Refraktive Chirugie

Exzerpte aus Ophthalmology und Journal of Cataract & Refractive Surgery

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Choplin NT, Schallhorn SC, Sinai M, et al.
Retinal Nerve Fiber Layer Measurements Do Not Change after LASIK for High Myopia as Measured by Scanning Laser Polarimetry with Custom Compensation,
Ophthalmology 2005; 112:92-97.
 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer interventionellen Fallstudie wurden Dickenmessungen der retinalen Nervenfaserschicht bei 57 Augen von 29 Patienten mit einer Myopie >-5,00 Dpt. vor sowie 30 Tage nach LASIK mittels Scanning Laser Polarimetrie mit individueller Kompensation vorgenommen. Die durchschnittliche Abtragungstiefe der LASIK betrug 101±11,3µm. Es konnte gezeigt werden, dass LASIK die Doppelbrechung der Hornhaut verändert, jedoch keinen Einfluss auf die Dicke der retinalen Nervenfaserschicht hat.

Ausgabe April 2004

Exzerpt aus

Alió JL, Artola A, Ruiz-Moreno JM, et al.
   Changes in Keratoconic Corneas after Intracorneal Ring Segment Explantation and Reimplantation,
   Ophthalmology 2004; 111:747-751.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Veränderungen in Hornhäuten mit Keratokonus nach Explantation und Reimplantation intrakornealer Ringsegmente


Anhand einer retrospektiven, interventionellen Fallserie wurden Ergebnisse und potentielle Reversibilität der durch intrakorneale Ringsegmente induzierten Veränderungen bei Augen mit Keratokonus untersucht. Bei 5 Augen von 4 Patienten wurde nach unkomplizierter Implantation von ein oder zwei intrakornealen Ringsegmenten aufgrund postoperativer Komplikationen ein Ringsegment explantiert. Die Explantationen konnten in allen Fällen sicher und einfach durchgeführt werden und verliefen ohne Komplikationen. Visus, Refraktion und Hornhauttographie waren nach der Explantation nahe den präoperativen Befunden der Baseline. Nach Ansicht der Autoren stellt die Explantation eines Ringsegments in sorgfältig ausgewählten Fällen keine Kontraindikation für die Reimplantation eines Segments dar.

Ausgabe Februar 2004

Exzerpt aus

Pop M, Payette Y.
   Initial Results of Endothelial Cell Counts after Artisan Lens for Phakic Eyes,
   An Evaluation of the United States Food and Drug Administration Ophtec Study,
   Ophthalmology 2004; 111:309-317.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Erste Ergebnisse der Endothelzellzahlen nach Artisan Linsenimplantation in phake Augen, Auswertung der Ophtec Studie der US Food and Drug Administration

Im Rahmen einer prospektiven, multizentrischen klinischen Studie wurde die Endothelzellzahl der ersten 765 Augen zur Baseline sowie 6, 12 und 24 Monate nach Implantation einer phaken Iris-claw Artisan-IOL zur Korrektur mittlerer bis hoher Myopie bestimmt. Es konnte gezeigt werden, dass die Implantation der Artisan IOL bis zu einem Follow-up von 2 Jahren in keiner signifikanten Reduktion der Endothelzelldichte resultierte. Ein Zusammenhang zwischen Endothelzellverlust und Patientenalter oder Dioptriestärke des Implantats konnte nicht beobachtet werden.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Ho H-C, Chen K-H, Hsu W-M, et al.
   Linear-Long Incisions with a Small Optical Zone for the Correction of Astigmatism in Older Patients,
   Ophthalmology 2004; 111:28-33.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Gerade Inzisionen mit kleiner optischer Zone in der Astigmatismuskorrektur älterer Patienten

Anhand einer prospektiven, nicht vergleichenden Fallserie mit 21 Augen von 20 Patienten im Alter von 58 - 87 Jahren mit Unverträglichkeit von Brille und/oder Kontaktlinsen wurde die Wirksamkeit einer Astigmatismuskorrektur von 3,0 Dpt. oder mehr mittelsKeratotomie durch paarweise angeordnete gerade Inzisionen bei einer optischen Zone von 4,5mm untersucht. Die Inzisionen wurden über 90° Länge mit einer Tiefe von 80% der Hornhautdicke parallel zur Achse des steilsten Zylinders angelegt. Im Mittel stabilisierte sich die Hornhautkrümmung nach 1,8 Monaten, und der Astigmatismus besserte sich postoperativ signifikant. Achsenabweichungen von mehr als 30° wurden in 5 Fällen, eine Hornhautperforation in einem Fall beobachtet. Nach Stabilisierung der Hornhautkrümmung besserte sich der unkorrigierte Visus bei 71,4% der Fälle um 2 Zeilen. Sphärisches Äquivalent und best korrigierter Visus änderten sich nicht signifikant, und in keinem der Fälle kam es zu Glare.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Flaxel CJ, Choi YH, Sheety M, et al.
   Proposed Mechanism for Retinal Tears after LASIK,
   An Experimental Model,
   Ophthalmology 2004; 111:24-27.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Vermutete Ursache der Entstehung von Netzhautrissen nach LASIK, Ein Versuchsmodell

In einem Versuchsmodell wurden durch Verwendung eines Saugrings vor LASIK induzierte Zunahmen der Achsenlänge und eine damit einhergehende Vorwärtsverschiebung der Linse, des Irisdiaphragmas sowie der anterioren Glaskörperbasis untersucht. Die Messungen wurden an 8 Augen einer Augenbank vorgenommen, wobei bei zwei Augen eine Vorgeschichte von Kataraktoperation und Intraokularlinsenimplantation gegeben war. Die Messungen ergaben eine mittlere Zunahme der Achsenlänge nach Anwendung des Saugrings um 1,125mm bei keiner signifikanten Auswirkung auf die Vorderkammertiefe, so dass von einer Vorwärtsbewegung der Glaskörperbasis ausgegangen werden kann, wodurch bei prädisposierten Augen durch Glaskörpertraktion induzierte anteriore Netzhautrisse während oder nach LASIK entstehen können.

Ausgabe Januar 2004

Exzerpt aus

Pop M, Payette Y.
   Risk Factors for Night Vision Complaints after LASIK for Myopia,
   Ophthalmology 2004; 111:3-10.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Risikofaktoren für eine Beeinträchtigung des Nachtsehens nach Myopiekorrektur durch LASIK


Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden Fallserie mit 1488 Augen von 795 Patienten wurden die präoperativen Risikofaktoren für eine Beeinträchtigung des Nachtsehens nach LASIK bestimmt. Als Hauptrisiken für eine Beeinträchtigung bis zu 12 Monate postoperativ erwiesen sich die Höhe der vorgenommenen sphärischen Korrektur, ein Patientenalter über 50 Jahren, eine optische Zone von 6,0mm oder weniger sowie ein Wert außerhalb Emmetropie ± 0,5 Dpt. beim postoperativen sphärischen Äquivalent. Dagegen war die Pupillengröße kein statistisch signifikanter Faktor. Eine Beeinträchtigung des Nachtsehens lag 1 Monat postoperativ bei 26% der Patienten vor und war 1 Jahr postoperativ noch bei 4,7% der Augen gegeben.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

McCarty TM, Hardten DR, Anderson NJ, et al.
   Evaluation of Neuroprotective Qualities of Brimonidine during LASIK,
   Ophthalmology 2003; 110:1615-1625.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Untersuchung der Neuroprotektion durch Brimonidin während LASIK


In einer randomisierten, maskierten Studie wurden der Einfluss der LASIK auf verschiedene Optikusparameter sowie eine potentielle neuroprotektive Wirkung perioperativ verabreichten Brimonidins untersucht. Zu diesem Zweck erhielten 51 LASIK-Patienten bei beidseitiger Myopiekorrektur in einem Auge Brimonidin und im Partnerauge ein Plazebo. Die Dosierung war jeweils 3 x täglich 3 Tage präoperativ und 3 Wochen postoperativ sowie 1 Tropfen unmittelbar nach dem Eingriff. Weder Struktur noch Funktion des Sehnervs wurden durch LASIK mit oder ohne Brimonidin verändert. Jedoch konnte in allen Fällen eine Abnahme der direkten Messwerte der retinalen Nervenfaserschicht beobachtet werden. Da jedoch die ratiometrischen Werte sowie alle funktionellen Werte unverändert blieben und auch kein Einfluss durch Brimonidin gegeben war, vermuten die Autoren als Ursache hierfür eine induzierte Änderung der kornealen Doppelbrechung.

Ausgabe August 2003

Exzerpt aus

Schallhorn SC, Kaupp SE, Tanzer DJ, et al.
   Pupil Size and Quality of Vision after LASIK,
   Ophthalmology 2003; 110:1606-1614.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Zusammenhang zwischen Pupillengröße und Sehqualität nach LASIK


Faktoren, die einen Einfluss auf die Sehqualität nach LASIK haben, wurden 
an 100 konsekutiven Patienten untersucht. In allen Fällen wurde eine elliptische Ablation über 6,0mm ohne Übergangszone vorgenommen und das zweite Auge ein Monat nach dem ersten Auge operiert. Von Patienten mit großen Pupillen unter mesopischen Bedingungen wurden bis zu 6 Monate postoperativ signifikant mehr Symptome wie Glare, Haze und Halos berichtet. Nach diesem Zeitpunkt war die Pupillengröße jedoch hierfür irrelevant. Faktoren mit Einfluss auf langfristige Symptome waren dagegen präoperative Myopie, präoperatives Kontratsehen, postoperativer unkorrigierter Visus sowie verbleibender Zylinder. Zum größten Teil liesen sich Unterschiede hinsichtlich der Sehqualität jedoch nicht anhand dieser Kriterien erklären.

Ausgabe Juli 2003

Exzerpt aus

Saxena R, Landesz M, Noordzij B, Luyten GPM.
   Three-year Follow-up of the Artisan Phakic Intraocular Lens for Hypermetropia,
   Ophthalmology 2003; 110:1391-1395.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


3 Jahre Follow-up der phaken Artisan Intraokularlinse zur Hypermetropie-Korrektur


In einer prospektiven, nicht randomisierten Studie wurden in 26 Augen von 13 Patienten mit einem Brechungsfehler zwischen +3,00 und +11,00 Dpt. phake Artisan IOLs implantiert. Der Follow-up betrug im Mittel 22,4 Monate. Durch Implantation einer hyperopen Artisan IOL konnten genaue und stabile Ergebnisse erzielt werden. In keinem der Fälle kam es zu einem signifikanten Visusverlust. Zwischen Vorderkammertiefe und Endothelzellverlust bestand eine signifikante negative Korrelation, und bei einem von zwei Patienten mit posterioren Synechien und Pigmentablagerungen in beiden Augen lag eine konvexe Iris vor, so dass die Autoren empfehlen, bei der präoperativen Untersuchung auf eine konvexe Iris sowie eine flache Vorderkammer zu achten, um unnötige Komplikationen zu vermeiden.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Boxer Wachler BS, Chandra NS, Chou B, et al.
   Intacts for Keratoconus,
   Ophthalmology 2003; 110:1031-1040.

zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Implantation von Intacts bei Keratokonus


In einer retrospektiven, nicht randomisierten, vergleichenden Studie mit 74 Augen von 50 Patienten im Alter von 20 bis 73 Jahren wurden Sicherheit und Wirksamkeit der Implantation von Intacs bei Keratokonuspatienten untersucht. Zur Implantation der Intacts wurde die Inzision bei 66% der Hornhautdicke angelegt. Basierend auf dem Nomogramm wurde typischer Weise ein dickeres Ringsegment inferior und ein dünneres superior plaziert. Mit Hilfe der asymmetrischer Implantation von Intacts konnten der mittlere best korrigierte Visus von LogMAR 0,41 präoperativ auf LogMAR 0,24 postoperativ, der mittlere unkorrigierte Visus von LogMAR 1,05 präoperativ auf LogMAR 0,61 gebessert und der irreguläre Astigmatismus ohne induzierte Narbenbildung der Hornhaut reduziert werden. Das sphärische Äquivalent besserte sich im Mittel von -3,89 Dpt. prä- auf -1,46 Dpt. postoperativ.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Hersh PS, Fry KL, Bishop DS.
   Incidence and Associations of Retreatment After LASIK,
   Ophthalmology 2003; 110:748-754.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Häufigkeit und Umstände der Nachkorrektur nach primärer LASIK


Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden, konsekutiven Fallserie mit 2485 Augen von 1306 LASIK-Patienten wurden Häufigkeit und Risikofaktoren für eine erforderliche Nachkorrektur untersucht. Nachbehandlungen aufgrund von Komplikationen wurden nicht berücksichtigt. Bei den verwendeten Excimer-Lasern handelte es sich um Summit Apex Plus oder Alcon LADARVision. Bei 288 Augen von 233 Patienten war eine Nachkorrektur, bei 3 Augen von 3 Patienten waren 2 Nachkorrekturen erforderlich. 1 Jahr postoperativ lag die Nachkorrektur-Häufigkeit bei 10,5%, wobei die Häufigkeit nach Operationen mit LADARVision bei 18,2, mit Summit Apex Plus dagegen nur bei 9,7% lag. 85% der Nachkorrekturen wurden im ersten Jahr postoperativ durchgeführt. Als Risikofaktoren wurden höhere Korrekturwerte bei der primären LASIK, Astigmatismus sowie höheres Alter (über 40 Jahre) identifiziert. Weiterhin zeigte sich, dass die meisten Flaps bis zu 3 Jahre nach der primären Korrektur manuell  angehoben werden können.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Freitas D, Alvarenga L, Sampaio J, et al.
An Outbreak of Mycobacterium Chelonae Infection after LASIK, Ophthalmology 2003; 110:276-285.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Ausbruch einer Infektion mit Mycobacterium chelonae nach LASIK


Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 10 Patienten wird der Ausbruch einer mycobakteriellen Keratitis nach LASIK beschrieben, die sich bei 11 Augen der 10 Patienten entwickelte. Bei den meisten Patienten war der Eingriff bilateral an einem Tag durchgeführt worden. Die postoperative Infektion kündigte sich durch Hornhautinfiltrate 3 Wochen postoperativ an. In den Kulturen konnte Mycobacterium chelonae nachgewiesen werden. Die Patienten wurden mit topischen Clarithromycin 1%, Tobramycin 1,4% und Ofloxacin 0,3% behandelt. Patienten, die auf diese Therapie nicht ansprachen, erhielten 2 x täglich 500mg Clarithromycin oral. 4 Augen heilten als Resultat der Behandlung, bei 7 Augen musste der Flap entfernt werden. Als Infektionsquelle vermuten die Autoren den Dampfreiniger für das Mikrokeratom. Kristalline Infiltrate oder weißliche runde Infiltrate ohne Entzündung der Zirkumferenz nach LASIK sind ein starkes Anzeichen für eine Mycobacterium-Infektion. Die Autoren unterstreichen die Wichtigkeit einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung sowie guten hygienischen Bedingungen des Laserzentrums.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

The Implantable Contact Lens in Treatment of Myopia (ITM) Study Group.
U.S. Food and Drug Administration Clinical Trial of the Implantable Contact Lens for Moderate to high Myopia, Ophthalmology 2003; 110:255-266.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Klinische U.S. Food and Drug Administration Studie der implantierbaren Kontaktlinse zur Korrektur mittlerer bis hoher Myopie


In einer prospektiven, nicht randomisierten klinischen Studie mit 523 Augen von 291 Patienten mit einer Myopie zwischen -3 und -20 Dioptrien wurden die Sicherheit und Wirksamkeit der implantierbaren Kontaktlinse (ICL) geprüft. 12 Monate postoperativ betrug der unkorrigierte Visus 20/20 oder besser bei 60,1% der Patienten und 20/40 oder besser bei 92,5%, und es konnte eine durchschnittliche Verbesserung um 10,31 Zeilen erzielt werden. Die Refraktion 1 Jahr postoperativ lag bei 61,1% innerhalb 0,5 Dioptrien, bei 84,7% innerhalb 1 Dioptrie der Zielrefraktion. Frühe, meist asymptomatische und wahrscheinlich operativ induzierte anteriore subkapsuläre Trübungen wurden bei 2,1% der Patienten und zusätzlich bei einem Fall (0,2%) aufgrund einer intraoperativen Verwendung einer Spüllösung mit Konservierungsmitteln beobachtet, Trübungen 1 Jahr postoperativ bei 0,4%. Im Rahmen einer Kataraktoperation wurden 2 ICLs entfernt. Die Patientenzufriedenheit war hoch bzw. sehr hoch bei 92,4% der Patienten. Unzufrieden waren nur 4 Patienten (1,0%).

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Freitas D, Alvarenga L, Sampaio J, et al.
An Outbreak of Mycobacterium Chelonae Infection after LASIK, Ophthalmology 2003; 110:276-285.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Ausbruch einer Infektion mit Mycobacterium chelonae nach LASIK


Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 10 Patienten wird der Ausbruch einer mycobakteriellen Keratitis nach LASIK beschrieben, die sich bei 11 Augen der 10 Patienten entwickelte. Bei den meisten Patienten war der Eingriff bilateral an einem Tag durchgeführt worden. Die postoperative Infektion kündigte sich durch Hornhautinfiltrate 3 Wochen postoperativ an. In den Kulturen konnte Mycobacterium chelonae nachgewiesen werden. Die Patienten wurden mit topischen Clarithromycin 1%, Tobramycin 1,4% und Ofloxacin 0,3% behandelt. Patienten, die auf diese Therapie nicht ansprachen, erhielten 2 x täglich 500mg Clarithromycin oral. 4 Augen heilten als Resultat der Behandlung, bei 7 Augen musste der Flap entfernt werden. Als Infektionsquelle vermuten die Autoren den Dampfreiniger für das Mikrokeratom. Kristalline Infiltrate oder weißliche runde Infiltrate ohne Entzündung der Zirkumferenz nach LASIK sind ein starkes Anzeichen für eine Mycobacterium-Infektion. Die Autoren unterstreichen die Wichtigkeit einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung sowie guten hygienischen Bedingungen des Laserzentrums.

Ausgabe Januar 2003

Exzerpt aus

García-Feijoó J, Jiménez Alfaro I, Cuiña-Sardiña R, et al.
Ultrasound Biomicroscopy Examination of Posterior Chamber Phakic Intraocular Lens Position, Ophthalmology 2003; 110:163-172.


zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Ultraschall-Biomikroskopie phaker Hinterkammer-Intraokularlinsen


In einer prospektiven, beobachtenden Fallserie mit 18 phaken Augen von 9 Patienten wurden in-vivo Untersuchungen der Position der Collamer Hinterkammerlinse mittels Ultraschall-Biomikroskopie durchgeführt. Der Abstand zur kristallinen Linse wurde dabei 3, 6 und 12 Monate postoperativ geprüft. Intraoperativ kam es zu keinerlei Komplikationen. Bei 13 Augen (72,22%) fand zu irgendeinem Zeitpunkt des Follow-up ein Kontakt zwischen der IOL und der natürlichen Linse statt, bei 3 Augen (16,6%) war dieser Kontakt zentral. Bei 2 Augen wurde eine Rotation der IOL beobachtet. Es konnten Veränderungen der IOL-Position in der Hinterkammer, insbesondere in der anteroposterioren Ebene, beobachtet werden, so dass die Kontaktfläche sowie deren Größe während des Beobachtungszeitraums variierten. Die Autoren regen Langzeit-Studien an, um einen möglichen Zusammenhang mit klinisch signifikanten Katarakten bzw. Pigmentdispersion bei dieser Patientengruppe zu untersuchen.

Ausgabe Januar 2003

Exzerpt aus

Boorstein SM, Henk HJ, Elner VM.
Atopy: A Patient-specific Risk Factor for Diffuse Lamellar Keratitis, Ophthalmology 2003; 110:131-137.


zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Atopie: Ein Patienten-spezifischer Risikofaktor für eine diffuse lamelläre Keratitis


In einer retrospektiven Studie wurden die Daten von 360 konsekutiven Patienten mit bilateraler primärer LASIK am selben Tag zur Korrektur einer bestehenden Myopie oder eines myopen Astigmatismus verglichen. Von allen Patienten lag ein präoperativ ausgefüllter Fragebogen vor, auf dem eine bestehende Atopie, Allergien sowie Allergie-Medikationen angegeben wurden. 266 der Patienten (73,9%) gaben keine Atopie an, bei 66 Patienten (18,3%) war eine unbehandelte Atopie, bei 28 Patienten (7,8%) eine medikamentös behandelte Atopie gegeben. Ziel der Studie war es, zu ermitteln, ob Atopie einen Risikofaktor für das Entstehen einer diffusen lamellären Keratitis nach LASIK darstellt. Die Ergebnisse wiesen Atopie als Risikofaktor für eine diffuse lamelläre Keratitis aus, wobei bei unbehandelter Atopie eine erheblich höheres Risiko bestand, jedoch zwischen Patienten mit systemisch behandelter Atopie und Patienten ohne Atopie kein signifikanter Unterschied gegeben war.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Gonvers M, Bornet C, Othenin-Girard P.
Implantable contact lens for moderate to high myopia, Relationship of vaulting to cataract formation,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:918-924.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Implantierbare Kontaktlinse bei mittlerer bis hoher Myopie, Zusammenhang zwischen Wölbung und Entstehen einer Katarakt


In 75 Augen mit mittlerer bis hoher Myopie wurde eine ICL, Typ V3 bzw. V4, implantiert. Nach einem Follow-up von 12 Monaten oder mehr (Mittel 21,8 Monate) wurden Katarakt-Häufigkeit und -Ursachen ausgewertet. Bei 20 Augen bzw. 27% wurde eine ICL-induzierte anteriore subkapsuläre Katarakt diagnostiziert, wobei die Häufigkeit mit Dauer des Follow-up zunahm und bei älteren Patienten größer war als bei jüngeren. Alle 20 Fälle waren unter den insgesamt 46 Augen mit einer zentralen Wölbung der Linse von 0,09mm oder weniger. Weiterhin ergab die Studie eine geringfügige Abnahme der Wölbung im postoperativen Verlauf. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden ICL-Typen bestanden nicht. Als Ursache für die hohe Katarakt-Häufigkeit in dieser Studie wird ein zentraler und/oder peripherer Kontakt der ICL mit der kristallinen Linse vermutet. Bei einer Wölbung von 0,15mm oder mehr entstand keine Katarakt und ein Kontakt zwischen ICL und natürlicher Linse wurde verhindert. Daher empfehlen die Autoren die Implantation von ICLs mit größerem Durchmesser, wobei jedoch im Follow-up auf einen Anstieg des IOD durch Abflachung der Vorderkammer geachtet werden sollte.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Nucci P, Serafino M, Hutchinson AK.
Photorefractive keratectomy for the treatment of purely refractive accommodative esotropia,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:889-894.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Photorefraktive Keratektomie in der Behandlung rein refraktiver akkommodativer Esotropie


Die Patientenunterlagen von 16 Augen 8 konsekutiver Patienten im Alter von 17 bis 38 Jahren mit milder bis mittlerer Hyperopie und rein refraktiver akkommodativer Esotropie wurden retrospektiv analysiert, um die Ergebnisse nach PRK bei jungen Erwachsenen nach einem Follow-up von 1 Jahr auszuwerten. In keinem der Fälle konnten intraoperative oder postoperative Komplikationen beobachtet werden. In allen Fällen war der unkorrigierte Visus 20/40 oder besser und es konnte Emmetropie ±0,37 Dpt. erzielt werden. PRK erwies sich bei dieser Patientengruppe als wirksame Methode. Wenn die Studienergebnisse auch vielversprechend sind, so führen die Autoren dennoch an, dass keine zuverlässige Voraussage der refraktiven Entwicklung bei Kindern mit akkommodativer Esotropie möglich ist, gute Ergebnisse mit konventionellem Methoden zusätzliche Risiken durch einen refraktiven Eingriff nicht rechtfertigen und noch immer diverse Fragen hinsichtlich refraktiver Eingriffe bei Kindern ungeklärt sind, so dass eine operative Korrektur mit PRK nur bei ausgewählten kindlichen Patienten durchgeführt werden sollte.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Primack JD, Azar DT.
Laser in situ keratomileusis and intrastromal corneal ring segments for high myopia, Three-step procedure,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:869-874.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Laser-in-situ-Keratomileusis und intrastromale Hornhaut-Ringsegmente bei hoher Myopie, 3 Stufen-Methode


Zur operativen Behandlung von Patienten mit hoher bis mittlerer Myopie und geringer Hornhautdicke kombinierten die Autoren LASIK mit der Implantation von Hornhautringen. In einem ersten Schritt werden die bogenförmigen Tunnel für die Ringsegmente idealer Weise in einer Tiefe von 2 Drittel der Hornhautdicke angelegt. Bei der folgenden Korrektur mit LASIK werden die Brücke superior plaziert und eine Unterkorrektur von 3,0 Dioptrien belassen. Zuletzt werden die Ringsegmente in die vorbereiteten Kanäle geschoben. Bisher wurden 2 Patienten mit dieser kombinierten Technik operiert. In beiden Fällen wurde ein hoher Astigmatismus gegen die Regel induziert, der bei Auswahl und Beratung der Patienten und Planung des Eingriffs berücksichtigt werden muss. Wirksamkeit, Stabilität und Sicherheit der kombinierten Technik bedürfen weiterer Studien.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Wang L, Wang N, Koch DD.
Evaluation of refractive error measurements of the WaveScan WaveFront system and the Tracey wavefront aberrometer,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:970-979.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Bewertung der Refraktionsmessungen mit dem WaveScan-WaveFront-System und dem Tracey-Wavefront-Aberrometer


Genauigkeit und Wiederholbarkeit von Refraktionsmessungen mit dem WaveScan-WavePrint-System und dem Tracey-Wavefront-Aberrometer an Augen vor und nach einem refraktiven Eingriff wurden im Vergleich mit der subjektiven manifesten Refraktion ermittelt. Dabei wurden sphärisches Äquivalent, Sphäre und Zylinder gemessen. Der Astigmatismus wurde mittels Vektoranalyse bestimmt. Sowohl das WaveScan-System als auch das Tracey-Aberrometer wiesen eine sehr hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Refraktionsmessungen sowohl in unoperierten als auch postoperativen Augen auf. Jedoch konnten mit dem Tracey-Aberrometer alle Augen prä- und postoperativ gemessen werden, wogegen beim Wavescan-System bei 14% der unoperierten Augen und 50% der post-LASIK Augen keine Messungen möglich waren. Die Reproduzierbarkeit der Messungen von Aberrationen höherer Ordnung soll in künftigen Studien analysiert werden. Die Autoren halten Studien dieser Art für alle Wavefront-Meßsysteme erforderlich, die in klinischen Studien eingesetzt werden.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Mackool RJ, Monsanto VR.
Sequential lift and suture technique for post-LASIK corneal striae,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:785-787.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Sequentielle Flaphebung und Nahtfixation bei Striae nach LASIK


Die Autoren beschreiben eine Technik zum Management persistierender Striae nach LASIK. Dabei wird zunächst zentrales Epithel in einem Bereich von 6,0mm sowie im Bereich der Brücke entfernt. Der Rand des Flap wird beginnend auf einer Seite der Brücke mit einem Flapheber zunächst über 120° gehoben und mit einer fortlaufenden Naht fixiert. Es folgen weitere 120° in gleicher Weise und schließlich der Rest bis zur anderen Seite der Brücke. Zuletzt wird die Spannung der Naht nach Notwendigkeit angepaßt. Zur Spülung der deepithelisierten Oberfläche und des Interface bevorzugen die Autoren 100%iges Wasser, da die Striae hiermit schneller eliminiert werden als bei Verwendung hypotonischer Salzlösungen. Durch die sequentielle Flaphebung wird bei dieser Technik keine Pinzette zur Fixation des Flap benötigt. Im Gegensatz zu einer unterbrochenen Naht besteht bei der fortlaufenden Naht kein Risiko eines induzierten Astigmatismus. Bei 10 Augen von 9 Patienten konnten die Striae vollständig eliminiert werden, und es kam zu einer Besserung der subjektiven Symptome sowie des best korrigierten Visus.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Anera RG, Jiménez JR, Jiménez del Barco L, et al.
Changes in corneal asphericity after laser in situ keratomileusis,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:762-768.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Veränderung der Hornhaut-Asphärizität nach Laser-in-situ-Keratomileusis


In dieser Studie wurden die Ursache für Veränderungen der Hornhautasphärizität (p-Faktor) nach LASIK sowie der Einfluss der postoperativen Asphärizität auf das Kontrastsehen unter photopischen Bedingungen bei 24 Augen analysiert. Die erwartete Zunahme des p-Faktors auf Basis der Munnerlyn-Formel lag bei 87,2%, doch das ermittelte Ergebnis war 12,8% höher. Eine mögliche Erklärung für diesen Unterschied sind Faktoren wie Dezentrierung, Wundheilung, optische Wirkung des Flap, biomechanische Effekte sowie technische Faktoren. Eine signifikante Verschlechterung des Kontrastsehens konnte bei Patienten mit einer Myopie von mehr als -4,0 Dioptrien bei mittleren und hohen Frequenzen unter photopischen Bedingungen beobachtet werden. Aufgrund der mit Höhe der Myopie steigenden Zunahme der postoperativen Hornhaut-Asphärizität und Verschlechterung des Kontrastsehens sind neue Abtragungs-Algorithmen sowie Untersuchungen der Variablen, die Einfluss auf die Vorhersagbarkeit haben, erforderlich.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Autrata R, Rehurek J.
Clinical results of excimer laser photorefractive keratectomy for high myopic anisometropia in children: Four-year follow-up,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:694-702.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Klinische Ergebnisse der photorefraktiven Keratektomie mit dem Excimer Laser zur Behandlung hoher myoper Anisometropie bei Kindern: 4 Jahre Follow-up


Bei 21 Kindern im Alter von 7 bis 15 Jahren und Kontaktlinsenunverträglichkeit wurde hohe myope Anisometropie mit Multizonen photorefraktiver Keratektomie korrigiert. Follow-up Untersuchungen wurden 1 und 3 Tage, 1 Woche sowie 1, 3, 6, 12, 18, 24, 36 und 48 Monate postoperativ durchgeführt. Die retrospektive Analyse zeigte in keinem Fall signifikante Komplikationen. Myopie und Anisometropie konnten signifikant reduziert werden. Der unkorrigierte Visus besserte sich erheblich, und es kam in keinem der Fälle zu einer Verschlechterung des best korrigierten Visus mit Brille. Auf Basis des 4jährigen Follow-up halten die Autoren PRK für eine sichere, effektive Methode mit guter Vorhersagbarkeit bei ausgewählten Kindern mit myoper Anisometropie, wenn eine konventionelle Behandlung nicht wirksam ist.

Ausgabe März 2003

Exzerpt aus

Hoffman RS, Fine IH, Packer M.
Incidence and outcomes of LASIK with diffuse lamellar keratitis treated with topical and oral corticosteroids,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:451-456.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Fälle diffuser lamellärer Keratitis nach LASIK und deren Behandlung mit topischen und oralen Kortikosteroiden


Eine retrospektive Analyse der letzten 1000 konsekutiven LASIK-Eingriffe wurde durchgeführt. Bei 4% der Augen (40 Augen) entwickelte sich eine diffuse lamelläre Keratitis, die bei 17% (7 Augen) Stadium 3 erreichte. 55% der Fälle (22 Augen) wurden mit oralen und topischen Steroiden behandelt. Bei Fällen mit Progression zu Stadium 3 oder einem dementsprechenden Risiko wurden hoch dosiertes Prednisolonacetat 1% und orales Prednison verabreicht. Die mittlere Abweichung von der Zielrefraktion betrug 0,14 ± 0,60 Dioptrien, der Follow-up im Mittel 5,2 Monate. In keinem der Fälle kam es zu einer Vernarbung der Hornhaut oder einer dauerhaften Verschlechterung des best korrigierten Visus. Bei keinem Auge war eine Spülung des Interface erforderlich, und es kam zu keiner Progression zu Stadium 4. Das Therapieschema zeigte sehr gute Ergebnisse, doch die Autoren halten es für sinnvoll, die Wirksamkeit in einer Studie mit mehr Patienten zu verifizieren.

Ausgabe März 2003

Exzerpt aus

Lackner B, Pieh S, Schmidinger G, et al.
Glare and halo phenomena after laser in situ keratomileusis,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:444-450.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Glare- und Halo-Phänomene nach Laser-in-situ-Keratomileusis


An 16 Augen von 10 Patienten wurden best korrigierter Visus und subjektiv beobachtete Glare und Halos unter mesopischen Bedingungen präoperativ sowie 1, 3 und 6 Monate nach LASIK gemessen. Mittels Infrarotpupillographie wurde sichergestellt, dass die Abtragungszone bei allen Patienten größer als die Pupillenweite unter mesopischen Bedingungen war. Die Studie zeigte, dass das Ergabnis nach LASIK nicht nur durch verbleibende optische Aberrationen sondern auch durch Streulicht im Heilungsprozess beeinflusst wurde, so dass Glare und Halos im postoperativen Verlauf kontinuierlich abnahmen. Glare und Halogröße waren 1 Monat postoperativ am stärksten ausgeprägt. 6 Monate postoperativ wurde noch das 1,74fache des präoperativen Werts ermittelt.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Bueeler M, Mrochen M, Seiler T.
Maximum permissible lateral decentration in aberration-sensing and wavefront-guided corneal ablation,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:257-263.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Maximal erlaubte laterale Dezentrierung bei Aberrationsmessung und Wavefront-geführter Hornhautabtragung


Anhand der gemessenen Wavefront-Aberrationsmuster von 130 normalen Augen wurden die Auswirkungen seitlich verschobener Abtragungen auf das optische Ergebnis simuliert, um die erforderliche Genauigkeit für das angestrebte optische Ergebnis zu ermitteln. Die Berechnungen wurden für Pupillenweiten von 3,0mm, 5,0mm und 7,0mm durchgeführt. Die Analyse ergab, dass bei 95% der normalen Augen bei einer Pupillenweite von 7,0mm die Diffraktionsgrenze bei einer maximalen seitlichen Verschiebung von 0,07mm oder weniger erreicht wurde, wogegen bei einer Pupillenweite von 3,0mm bereits eine Genauigkeit von 0,2mm ausreichte. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Zentrierung in der refraktiven Hornhautchirurgie mit dem Excimer Laser einen entscheidenden Faktor darstellt. Deshalb müssen Verfahren entwickelt werden, die sicherstellen, dass die Abtragung entsprechend dem jeweiligen optischen Fehler des betreffenden Auges innerhalb der Toleranz bleibt.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Hsu JKW, Johnston WT, Read RW, et al.
Histopathology of corneal melting associated with diclofenac use after refractive surgery,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:250-256.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Histopathologische Eigenschaften einer Hornhautausdünnung bei Diclofenac nach einem refraktiven Eingriff


Klinischer Verlauf und histopathologische Befunde von 3 Fällen mit Hornhautausdünnung nach Gabe von Diclofenac nach refraktiven Eingriffen werden beschrieben. Bei 2 Patienten wurde eine beidseitige LASIK durchgeführt, in deren Folge bei je einem Auge die beschriebenen Komplikationen auftraten, bei einem Patienten eine minimale radiale Keratektomie zur Korrektur einer Unterkorrektur durch LASIK. In allen 3 Fällen lagen dislozierte Flaps vor, und das Stroma war exponiert. In allen Fällen wurde Diclofenac verschiedener Hersteller mindestens 4 x täglich mindestens 3 Tage postoperativ verabreicht. Topische Steroide wurden nur von 2 Patienten verwendet. In den beiden Fällen mit fortgeschrittenen Stadium ergab die histologische Untersuchung eine entzündliche Reaktion, bei Flaps, die zu einem frühen Zeitpunkt entfernt wurden, Keratolyse und keine entzündlichen Zellen. Die Autoren raten zur Vorsicht beim Einsatz von Diclofenac nach LASIK, besonders bei Risikopatienten und Fällen mit disloziertem Flap.

Ausgabe Januar 2003

Exzerpt aus

Siganos DS, Popescu C, Bessis N, Papastergiou G.
Autorefractometry after laser in situ keratomileusis,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:133-137.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Autorefraktometrie nach Laser-in-situ-Keratomileusis


Ziel der Studie war ein Vergleich zwischen cycloplegischer subjektiver Refraktion und cycloplegischer Autorefrakometrie nach LASIK. Zu diesem Zweck wurden 73 Augen von 46 Patienten 1, 6 und 12 Monate nach LASIK zur Korrektur von Myopie oder myopem Astigmatismus untersucht. Als Kontrollen dienten die präoperativen Werte dieser Patienten. Präoperativ stimmten die Ergebnisse der automatisierten Refraktometrie und der subjektiven Refraktion überein. Dagegen erwies sich die automatisierte Refraktometrie zu allen Zeitpunkten postoperativ als weniger genau, wobei eine Tendenz zu einer negativeren Sphäre und höheren Zylinderwerten bestand. Präoperative Myopie und Astigmatismus und somit die Abtragungstiefe schienen keinen signifikanten Einfluß auf die geringere Genauigkeit der automatisierten Refraktometrie nach LASIK zu haben. Die einzigen zuverlässigen Werte lieferte diese Methode nach LASIK in der Achse. Die automatisierte Refraktometrie stellt eine nützliche Ergänzung der subjektiven Refraktion dar, doch Nachkorrekturen sollten sich immer auf die subjektive Refraktion stützen.