Welche Risiken birgt die LASIK-Methode?

Wie hoch ist das Risiko bei einem operativem Eingriff und welche Risiken können bei einer LASIK auftreten?

Die Risiken sind bei Ausschöpfung aller heute zur Verfügung stehenden Techniken sehr gering. Sie liegen mittlerweile unter 1 %.

Auftreten kann:

• Blendung, Lichthöfe (Halos) und Doppelkonturen bei Dämmerung und bei Nacht

• Da nur ein kleiner, zentraler Bereich der Hornhaut behandelt wird, der Sehfehler in der umgebenden Hornhaut jedoch bestehen bleibt, kann es zu Problemen kommen, wenn sich die Pupille in der Dämmerung oder in der Dunkelheit weitet. Gewöhnlich treten solche Probleme jedoch nur bei einer Kurzsichtigkeit über -5 Dioptrien und bei Weitsichtigkeit auf.

• Bestehende rheumatische Erkrankungen können zu Heilungsverzögerungen führen.

• Wenn eine beidseitige Fehlsichtigkeit vorliegt, kann es zwischen den beiden Augenoperationen zu Problemen des beidäugigen Sehens kommen. Die Folgen können Doppelbilder, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen in diesem Zeitraum sein.

• Verschiebung (Dezentrierung) der Behandlungszone im Verhältnis zur PupillenmitteDiese Komplikation ist bisher sehr selten aufgetreten. Mögliche Folgen sind eine vermehrte Blendempfindlichkeit und eine Wahrnehmung von Doppelbildern.

• Einwachsen des Epithels unter das HornhautdeckelchenAuch diese Komplikation wurde nur sehr selten beobachtet. Sie ist erst 4 bis 6 Wochen nach der Operation erkennbar. Gegebenenfalls muß die eingewachsene Epithelschicht in einer weiteren Operation entfernt werden.

• In der ersten Woche nach der LASIK kann es durch starkes Reiben des operierten Auges zu einer Verschiebung des Hornhautdeckelchens kommen. In einem solchen Fall wäre eine erneute Operation erforderlich.

• Keratektasie

In extrem seltenen Fällen wurde eine Vorwölbung der Hornhaut (Keratektasie) beobachtet, die durch eine zu starke Schwächung der Hornhaut verursacht wurde und zu einer beträchtlichen Sehverschlechterung führte. Im Extremfall kann bei einer solchen Komplikation eine Hornhauttransplantation erforderlich sein.

• Infektion

Ebenfalls sehr selten kann es zu einer Infektion kommen. Falls diese nicht medikamentös beherrschbar ist und es zu einer zu starken Narbenbildung kommt, kann in Ausnahmefällen eine Hornhauttransplantation erforderlich sein.