Medizinische Fachbegriffe

Erklärung einiger medizinischer Fachausdrücke, die mitunter in den verschiedenen Texten vorkommen können und in der Regel auch dort ausführlich und anschaulich erklärt werden. Diese Begriffe können und sollen niemals ein ausführliches Nachschlagewerk ersetzen, sondern sollen nur ein kleines Hifsmittel sein, um sich gelegentlich über vorkommende Fachausdrücke informieren zu können.

Sammellinse

Minusglas, Konkavglas, zur Korrektur von Kurzsichtigkeit bzw. Myopie

schlaffe Lähmung

Betrifft die Muskulatur. Muskeltonus herabgesetzt oder aufgeboben, Lähmung oderTeillähmung, Muskelatrophie (she. Atrophie), Muskeleigenreflexe abgeschwächt oder aufgehoben, charakteristische Veränderung der Muskelaktionsströme, evtl. auch der motorischen Nervenleitgeschwindigkeit. (she. Lähmung).

Schneeblindheit (Photokeratitis)

Die Schneeblindheit ist eine Entzündung der Horn- und Bindehaut. Typische Beschwerden sind starker Tränenfluss, Lichtscheu, Rötung und Lidkrampf, die 6-12 Stunden nach einer sehr intensiven UVB-Belastung auftreten, sehr schmerzhaft sind und ca. 1-2 Tage anhalten.

Schock

Kreislaufbedingt: Absinken des Blutdruckes, Herzjagen, dünner Puls, kalter Schweiß, Beeinträchtigung der Nierentätigkeit, Bewußtseinsstörung, Koma. Psychisch: Angst- und Schreckreaktion; Unfähigkeit, Überlegungen anzustellen und sachgemäße Aussagen zu machen, hervorgerufen durch seelisches Trauma (she. Trauma). Abklingen nach Stunden oder Tagen, wenn es gelingt, das seelische Trauma zu verarbeiten.

Schub

Erneutes Auftreten von Krankheitszeichen nach mehr oder weniger langer Pause und nach mehr oder weniger erfolgter Rückbildung der Symptome.

Screening

(Suchtest) Gezielte Untersuchung bestimmter Personengruppen nach genauem Programm, z.B. auf biochemische Besonderheiten oder überstandene Krankheiten.

Sensibilität

1.Neurologisch: Fähigkeit der Wahrnehmung von Berührungs-, Tast-, Schmerz-, Temperaturreizen, Vibration nach Stärke und Lokalisation. 2.Psychisch: Empfindungsfähigkeit, Empfindlichkeit; Fähigkeit, Gefühls- und Sinneseindrücke wahrzunehmen.

Sepsis

Streuung von Krankheitserregern (Bakterien) über den gesamten Organismus. Nachweis von Bakterien im Blut.

Serum

Blutfüssigkeit (Blutplasma). Wässriger Bestandteil kolloidaler Körpersäfte, i.e.S. das Blutserum (ohne rote und weiße Blutkörperchen), nach Gerinnung.

Skotom

Gesichtsfeldausfall, blinde Stelle im Gesichtsfeld, dunkel oder grau. Skotom, zentrales: Sehverlust im mittleren Teil des Gesichtsfeldes an der Stelle des schärfsten Sehens.

Spastik

Krankhafte Erhöhung des Muskeltonus, als federnder, mit der Geschwindigkeit passiver und aktiver Bewegungen zunehmender Muskelwiderstand, z.B. Beine in Streckhaltung können nicht in den einzelnen Gelenken gebeugt werden.

Symptom

subjektiv: Von Kranken selbst wahrgenommen und angegeben, z.B. Kopfschmerzen, Mißempfindungen mannigfacher Art, bei MS Schnürgefühle, Kribbeln u.a.m. objektiv: Krankheitszeichen durch Untersuchungsmethoden verschiedener Art feststellbar.

Szintigraphie

Darstellung der Aktivitätsverteilung eines in einem Organ gespeicherten radioaktiven Stoffes von geringer Halbwertzeit mit Hilfe spezieller Geräte. Wertvolle diagnostische Methode zur Lokalisation und Abklärung organischer Krankheitsprozess