Sie befinden sich hier:>Infos für Patienten>Für Sie gelesen>Schlechtes Licht

Schlechtes Licht

Stimmt es eigentlich, dass schlechtes Licht die Augen verdirbt?


Bei Kindern kann es vorkommen, dass langes Lesen bei schlechter Beleuchtung zu Kurzsichtigkeit führt. Denn beim Nachwuchs bedeutet fortwährendes, angestrengtes Sehen - zum Beispiel beim Lesen bei Taschenlampenlicht unter der Bettdecke - einen Wachstumsreiz für den Augapfel. Das normalerweise runde Auge wird dadurch etwas länglich. Damit landet der Brennpunkt der Lichtstrahlen nicht mehr auf der Netzhaut, sondern davor.

Es wird nicht mehr scharf gesehen, statt dessen etwas verschwommen: Das Kind hat eine klassische Kurzsichtigkeit entwickelt. Bei Erwachsenen, bei denen der Augapfel ausgewachsen ist, spielt dieser Vorgang keine Rolle mehr. Die Konsequenz sollte aber wiederum nicht lauten, das Kinder im Bett nicht mehr lesen dürfen. Vielmehr sollte für eine ausreichende Beleuchtung auch am Bett, vor allem aber am Schreibtisch, gesorgt sein. Lesen im Bett trägt schließlich zur Ausgeglichenheit bei. 

 

Bezugsquellennachweis: TZ-Gesundheitsmagazin, Ausgabe 7, April 2001
© Copyright TZ-Gesundheitsmagazin

Infos für Patienten