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Die Zukunft der Medizin

Die Zukunft der Medizin

 

Unsere Welt verändert sich in jedem Bereich mit einem ungeheuren Tempo. Die Möglichkeiten, die sich durch neue Forschungen eröffnen, sind gerade in der Medizin noch kaum zu begreifen. Doch die Zukunft der Medizin liegt nur zu einem geringen Teil in der modernen, technisch hochstehende Medizin westlicher Prägung. Diese Aussage mag überraschend klingen, aber die Zukunft der Medizin liegt in weiten Bereichen in den internationalen Medizinsystemen, die es in vielen Teilen der Welt gibt und die erfolgreich bis zum heutigen Tag auch verwendet werden.
Es mag dem Einzelnen nicht bewusst sein, wie weit die "Nicht-Schulmedizin" auch bei uns schon verbreitet ist.
In den USA etwa hat im Jahr 1997 schon jeder zweite Patient einen nicht Schulmediziner aufgesucht. Bei uns in Europa dürften die Zahlen nicht so sehr anders ausschauen.
Es gibt mehrere Gründe, weshalb es zu dieser Revolution gekommen ist. Der erste Grund ist sicherlich bei den zahlreich negativen Nebenwirkungen der chemisch-technisch orientierten Medizin zu suchen; und zugleich ist die Welt durch bessere Kommunikationsmittel enger zusammengerückt, sodass es nicht mehr schwer ist, Informationen aus aller Welt zu erhalten. Das bedeutet, dass wir Ärzte Wissen aus anderen Kulturkreisen viel leichter erhalten, aber auch, dass Patienten sich über das Internet weltweit informieren können. So kommt es, dass das alte System von den beiden entscheidenden Faktoren (nämlich Patienten und Ärzte) einfach anders gesehen wird.
Keiner akzeptiert eine negative Nebenwirkung mehr stillschweigend, denn es gibt plötzlich sehr wirkungsvolle Alternativen.
Selbstverständlich sollen dies Medizinsysteme genauso kritisch und streng kontrolliert, hinterfragt und an unsere Gegebenheiten angepasst werden. Man darf aber nicht vergessen, dass all dies traditoniellen Systeme schon seit Jahrhunderten und Jahrtausenden erfolgreich angewandt werden, was vor großen Überraschungen schützt. Diese Methoden wurden von hunderttausenden Ärzten an Milliarden Menschen angewendet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die viel individuellere Behandlung des Patienten. Zum Beispiel wird der Kopfschmerz nicht mit einem einfachen Kopfschmerzmittel behandelt, sondern es wird sehr genau auf die Ursache eingegangen. Etwa ein Wirbelsäulen bedingter Schmerz im Kreuz erhält eine andere Therapie als ein Kreuzschmerz im Rahmen eines grippalen Infektes.
Oder ein anderes Beispiel wäre eine antirheumatische Behandlung wo es spezifische Kräuter für Schmerzen im Bereich der Beine gibt und andere, die besser im Bereich der Arme wirken.
Grippale Infekte werden unterschieden, je nach dem ob der Patient Hitze verspürt oder ob es ihn eher fröstelt. Bei Regelschmerzen wird unterschieden, ob es am Anfang, in der Mitte, oder gegen Ende der Regel ist, und so weiter.
Letzlich sind die Kosten für unsere Mediziner im Westen auch in vielen Fällen schon so hoch, dass es kaum zu bezahlen ist.
Trotz aller dieser Vorteile, die auf der Hand liegen, möchte ich doch klar sagen, dass wir die westliche Schulmedizin nicht missen wollen und dass sie in vielen Fällen auch lebensrettend sein kann. Nur als Therapie der ersten Wahl wird sie immer häufiger von anderem verdrängt werden. Aber wie immer im Leben soll und muss es eine Miteinander geben, um die besten Erfolge zu haben.
 

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