Tumore

Exzerpte aus Ophthalmology

Ausgabe April 2004

Exzerpt aus

Malhotra R, Huilgol SC, Huynh NT, Selva D.
The Australian Mohs Database, Part II,
Periocular Basal Cell Carcinoma Outcome at 5-Year Follow-up,
Ophthalmology 2004; 111:631-636.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer prospektiven, nicht vergleichenden, multizentrischen, interventionellen Fallserie wurden 819 Patienten mit periokulärem Basalzellkarzinom mit der Mohs-Methode der mikrographischen Chirurgie behandelt. Bei 257 dieser Patienten (54%) wurde ein Karzinom im unteren Augenlid, bei 195 (41%) im medialen Kanthus, bei 22 (5%) im Oberlid diagnostiziert. Dabei handelte es sich in 68% der Fälle um primäre und in 32% der Fälle um Rezidivtumore. Für den Follow-up nach 5 Jahren standen 42% der Fälle (347 Patienten) zur Verfügung. Die Untersuchung zeigte eine Rezidivrate von 0% bei Primärtumoren und 7,8% bei Rezidivtumoren, was die hohe Effektivität der Behandlung bestätigt, so dass die Mohs-Methode der mikrographischen Chirurgie bei periokulären Basalzellkarzinomen die Methode der Wahl darstellt.

Ausgabe März 2004

Exzerpt aus

Coleman DJ, Silverman RH, Rondeau MJ, et al.
Noninvasive In Vivo Detection of Prognostic Indicators for High-Risk Uveal Melanoma,
Ultrasound Parameter Imaging,
Ophthalmology 2004; 111:558-564.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer prospektiven, maskierten, Ultraschall-Pathologie-korrelierten Studie wurden 117 Patienten nach Diagnose eines unbehandelten Aderhautmelanoms in einem Zeitraum von bis zu 2 Wochen vor Enukleation durch Ultraschall-Analyse (Backscatter) untersucht, um festzustellen, ob so eine signifikante Diagnose extravaskulärer Matrix-Muster, die einen unabhängigen Indikator für ein Metastasen-Risiko darstellen, möglich war. Nach histologischer Untersuchung der enukleierten Augen wurden die Ergebnisse mit denen der Ultraschall-Analyse verglichen. Mit Hilfe einer Support Vector Machine konnte eine zutreffende retrospektive Klassifizierung in Fälle mit hohem und niedrigem Risiko in 93,1% der Fälle unter Verwendung der Ultraschalldaten vorgenommen werden. Die Ultraschall-Diagnose der extravaskulären Matrixmuster ermöglicht eine nicht invasive Tumor-Klassifizierung. Durch Einbeziehung früherer vergleichender Studien zu histologisch bestimmten extravaskulären Matrixmustern und dem Überleben von Patienten ist eine Risiko-Abschätzung anhand der Ultraschallbefunde möglich.

Ausgabe Juli 2003

Exzerpt aus

Donaldson MJ, Sullivan TJ, Whitehead KJ, Williamson RM.
   Periocular Keratoacanthoma,
   Clinical Features, Pathology, and Management,
   Ophthalmology 2003; 110:1403-1407.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer retrospektiven, interventionellen Fallstudie mit 10 Patienten wurden 
klinische Merkmale und Ergebnisse nach operativer Behandlung eines Keratoakanthoms der Augenlider analysiert. Die Läsionen mit einem Durchmesser von 2 - 25mm fanden sich bei 5 Patienten im Unterlid, bei je 2 im Oberlid und im inneren Augenwinkel, bei einem im äußeren Augenwinkel. In allen Fällen erfolgte eine vollständige Exzision, in 5 Fällen mit intraoperativer Gefrierschnittkontrolle. Während des mittleren Follow-up von 34,5 Monaten konnte in keinem der Fälle ein Rezidiv nachgewiesen werden, die einzige Komplikation war eine leichte Wundinfektion bei einem Patienten. Nach Auffassung der Autoren gestattet eine frühzeitige Exzision periokulärer Keratoakanthome eine genaue Diagnose und minimiert das Risiko der Tumorprogression, lokaler Gewebszerstörung sowie einer Orbitainvasion.

Ausgabe Juni 2003

Exzerpt aus

Coats DK, O´Neil JW, D´Elia VJ et al.
   SubTenon´s Infusion of Steroids for Treatment of Orbital Hemangiomas,
   Ophthalmology 2003; 110:1255-1259.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer nicht vergleichenden Fallstudie mit 7 konsekutiven kindlichen Patienten mit orbitalem Hämangiom wurde eine alternative Behandlungsmethode angewandt, indem eine posteriore Subtenon-Steroid-Infusion mit stumpfer Kanüle gegeben wurde. In allen Fällen konnte eine signifikante und anhaltende Rückbildung der Hämangiome erzielt werden. In keinem der Fälle wurden lokale oder systemische Komplikationen beobachet. Mit Hilfe dieser Technik können viele der mit direkter intraläsionaler Injektion verbundenen Risiken vermieden und zugleich die potentiellen Vorteile einer lokalen Steroidverabreichung genutzt werden.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Singh AD, Topham A.
Incidence of Uveal Melanoma in the United States: 1973-1997, Ophthalmology 2003; 110:956-961.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer systematischen Datenbankanalyse wurde die Inzidenz des primären uvealen Melanoms in den USA in einem Zeitraum von 25 Jahren ermittelt. Die insgesamt 2493 identifizierten Fälle repräsentieren 2,9% aller dokumentierten Fälle eines Melanoms. Die mittlere altersangepaßte Inzidenz uvealer Melanome in den USA entsprach mit 4,3 pro einer Million der in europäischen Studien ermittelten und blieb während der vergangenen 25 Jahre konstant. 97,8% der Fälle wurden bei weißen Amerikanern diagnostiziert. Bei einem Vergleich mit einer Inzidenzstudie der Jahre 1950 bis 1974 zeigten sich ähnlich Ergebnisse der früheren Studie, so dass von einer konstanten Inzidenz uvealer Melanome während der letzten 50 Jahre ausgegangen werden kann.