ausgewertet. Je nach den zugrundeliegenden Kriterien betrug die Inzidenz 9,4:1000 bzw. 11,4:1000 und lag damit im Bereich der Ergebnisse der Beaver Dam Studie, die somit wahrscheinlich auf die gesamte amerikanische Bevölkerung übertragbar sind. Die Inzidenz einer altersabhängigen Makulopathie und durchgeführter Laser Photokoagulation war 2,3:1000. Weiterhin zeigte die Analyse eine leicht höhere Inzidenz bei Frauen sowie ein Verhältnis von ca. 5:1 beim Vergleich von weißen und schwarzen Amerikanern.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

Tomany SC, Klein R, Klein BEK.
   The Relationship between Iris Color, Hair Color, and Skin Sun Sensitivity and the 10-Year Incidence of Age-Related Maculopathy,
   The Beaver Dam Eye Study,
   Ophthalmology 2003; 110:1526-1533.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer Bevölkerungs-basierten Kohortenstudie wurden die Zusammenhänge zwischen Iris- und Haarfarbe sowie Lichtempfindlichkeit der Haut und der Inzidenz und Progression einer altersabhängigen Makulopathie in einem Zeitraum von 10 Jahren untersucht. Für den Follow-up nach 10 Jahren standen 2764 Studienteilnehmer zur Verfügung. Bei braunen Augen bestand ein signifikant höheres Risiko für die Entwicklung weicher Drusen, bei blauen Augen für eine Depigmentierung des retinalen Pigmentepithels, bei blondem Haar für die Entwicklung einer Pigmentanomalie. Ein Zusammenhang zwischen einer späten altersabhängigen Makulopathie und den oben angeführten Faktoren konnte nicht beobachtet werden.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

Spaide RF, Sorenson J, Maranan L.
   Combined Photodynamic Therapy with Verteporfin and Intravitreal Triamcinolone Acetonide for Choroidal Neovascularization,
   Ophthalmology 2003; 110:1517-1525.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer nicht vergleichenden Fallstudie wurden 26 Augen von 26 Patienten mit choroidaler Neovaskularisation als Folge einer altersabhängigen Makuladegeneration mit kombinierter photodynamischer Therapie mit Verteporfin und intravitrealer Triamcinolon Acetonid Injektion behandelt. Die Ergebnisse waren vielversprechend, insbesondere bei Patienten ohne vorangegangene photodynamische Therapie, deren Visus sich nach 3 Monaten im Mittel um 1,9 Zeilen und nach 6 Monaten im Mittel um 2,4 Zeilen besserte. Bei Patienten mit vorangegangener photodynamischer Therapie bestand kein signifikanter Unterschied zwischen dem Visus zur Baseline und dem Visus nach 3 und 6 Monaten. In keinem der Fälle konnten ein Visusverlust von 3 Zeilen oder mehr oder eine Endophthalmitis beobachtet werden.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

Spaide RF, Sorenson J, Maranan L.
   Combined Photodynamic Therapy with Verteporfin and Intravitreal Triamcinolone Acetonide for Choroidal Neovascularization,
   Ophthalmology 2003; 110:1517-1525.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer nicht vergleichenden Fallstudie wurden 26 Augen von 26 Patienten mit choroidaler Neovaskularisation als Folge einer altersabhängigen Makuladegeneration mit kombinierter photodynamischer Therapie mit Verteporfin und intravitrealer Triamcinolon Acetonid Injektion behandelt. Die Ergebnisse waren vielversprechend, insbesondere bei Patienten ohne vorangegangene photodynamische Therapie, deren Visus sich nach 3 Monaten im Mittel um 1,9 Zeilen und nach 6 Monaten im Mittel um 2,4 Zeilen besserte. Bei Patienten mit vorangegangener photodynamischer Therapie bestand kein signifikanter Unterschied zwischen dem Visus zur Baseline und dem Visus nach 3 und 6 Monaten. In keinem der Fälle konnten ein Visusverlust von 3 Zeilen oder mehr oder eine Endophthalmitis beobachtet werden.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

Reus NJ, Colen TP, Lemij HG.
   Visualization of Localized Retinal Nerve Fiber Layer Defects with the GDx with Individualized and with Fixed Compensation of Anterior Segment Birefringence,
   Ophthalmology 2003; 110:1512-1516.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer beobachtenden Fallstudie wurden bei 8 Augen von 6 Glaukompatienten auf rotfreien Fundusaufnahmen detektierte lokale keilförmige Defekte der retinalen Nervenfaserschicht und entsprechende Gesichtsfeldausfälle mit Aufnahmen der retinalen Defekte, die mit dem GDx mit automatischer sowie individueller Kompensation der Doppelbrechung erstellt wurden, verglichen. Durch eine individuell eingestellte Kompensation konnte die Visualisierung lokaler glaukomatöser Defekte verbessert werden, und die so erstellten GDx-Aufnahmen korrelierten mit den Rotfrei-Aufnahmen.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Moore JK, Scott IU, Flynn HW, et al.
   Retinal Detachment in Eyes Undergoing Pars Plana Vitrecomy for Removal of Retained Lens Fragments,
   Ophthalmology 2003; 110:709-714.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen, konsekutiven Fallserie mit 343 Patienten wurden das Auftreten von Netzhautablösungen nach Pars plana Vitrektomie zur Entfernung von Linsenfragmenten sowie die klinischen Ergebnisse untersucht. Bei 12,8% der Fälle kam es zu einer Netzhautablösung, davon bei 7,3% vor oder während und bei 5,5% nach der Pars plana Vitrektomie. Eine Beteiligung der Makula war bei 50% der Patienten gegeben. In Verbindung mit der Netzhautablösung lagen bei 15,9% Netzhautrisse, bei 6,8% eine begrenzte suprachoroidale Blutung und bei 9,1% der Fälle eine Endophthalmitis vor. Wenn auch in den meisten Fällen (90,9%) eine Wiederanlegung der Netzhaut möglich war, so wird doch in solchen Fällen häufig aufgrund anderer Komorbiditäten wie Hornhautödem oder zystoidem Makulaödem ein schlechter Visus erzielt. In der vorliegenden Studie traten bei Patienten mit schlechterem präoperativen Visus und bestehenden Netzhautrissen häufiger Netzhautablösungen nach Pars plana Vitrektomie auf

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Haimovici R, Rumelt S, Melby J.
   Endocrine Abnormalities in Patients with Central Serous Chorioretinopathy,
   Ophthalmology 2003; 110:698-703.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
 

In einer beobachtenden Fallserie wurden endokrine und metabolische Abnormitäten bei 24 Patienten mit zentraler seröser Chorioretinopathie ermittelt und untersucht. Zu diesem Zweck wurden Katecholamine, Glukokortikoide und Mineralokortikoide in Serum und Urin, Serum-Testosteron sowie die TSH-Funktion prospektiv bestimmt. Bei 50% der Patienten mit akuter zentraler seröser Choriretinopathie wurden erhöhte Kortikosteroidspiegel im 24h-Urin festgestellt, was einen Einfluss auf die Pathogenese dieser Krankheit haben kann. 29,1% wiesen niedrige Serum-Aldosteron-Spiegel auf. Bei weiteren 29,1% zeigte sich ein erhöhter Morgenplasma-Ketecholaminspiegel bei normalem Metanephrinspiegel im 24h-Urin. Mit Ausnahme eines Patienten waren Serum-Testosteron und TSH-Spiegel normal. Die Autoren schliessen aus den Sudienergebnissen, dass eine endogene Kortikosteroid-Störung eine wichtige Rolle in der Pathogenese der zentralen serösen Retinopathie spielen kann und offensichtliche Störungen des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems weiter untersucht werden sollten.

Ausgabe April 2003

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Beer PM, Bakri SJ, Singh RJ, et al.
   Intraocular Concentration and Pharmacokinetics of Triamcinolone Acetonide after a Single Intravitreal Injection,
   Ophthalmology 2003; 110:681-686.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
 

In einer interventionellen Fallserie mit 5 Augen (4 Augen ohne, 1 Auge mit Vitrektomie) wurden nach direkter Injektion von Triamcinolon-Acetonid in den Glaskörper 1, 3, 10, 17 und 31 Tage nach der Injektion Kammerwasserproben entnommen, um die phamakokinetischen Auswirkungen zu analysieren. Zusätzlich wurden bei jedem Termin Visus und IOD untersucht und eine indirekte Ophthalmoskopie sowie 10 Tage nach der Injektion eine Fluoreszein-Angiographie durchgeführt. Spitzenkonzentrationen, Integral der Fläche unter der Konzentrationszeitkurve sowie Halbwertzeiten der Eliminierung der einzelnen Patienten variierten erheblich. Die mittlere Halbwertzeit der Eliminierung betrug bei den Augen ohne Vitrektomie 18,6 Tage, bei dem vitrektomierten Auge 3,2 Tage. In nicht vitrektomierten Augen sind für ca. 3 Monate messbare Triamcinolon-Konzentrationen zu erwarten. Da es sich bei den Studienteilnehmern um ältere Patienten mit Makulaödem handelte, können die Ergebnisse jedoch nicht auf andere Patientengruppen extrapoliert werden.

Ausgabe April 2003

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Nguyen QD, Do DV, Feke GT, et al.
Heparin-induced Antiheparin-platelet Antibody Associated with Retinal Venous Thrombosis, Ophthalmology 2003; 110:600-603.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Anhand einer prospektiven, konsekutiven, nicht vergleichenden Fallserie mit 10 Augen von 10 Patienten wurden Sicherheit und Wirksamkeit der photodynamischen Therapie bei symptomatischen, umschriebenen choroidalen Hämangiomen am posterioren Pol untersucht. Die Autoren führten die Behandlung mit einem Zeiss Laser mit Photosensibilisierung bei 689nm und unter Verwendung von Verteporfin durch. Bei peripapillären Hämangiomen betrug die Entfernung des Lasers vom Papillenrand 200µm. Bei Läsionen größer als 2mm betrug die Behandlungsdauer 186 Sekunden bei 100J/cm2, bei Läsionen kleiner als 2mm 125 Sekunden bei 75J/cm2. Die Follow-up Untersuchung nach 7 - 16 Monaten zeigte den minimal invasiven Charakter der photodynamischen Therapie sowie deren Wirksamkeit. Aufgrund der Sicherheit und Wiederholbarkeit kann die Behandlung auch mehrfach durchgeführt werden. Insbesondere bei einem fovealen Sitz des Tumors kann die photodynamische Therapie als Methode der Wahl angesehen werden.

Ausgabe April 2003

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Verteporfin in Photodynamic Therapy (VIP) Study Group.
   Verteporfin Therapy of Subfoveal Choroidal Neovascularization in Pathologic Myopia,
   2-year Results of a Randomized Clinical Trial - VIP Report No. 3,
   Ophthalmology 2003; 110:667-673.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Im Rahmen einer multizentrischen, doppelt maskierten, Placebo-kontrollierten, randomisierten Studie wurden 81 Patienten mit subfovealer choroidaler Neovaskularisation aufgrund einer pathologischen Myopie mit photodynamischer Therapie mit Verteporfin behandelt. Die Kontrollgruppe umfasste 39 Patienten. Für die Follow-up Untersuchung nach 24 Monaten standen 77 Patienten der Verteporfin-Gruppe und 36 Patienten der Kontrollgruppe zur Verfügung. Wie bereits die Untersuchungen nach 1 Jahr Follow-up, zeigten auch die Ergebnisse nach 2 Jahren bessere Ergebnisse bei der Verteporfin-Gruppe. Im Gegensatz zu den Ergebnissen nach 1 Jahr bestand keine statistisch signifikante Überlegenheit der Verteporfin-Ergebnisse hinsichtlich des primären Visus. Aufgrund der besseren Tendenz einer Visusverbesserung sowie des guten Gesamtergebnisses der Verteporfin-Gruppe empfiehlt die Studiengruppe jedoch den Einsatz von Verteporfin in der photodynamischen Therapie für diese Patientengruppe.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Wong TY, Klein R, Sharrett AR, et al.
   The Prevalence and Risk Factors of Retinal Microvascular Abnormalities in Older Persons,
   The Cardiovascular Health Study,
   Ophthalmology 2003; 110:658-666.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer Querschnittsstudie wurden 2050 Studienteilnehmer zwischen 69 und 97 Jahren ohne Diabetes hinsichtlichkeit der Häufigkeit mikrovaskulärer Charakteristika der Netzhaut und einem Zusammenhang mit Atherosklerose untersucht. Mikrovaskuläre Abnormitäten der Netzhaut konnten bei älteren Nicht-Diabetikern häufig beobachtet werden und wurden mit Bluthochdruck in Zusammenhang gebracht, wogegen kein Einfluss der meisten Risikofaktoren der Atherosklerose festgestellt werden konnte. Eine Retinopathie wird durch Herzgefäßerkrankungen, Schlaganfall und Verdickung der Carotis begünstigt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass mikrovaskuläre Abnormitäten der Netzhaut Prozesse widerspiegeln, die mit systemischem Bluthochdruck, jedoch nicht mit Atherosklerose einhergehen.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Klein R, Klein BEK, Tomany SC, Cruickshanks KJ.
   The Association of Cardiovascular Disease with the Long-term Incidence of Age-related Maculopathy,
   The Beaver Dam Eye Study,
   Ophthalmology 2003; 110:636-643.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
 

Studienteilnehmer zwischen 43 und 86 Jahren zum Baseline-Zeitpunkt nahmen an einer Kohortenstudie teil, wobei für den Follow-up nach 5 Jahren 3684, nach 10 Jahren 2764 Personen zur Verfügung standen. Hier wurde der Einfluss kardiovaskulärer Erkrankungen sowie deren Risikofaktoren auf Häufigkeit und Progression altersabhängiger Makulopathie in einem Zeitraum von 10 Jahren untersucht. Die Ergebnisse nach 10 Jahren zeigten einen Einfluss von Pulsdruck, Bluthochdruck und Anstieg des systolischen Drucks auf die Häufigkeit exsudativer Makuladegeneration. Der beobachtete Einfluss des Pulsdrucks erhärtet die Annahme, dass altersabhängige degenerative Veränderungen von Kollagen und Elastin eine Rolle in der Pathogenese der altersabhängigen Makulopathie spielen.

Ausgabe Februar 2003

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Kerkhoff FT, Lamberts QJ, van den Biesen PR, Rothova A.
Rhegmatogenous Retinal Detachment and Uveitis, Ophthalmology 2003; 110:427-431.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Rhegmatogene Netzhautablösung bei Uveitis-Patienten


In einer retrospektiven Analyse der klinischen Daten von 1387 konsekutiven Uveitis-Patienten mit 46 Augen von 43 Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung wurden Häufigkeit, Risikofaktoren und Visusprognosen untersucht. Als Kontrollen dienten 221 Augen von 212 konsekutiven Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung ohne vorliegende Uveitis sowie 210 Augen von 150 Uveitis-Patienten in einem vergleichbaren Alter. Bei insgesamt 3,1% der Uveitis-Patienten lag eine rhegmatogene Netzhautablösung vor, wobei bei 6,6% eine Panuveitis gegeben war und eine infektiöse Uveitits mit 7,6% häufiger war als eine nicht infektiöse (2,1%). Nach Auftreten der rhegmatogenen Netzhautablösung war bei 46% der betroffenen Augen eine aktive Uveitis zu beobachten. Eine proliferative Vitreoretinopathie war mit 30% der Augen mit Uveitis und rhegmatogener Netzhautablösung häufiger als bei den Kontrollaugen mit nur 12%. Aufgrund der Uveitis und dem häufigen Auftreten einer proliferativen Vitreoretinopathie war die Visusprognose schlecht. Die Studie konnte einen Zusammenhang zwischen Uveitis und rhegmatogener Netzhautablösung aufzeigen. Aufgrund des hohen Risikos einer proliferativen Vitreoretinopathie halten die Autoren bei Netzhautoperationen dieser Patientengruppe eine starke Immunsuppression für sinnvoll.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Holz FG, Jorzik J, Schutt F, et al. Agreement among Ophthalmologists in Evaluating Fluorescein Angiograms in Patients with Neovascular Age-related Macular Degeneration for Photodynamic Therapy Eligibility (FLAP-Study), Ophthalmology 2003; 110:400-405.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Übereinstimmung von Ophthalmologen in der Auswertung der Fluoreszenz-Angiogramme von Patienten mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration hinsichtlich der Anwendbarkeit der photodynamischen Therapie (FLAP-Studie)


In einer internen Studie wurden Abweichungen in der Klassifizierung choroidaler Neovaskularisation bei exsudativer altersabhängiger Makuladegeneration durch verschiedene Ärzte sowie durch ein und denselben Arzt analysiert. Zu diesem Zweck wurden qualitativ hochwertige digitale Fluoreszenz-Angiogramme von 40 Patienten unabhängig von 16 Netzhautspezialisten ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass die angiographische Klassifizierung choroidaler Neovaskularisation nicht nur bei der Bewertung durch verschiedene Ärzte, sondern auch bei der Bewertung durch nur einen Arzt zu verschiedenen Zeitpunkten sehr unterschiedlich ausfallen kann. Da die Auswertung der Angiogramme die Grundlage bestehender und neuer Therapien einschließlich der photodynamischen Therapie bildet, unterstreichen die Autoren die Wichtigkeit einer zutreffenden Bewertung.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Spaide RF.
Fundus Autofluorescence and Age-related Macular Degeneration, Ophthalmology 2003; 110:392-399.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Fundus-Autofluoreszenz bei altersabhängiger Makuladegeneration


Anhand einer beobachtenden Fallserie mit 54 Patienten bewertet der Autor Autofluoreszenz-Aufnahmen von 54 Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration, die in 3 Gruppen zu je 18 Patienten unterteilt wurden. In Gruppe 1 war keine exsudative altersabhängige Makuladegeneration gegeben, in Gruppe 2 lag eine exsudative Makuladegeneration des Partnerauges ohne Beteiligung der Netzhautgefäße, in Gruppe 3 mit Beteiligung der Netzhautgefäße vor. Die Ergebnisse zeigten höhere Autofluoreszenzniveaus bei Patienten der Gruppen 2 und 3, die Lipofuscin-Einlagerungen im Partnerauge zugeschrieben werden. Bei Patienten mit Beteiligung der Netzhautgefäße konnten große Mengen von Lipofuscin-Einlagerungen im perifovealen Bereich beobachtet werden. Das Vorliegen von Lipofuscin in den beobachteten Mengen und Mustern läßt darauf schließen, dass Oxidationsprozesse eine Rolle im Entstehen einer exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration sowohl mit als auch ohne Beteilung der Netzhautgefäße spielen können.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Berger AS, Tezel TH, Del Priore LV, Kaplan HJ.
Photoreceptor Transplantation in Retinitis Pigmentosa,
Short-term Follow-up, Ophthalmology 2003; 110:383-391.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Photorezeptor-Transplantation bei Retinopathia pigmentosa, Kurzzeit-Follow-up


In einer prospektiven, nicht vergleichenden Fallserie erhielten 8 Patienten mit fortgeschrittener Retinopathia pigmentosa Photorezeptorzellgewebe, das mit dem Excimer Laser von Leichenaugen Erwachsener gewonnen worden war. Postoperativ fand keine Immunsuppression statt. Der Follow-up betrug 12 Monate. Weder beim best korrigierten Visus, noch beim Median der Lesegeschwindigkeit, dem Kontrastsehen oder den Gesichtsfeldern konnten statistisch signifikante postoperative Verbesserungen beobachtet werden. Die Amplitude und Latenz des Makuloskop-Elektroretinogramms sowie die log-Schwelle der Dunkeladaptation im Vergleich zum Kontrollauge sowie im prä- und postoperativen Vergleich blieben unverändert. Als einzige Nebenwirkung war eine monokuläre Diplopie bei einem Patienten zu beobachten. Die Photorezeptor-Transplantation konnte weder das zentrale Sehen wiederherstellen noch den Visusverlust verzögern. Die Autoren führen jedoch an, dass eine mögliche Verzögerung der Netzhautdegeneration erst nach mehreren Jahren festgestellt werden kann.