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Glasaugen-Fertigung

Meister des künstlichen Blicks:

Glasaugen-Fertigung fordert Talent

Würzburg - Bernd Hellbachs Schrank gleicht Frankensteins Gruselkabinett. Aus den Fächern des Möbelstücks starren unzählige Augäpfel in allen Farben. Die umfangreiche Sammlung an Glasaugen ist ein wichtiges Arbeitswerkzeug für den 55jährigen Würzburger. Er ist einer von drei "Augenkünstlern" in Bayern. Im Untergeschoß seiner Wohnung stellt er zusammen mit seinem Sohn Andreas künstliche Augen her. Wenn die beiden Männer den Schrank schließen und sich wieder an den Werktisch mit dem Gasbrenner setzen, ist es mit dem Schaudern schnell vorbei.

Aus Röhren von Spezialglas formen die Hellbachs über der offenen Flamme zunächst Rohlinge, denen sie kurz darauf die richtige Form geben. Später werden in filigraner Handarbeit die Iris und die feinen Äderchen des menschlichen Auges nachgezeichnet. Dazu verwenden die Hellbachs Farbglas, das nach dem Schmelzen zu dünnen Fäden gezogen wird, um so die Konturen auf den Rohling aufbringen zu können.

"Man muß für die Glasaugen sehr viel Talent mitbringen", erzählt Bernd Hellbach, der diesen Beruf in der dritten Generation ausübt. Sein Großvater hatte sich Ende des vergangenen Jahrhunderts in Thüringen als Glasbläser spezialisiert. 1928 seien die ersten Kunden in Würzburg bedient worden. Heute haben die Hellbachs mehrere tausend Kunden. 

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