Pädiatrie

Ezerpte aus Ophthalmology

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Govindan M, Mohney BG, Diehl NN, Burke JP.
Incidence and Types of Childhood Exotropia,
A Population-Based Study,
Ophthalmology 2005; 112:104-108.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer retrospektiven, bevölkerungsbasierten Kohortenstudie wurden für einen Zeitraum von 10 Jahren Inzidenz und Typen der kindlichen Exotropie bei allen Einwohnern unter 19 Jahren bestimmt. In diesem Zeitraum wurden 205 Fälle mit einer Exotropie von ³10 Prismendioptrien identifiziert, was unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht einer jährlichen Inzidenz von 64,1/100 000 Patienten entspricht. Dies ergibt eine Häufigkeit von ca. 1% bei Kindern unter 11 Jahren, wobei die Inzidenz bei Kindern über 11 Jahren signifikant abnimmt. Als häufigste Formen der Exotropie wurden die intermittierende Exotropie sowie Konvergenzinsuffizienz identifiziert. Die Ergebnisse dieser Studie entsprechen denen vorangegangener Studien, und die Autoren gehen basierend auf den Studienergebnissen von insgesamt 43 103 neuen Fällen kindlicher Exotropie jährlich in den Vereinigten Staaten mit intermittierender Exotropie als Diagnose in ca. 50% der Fälle aus.

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Tan DTH, Lam DS, Chua WH, et al.
One-Year Multicenter, Double-Masked, Placebo-Controlled, Parallel Safety and Efficacy Study of 2% Pirenzepine Ophthalmic Gel in Children with Myopia,
Ophthalmology 2005; 112:84-91.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer Plazebo-kontrollierten, randomisierten, doppelt maskierten Parallelgruppenstudie wurden Sicherheit und Wirksamkeit von Pirenzepin-Augengel in der Verlangsamung der Myopieprogression bei 353 asiatischen Kindern im Alter von 6-12 Jahren mit einem sphärischen Äquivalent von -0,75 bis -4,00 Dpt. und einem Astigmatismus £1,00 Dpt. untersucht. Die Kinder erhielten 2 x täglich Gel/Gel, Gel/Plazebo oder Plazebo/Plazebo im Verhältnis 2:2:1 über 1 Jahr. Bei 11% der Kinder der Pirenzepin-Gruppe wurde die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen, von 15 schweren Nebenwirkungen bei 12 Kindern dieser Gruppe konnte nur bei einer ein möglicher Zusammenhang mit der Studienmedikation nicht ausgeschlossen werden. Über einen Zeitraum von einem Jahr resultierte die Behandlung in einer Verlangsamung der Myopieprogression von ca. 50% (0,35 Dpt.), so dass die Wirksamkeit und relative Sicherheit von Pirenzepin-Augengel gezeigt werden konnten.