Neurologie

Exzerpte aus Ophthalmology

Ausgabe Januar 2005

Exzerpt aus

Kim JH, Hwang J-M.
Presence of the Abducens Nerve According to the Type of Duane´s Retraction Syndrom,
Ophthalmology 2005; 112:109-113.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

In einer beobachtenden Fallstudie mit 16 Patienten mit Duane-Syndrom Typ I, 2 Patienten mit Duane-Syndrom Typ II und 5 Patienten mit Duane-Syndrom Typ III wurde mittels Magnetresonanzdarstellung untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen einem Fehlen des N. abducens und dem Typ des Duane-Retraktionssyndroms besteht. Um die Genauigkeit der Messmethode zu bestätigen, dienten 60 Augen von 30 Gesunden als Kontrollgruppe. Die Untersuchung zeigte ein Fehlen des N. abducens in allen Fällen mit Duane-Syndrom Typ I und 2 von 3 Fällen mit Typ III, wogegen der N. abducens bei den 2 verbleibenden Fällen mit Duane-Syndrom Typ III, den beiden Fällen mit Duane-Syndrom Typ II sowie bei allen Kontrollaugen detektiert werden konnte. Wenn diese Studie auch zum besseren Verständnis der Pathogenese dieser Krankheit beitragen konnte, so halten die Autoren doch eine Folgestudie mit größerem Patientengut für nötig.

Ausgabe März 2003

Exzerpt aus

Maust HA, Foroozan R, Sergott RC, et al.
Use of Methotrexate in Sarcoid-associated Optic Neuropathy, Ophthalmology 2003; 110:559-563.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Therapie der Optikusneuropathie in Verbindung mit einem Sarkoid mit Methotrexat


Im Rahmen einer retrospektiven, nicht vergleichenden interventionellen Fallserie wird die Therapie mit Methotrexat bei 3 Patienten mit Optikusneuropathie und Sarkoidose beschrieben. Bei allen 3 Patienten führte die ursprüngliche Therapie mit Kortikosteroiden zu Nebenwirkungen. Durch orale Verabreichung von Methotrexat konnten die Kortikosteroid-Gaben reduziert werden. Die Methotrexat-Ausgangsdosis lag bei 2,5 bis 7,5mg pro Woche und wurde im weiteren Verlauf so eingestellt, dass die Leukozyten bei 3,5 X 103/µl oder mehr lagen. Der Visus verbesserte oder stabilisierte sich in allen Fällen, ebenso die Gesichtsfeldausfälle. Aufgrund einer Leukopenie musste bei einem Patienten die Methotrexat-Dosis verringert werden. Weitere Nebenwirkungen konnten nicht beobachtet werden. Nach den Erkenntnissen der Autoren kann Methotrexat in Fällen mit Optikusneuropathie und Sarkoidose eine wirksame Ergänzung der Kortikosteroid-Therapie bzw. eine Behandlungsalternative bei Patienten mit Kortikosteroid-Unverträglichkeit darstellen.