| Methode |
Erläuterung |
Bemerkung |
Experten-Urteil |
| Atemtherapie, Physiotherapie |
Techniken zur Verbesserung der Atmung. |
Die Wirkung bei Atemwegserkrankungen ist unumstritten. |
Empfehlenswert |
| Akupunktur |
Reizung bestimmter Punkte am Körper durch Nadeln. |
Kontrollierte Studien belegen Effekte bei leichtem Asthma. |
Als Ergänzung klassischer Therapieverfahren der Lungenheilkunde akzeptabel. |
| Badetherapie |
Bäder mit Kräutern oder deren konzentrierter Lösung. |
Stellenwert bei der Behandlung von Neurodermitis |
Empfehlenswert als Ergänzung klassischer Therapieverfahren der Allergologie |
| Diäten |
Weglassen bestimmter Nahrungsmittel. |
Unseriöse Diätempfehlungen führen oft zu einem wahllosen Weglassen von Nahrungsmitteln und zur Mangelversorgung mit Nährstoffen. |
Nur empfehlenswert, wenn auf Basis einer allergologischen Diagnostik verordnet. |
| Entspannungsverfahren |
Autogenes Training, Funktionelle Entspannung, Muskelrelaxation nach Jacobsen |
Sinnvoll in der Astmatherapie und bei der Behandlung von Neurodermitis. |
Empfehlenswert als Ergänzung klassischer Therapieverfahren. |
| Klimatherapie |
Aufenthalt in Klimazonen mit Reizklima bzw. deutlich geringerer Belastung mit Allergenen. |
Verbesserung der Beschwerden bei Heuschnupfen und Neurodermitis. |
Empfehlenswert als Ergänzung klassischer Therapieverfahren der Allergologie. |
| Kneipp´sche Verfahren |
Sauna, Wechsel-duschen etc. |
Kneipp´sche Verfahren können das Immunsystem stärken. Studien zu allergischen Erkrankungen fehlen. |
Als Ergänzung klassischer Therapieverfahren der Lungenheilkunde akzeptabel. |
| Phytotherapie |
Verwendung pflanzlicher Heilmittel |
Medikamente pflanzlicher Herkunft mit belegter Wirksamkeit werden z. B. bei der Neurodermitis-Therapie verwendet. |
Als Ergänzung klassischer Therapieverfahren der Allergologie sinnvoll. |
| Psychotherapeutische Interventionen |
Je nach persönlicher Situation und Familienstruktur: therapeutisches Gespräch, Verhaltenstherapie, Schulung, Familientherapie etc. |
Ärztliches Behandeln sollte den Patienten als Ganzes wahrzunehmen. Ein ganzheitlicher Ansatz kann bei Allergien sehr hilfreich sein. |
Wenn nötig, sinnvoll als Ergänzung klassischer Therapieverfahren der Allergologie. |
| Autohomologe Immuntherapie nach Dr. Kief |
Speziell aufbereitetes Blut oder Urin werden geschluckt, inhaliert oder injiziert. |
Ein nachvollziehbarer Wirksamkeitsnachweis fehlt. Die Methode ist extrem teuer. |
Nicht zu empfehlen, wissenschaftlicher Wirkungsnachweis fehlt |
| Aromatherapie, Farbtherapie |
Inhalation von duftenden Pflanzenessenzen oder Bestrahlung mit farbigem Licht. |
Autosuggestion: harmlos aber wirkungslos. |
Nicht zu empfehlen, wissenschaftlicher Wirkungsnachweis fehlt |
| Bach-Blütentherapie |
Frische Blüten ausgewählter Pflanzen werden über Nacht in frisches Quellwasser gelegt. Die Essenz wird am nächsten Morgen eingenommen oder weiterverarbeitet, z. B. zu Salben. |
Das tropfenweise Trinken von Blumenwasser hat sehr wahrscheinlich keine Wirkung. |
Nicht zu empfehlen, wissenschaftlicher Wirkungsnachweis fehlt |
| Neuraltherapie nach Dr. Huncke |
Durch lokale Betäubung werden "Störfelder" mit Fernwirkung ausgeschaltet. |
Allergologische Krankenheitsbilder gehören nicht zum Einsatzgebiet dieser Behandlungsmethode. |
Nicht zu empfehlen. |
| Homöopathie |
Verwendung von sehr stark verdünnten ("potenzierten") Wirkstoffen. |
Bisher konnte nur für die Pflanze Galphimia glauca Hinweise auf Wirksamkeit gezeigt werden.Interessanterweise wird diese Pflanze von einigen Stämmen im Regenwald Brasiliens gegen Allergien verwendet. |
Nicht zu empfehlen bis weitere Studienergebnisse vorliegen. |
| Traditionelle Chinesische Medizin |
Traditionell überlieferte Mischungen von Heilpflanzen |
Die komplexen Mischungen enthalten oft Dutzende Wirkstoffe, z.T. mit Wechselwirkungen. Es gibt sowohl Hinweise auf Wirksamkeit als auch auf schwere Nebenwirkungen. |
Nicht zu empfehlen, bis weitere Studienergebnisse vorliegen. |