Fehlsichtigkeiten

Bei einem normalsichtigen Auge werden die Lichtstrahlen beim Blick in die Ferne auf der Farbstoffschicht der Netzhaut zu einem scharfen Bild vereinigt. Das Bild, das von unserer Netzhaut mit nahezu unendlich vielen punktförmigen Sinneszellen abgetastet wird, ist ähnlich dem Bild auf dem fotografischen Film eines Fotoapparates seitenverkehrt und steht auf dem Kopf. Unser Gehirn verarbeitet die Bildinformationen beider Augen zu einem einheitlichen Seheindruck, dem Abbild dessen, was wir sehen - und sehen möchten.

Bis etwa zum 40. Lebensjahr können wir die Linse in unserem Auge so einstellen, daß wir sowohl in die Weite als auch in der Nähe ein scharfes Bild sehen. Den Vorgang dieser Fähigkeit nennt man Akkomodation.

Passt die Länge des Augapfels nicht zur Brechkraft von Hornhaut und Augenlinse, spricht man von einer Fehlsichtigkeit (Ametropie) bzw. einer Sehstörung durch unzureichende Lichtbrechung.

Ist der Augapfel zu kurz ist man weitsichtig, ist er zu lang ist mankurzsichtig. Liegt der Fehlsichtigkeit eine ungleichmäßige Wölbung der Hornhaut zugrunde handelt es sich um Astigmatismus bzw. Stabsichtigkeit. Bei derAlterssichtigkeit lässt die Fähigkeit der Augenlinse sich auf die Nähe scharf zu stellen nach.

Copyright © Dr. Dieter W. Klaas