Was ist die LASIK?

LASIK - Laser in situ Keratomileusis

von Fr. Doris Meixensberger, selbständige ÜbersetzerinFachrichtung Naturwissenschaften, Medizin und Recht

Augenoperation mit LASIK

Die LASIK ist ein operatives Verfahren zur Korrektur einer bestehenden Fehlsichtigkeit mit dem Excimer-Laser. Die Kurzbezeichnung LASIK steht für Laser in-situ Keratomileusis. Bei dieser Methode wird mit der computergesteuerten Klinge eines Mikrokeratoms ein dünnes Scheibchen der Hornhautoberfläche abgehobelt, bis nur noch eine schmale Verbindung des Scheibchens mit der Hornhaut besteht.

Dann wird dieses Scheibchen wie ein Deckel umgeklappt, und das innere Gewebe der Hornhaut wird mit dem Excimer-Laser entsprechend dem Sehfehler geschliffen.

Danach wird der Hornhautdeckel wieder auf die Wundfläche zurückgeklappt und leicht angedrückt. Das Hornhautscheibchen muß nicht angenäht werden - es haftet von selbst und wächst nach einigen Tagen wieder an.

Es wird nur ein Teil der Hornhaut abgeschliffen. Je höher die Fehlsichtigkeit ist, desto kleiner ist dieser Bereich. Die LASIK wird seit 1990 durchgeführt und wurde 1999 sowohl von der Deutchen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) als auch vom Berufsverband der deutschen Augenärzte als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis ca. -10 Dioptrien und des Astigmatismus bis ca. 3 Dioptrien eingestuft. Für eine solche Einstufung müssen die Vor- und Nachteile eines Verfahrens weitestgehend bekannt und der Anwendungsbereich klar umschrieben sein, und es müssen Langzeitergebnisse vorliegen, die Spätkomplikationen unwahrscheinlich erscheinen lassen.

In der Praxis wird die LASIK zur Korrektur leichter und mittlerer Kurzsichtigkeit (Myopie), leichter Weitsichtigkeit (Hyperopie) sowie eines leichten Astigmatismus (Stabsichtigkeit) eingesetzt. Dabei hat sich gezeigt, daß in der Myopiekorrektur die besten Ergebnisse bis zu Werten von -10 Dioptrien erzielt werden. Es hat sich erwiesen, daß die Ergebnisse von Korrekturen zwischen -10 und -15 Dioptrien weniger gut, über -15 Dioptrien sogar deutlich schlechter ausfallen, so daß man weitgehend dazu übergegangen ist, nur noch Korrekturen von maximal -12 Dioptrien vorzunehmen.

Weitsichtigkeit konnte bereits bis 5 Dioptrien mit der LASIK korrigiert werden. Für höhere Hyperopiewerte ist dieses Verfahren jedoch nicht geeignet. Dabei ist zu unterscheiden zwischen einer spherischen Hyperopie, die bereits mit guten Ergebnissen behandelt werden konnte, und hyperopischem Astigmatismus, bei dem weniger gute Ergebnisse erzielt werden konnten.

Ungeachtet der genannten Eckdaten gelten für die LASIK, Lasek und PRK nach wie vor als Kriterien die Hornhautdicke und die Hornhauttopographie!

In jedem Fall sollte eine Korrektur von Hyperopien mit der LASIK sorgfältig abgewogen werden, handelt es sich doch um einen operativen Eingriff an einem an sich gesunden Organ!