Katarakt

Exzerpte aus Ophthalmology und Journal of Cataract & Refractive Surgery

Ausgabe Juli 2003

Exzerpt aus

Grigorian R, Chang J, Zarbin M, Del Priore L.
   A New Technique for Suture Fixation of Posterior Chamber Intraocular Lenses that Eliminates Intraocular Knots,
   Ophthalmology 2003; 110:1349-1356.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Neue Technik der Nahtfixation von Hinterkammer-Intraokularlinsen ohne intraokuläre Knoten


Anhand einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 14 Augen aus 170 konsekutiven Augen mit hoher Ametropie werden Charakteristika, Lage und klinischer Verlauf einer Trübung der natürlichen Linse nach Implantation einer phaken Hinterkammer-Intraokularlinse beschrieben. Die Nachstarhäufigkeit des Patientenguts lag bei einem mittleren Follow-up von 12,5 Monaten bei 8%. In den meisten Fällen wurden die Trübungen in der frühen postoperativen Phase beobachtet und höchst wahrscheinlich durch ein operatives Trauma induziert. In allen Fällen waren anteriore subkapsuläre Trübungen gegeben, die bei 64% der Augen asymptomatisch waren, bei zwei Augen zusätzlich eine Kernsklerose, die den Visus signifikant beeinträchtigte und progressiver Natur war, wogegen die anterioren subkapsulären Trübungen durch eine langsame Progression gekennzeichnet waren.

Ausgabe April 2003

Exzerpt aus

Hiller R, Sperduto RD, Reed GF, et al.
Serum Lipids and Age-related Lens Opacities: A Longitudinal Investigation,
The Framingham Studies, Ophthalmology 2003; 110:578-583.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Zusammenhang zwischen Serumlipiden und altersabhängigen Trübungen der Linse: eine Langzeit-Untersuchung; Die Framingham Studien


In einer Fall-kontrollierten Studie im Rahmen einer Kohortenstudie wurde untersucht, ob Serumlipide bzw. Lipoproteinniveaus unabhängige Risikofaktoren für eine Kern-, Rinden- oder posteriore subkapsuläre Katarakt darstellen. Das Alter der Studienteilnehmer lag im Median bei 55 Jahren, 49% der Studienteilnehmer waren Männer. Im Gegensatz zu den weiblichen Studienteilnehmern konnte bei den männlichen ein signifikant erhöhtes Risiko für eine posteriore subkapsuläre Katarakt bei Hypertriglyzeridämie (³250mg/dl; P = 0,02) sowie ein erhöhtes Risiko mit grenzwertiger Signifikanz (P = 0,09) bei High-Density-Lipoprotein-Cholesterinwerten £35mg/dl beobachtet werden. Kein Zusammenhang bestand zwischen den Serumlipid- bzw. Lipoproteinwerten und dem Risiko einer Kern- oder Rindenkatarakt. Die Autoren führen an, dass unklar ist, in welcher Weise Serumtriglyzeride das Entstehen einer Katarakt beeinflussen könnten. Auch liegt keine Erklärung dafür vor, dass dieses erhöhte Risiko ausschließlich bei den männlichen Studienteilnehmern beobachtet werden konnte, so dass die Studienergebnisse mit Vorsicht zu deuten sind.

Ausgabe März 2003

Exzerpt aus

Hiller R, Sperduto RD, Reed GF, et al.
Serum Lipids and Age-related Lens Opacities: A Longitudinal Investigation,
The Framingham Studies, Ophthalmology 2003; 110:578-583.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Zusammenhang zwischen Serumlipiden und altersabhängigen Trübungen der Linse: eine Langzeit-Untersuchung; Die Framingham Studien


In einer Fall-kontrollierten Studie im Rahmen einer Kohortenstudie wurde untersucht, ob Serumlipide bzw. Lipoproteinniveaus unabhängige Risikofaktoren für eine Kern-, Rinden- oder posteriore subkapsuläre Katarakt darstellen. Das Alter der Studienteilnehmer lag im Median bei 55 Jahren, 49% der Studienteilnehmer waren Männer. Im Gegensatz zu den weiblichen Studienteilnehmern konnte bei den männlichen ein signifikant erhöhtes Risiko für eine posteriore subkapsuläre Katarakt bei Hypertriglyzeridämie (³250mg/dl; P = 0,02) sowie ein erhöhtes Risiko mit grenzwertiger Signifikanz (P = 0,09) bei High-Density-Lipoprotein-Cholesterinwerten £35mg/dl beobachtet werden. Kein Zusammenhang bestand zwischen den Serumlipid- bzw. Lipoproteinwerten und dem Risiko einer Kern- oder Rindenkatarakt. Die Autoren führen an, dass unklar ist, in welcher Weise Serumtriglyzeride das Entstehen einer Katarakt beeinflussen könnten. Auch liegt keine Erklärung dafür vor, dass dieses erhöhte Risiko ausschließlich bei den männlichen Studienteilnehmern beobachtet werden konnte, so dass die Studienergebnisse mit Vorsicht zu deuten sind.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Tsanaktsidis G, Agarwal SA, Maloof AJ, et al.
Postoperative Morganella morganii endophthalmitis associated with subclinical urinary tract infection, J Cataract Refract Surg 2003; 29:1011-1013.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Postoperative Morganella morganii-Endophthalmitis in Verbindung mit einer subklinischen Harnwegsinfektion


Bei einer 84jährigen Kataraktpatientin wurde 2 Tage nach Phakoemulsifikation und Hinterkammer-IOL-Implantation über einen rein kornealem Zugang eine akute Endophthalmitis diagnostiziert. 2 Tage nach der ursprünglichen Biopsie wurde im Glaskörper Marganella morganii identifiziert. Postoperativ wurde bei der Patientin eine asymptomatische chronische Harnwegsinfektion diagnostiziert, die einen Risikofaktor für eine postoperative Endophthalmitis darstellen kann. Zur Vermeidung einer potentiellen exogenen oder endogenen Kontamination empfehlen die Autoren bei älteren Patienten mit Harnwegssymptomen oder leichtem Fieber einen Urintest mit Teststreifen, um so eine subklinische Harnwegsinfektion ausschließen zu können, die eine durch gramnegative Bakterien verursachte Endophthalmitis hervorrufen kann.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Hoffer KJ.
Ultrasound axial length measurement in biphakic eyes,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:961-965.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Ultraschallmessung der Achsenlänge in biphaken Augen


Ziel des Autors war es, Berechnungen zu ermitteln, mit deren Hilfe der Fehler bei Ultraschallmessungen eines phaken Auges nach phaker Intraokularlinsen-Implantation korrigiert werden kann, um so im Falle einer Kataraktoperation eine genauere Berechnung der Dioptriestärke der IOL zu ermöglichen. Das Ergebnis war die Gleichung "korrigierte Achsenlänge = Achsenlänge (gemessen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 1555 Metern pro Sekunde) + X x T", wobei T für die Mittendicke der phaken IOL und X für das Linsenmaterial steht. Dabei ist bei PMMA-IOLs +0,42 (0,41-0,42), bei Silikon-IOLs -0,59 (0,56-0,59), bei Collamer Linsen +0,11 (0,10-0,12) und bei Acryl-IOLs +0,23 (0,23-0,24) einzusetzen. Auf diese Weise kann durch eine mathematische Korrektur die tatsächliche Achsenlänge des biphaken Auges mit Ultraschall bestimmt werden, wenn Dioptriestärke und Mittendicke sowie das Material der phaken Linse bekannt sind.

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Schwenn O, Binder H.
Sutureless ciliary sulcus supported intraocular lens with transiridal anchoring haptics,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:875-878.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Nahtlose Sulcus-gestützte Intraokularlinse mit durch die Iris geführter Haptikverankerung


Die Autoren stellen die Binder IOL und deren Implantationstechnik vor. Die Linse ist eine einteilige PMMA-Hinterkammerlinse mit 6,0mm Optik und 13,4mm Gesamtdurchmesser und ermöglicht eine nahtlose Implantation in den Sulcus ciliaris. Die beiden Schlaufen sind so geformt, dass sie über einen weiten Bereich im Sulcus zu liegen kommen. Am Ende jeder Schlaufe befindet sich ein kleiner Anker, der jeweils durch eine von zwei präoperativ angelegten peripheren Iridotomien (nicht größer als 0,5mm) bei 3 und 9 Uhr geführt wird und die Position der IOL zusätzlich fixiert. Bisher wurde die IOL in 3 aphake Augen von 2 Patienten implantiert. In einem Fall wurde die Linse aufgrund einer Luxation bei 3 Uhr 6 Monate postoperativ explantiert. Bei der Patientin mit bilateraler Implantation wurden kleinere präoperative Laser-Iridotomien durchgeführt und der Follow-up 1 Jahr postoperativ zeigte keinerlei Dislozierung bei einem Visus von 20/20 beidseitig sowie klarer Hornhaut, unverändertem Endothel und normalem Fundus. Die Autoren führen an, dass im Vergleich mit Nahtfixation ihre Technik leichter und atraumatischer ist und eine genauere Positionierung der IOL ermöglicht. Künftige Verbesserungen von Design, Implantationstechnik und Instrumentation sowie Modifikationen wie faltbare oder torische Varianten sind möglich.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Effect of the optic size of a single-piece acrylic intraocular lens on posterior capsule opacification,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:348-353.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Einfluß des Optikdurchmessers einer einteiligen Acryl-Intraokularlinse auf die hintere Kapseltrübung


Bei 5 Kaninchen wurden je eine AcrySof® IOL mit 5,5mm Optik in ein Auge und eine speziell hergestellte AcrySof IOL mit 7,0mm Optik in das kontralaterale Auge implantiert, um den Einfluß des Optikdurchmessers einer Intraokularlinse mit scharfer Optikkante auf die hintere Kapseltrübung zu untersuchen. 3 Wochen postoperativ wurden histopathologische Untersuchungen durchgeführt. Die Rückansicht zeigte bei 4 der 5 Kaninchen eine geringere hintere Trübung bei der 5,5mm Optik, und die histopathologischen Schnitte konnten zeigen, dass bei 3 Augen mit 5,5mm Optik eine Adhäsion der vorderen und hinteren Kapsel zwischen Haptik und Optik sowie eine starke "Verklebung", ein sogenanntes "Capsular Bend", zwischen der Kapsel und dem hinteren Optikrand bestand, ohne die es zu starker Nachstarbildung kam. Eine entscheidende Voraussetzung für eine stabile "Verklebung" der hinteren Kapsel mit der scharfen Optikkante ist die Adhäsion zwischen vorderer und hinterer Kapsel. Sowohl eine große Optik als auch dicke Haptiken können diese "Verklebung" verhindern, so dass keine Barriere gegen die Migration von Linsenepithelzellen gebildet wird.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Jacob S, Agarwal A, Agarwal A, et al.
Efficacy of a capsular tension ring for phacoemulsification in eyes with zonular dialysis,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:315-321.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Wirksamkeit eines Kapselspannrings bei der Phakoemulsifikation in Augen mit Zonuladialyse


In einer prospektiven Studie mit 21 Augen von 19 Patienten mit einer Zonuladialyse über weniger als ca. 150° wurden Sicherheit und Wirksamkeit eines Kapselspannrings bei Phakoemulsifikation und Hinterkammerlinsen-Implantation untersucht. Der Follow-up betrug im Mittel 242,33 Tage. Die Kapsel kollabierte in keinem der Fälle. Zu einer intraoperativen Vergrößerung der Zonuladialyse kam es in 2 Fällen, und bei einer traumatischen Katarakt konnte die IOL nicht in den Kapselsack implantiert werden. Postoperativ konnten ein minimales Hornhautödem bei 2 Augen, eine milde Iritis bei 5 Auge sowie ein erhöhter Augeninnendruck, der medikamentös gesenkt werden konnte, in 3 Fällen mit präoperativer Diplopie beobachtet werden. Die Erfolgsrate betrug 90,47%, und 6 Monate postoperativ war die IOL in allen Augen gut zentriert. Die Autoren gehen davon aus, dass der etwas schlechtere postoperative Visus im Vergleich mit Standardergebnissen nach Kataraktoperationen durch die okuläre Komorbidität der Augen bedingt war.

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Takeshita T, Yamada K, Tanihara H.
Single-action implantation of a 3-piece acrylic intraocular lens with an injector,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:246-249.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Implantation einer dreiteiligen Acryl-Intraokularlinse mit einem Injektor in einem einzigen Schritt


Eine Methode wird vorgestellt, um die AcrySof®; MA30BA IOL mit dem Monarch II Injektor in einem einzigen Schritt zu implantieren. Die Implantation erfolgt durch eine temporale rein korneale oder korneosklerale 3,00 - 3,75mm Inzision auf einer Ebene. Die Autoren beschreiben ihre Technik als einfach und erfolgreich, wobei kleinere Inzisionen zur Undichte neigten, so dass eine Inzisionsbreite von 3,50mm empfohlen wird. Da bei dieser Technik sowohl vertikale Bewegungen als auch Drehungen des Injektors innerhalb des Auges erforderlich sind, muss genügend Viskoelastikum verwendet werden, um eine Beschädigung der IOL zu vermeiden und die Inzision zu schützen. Die Technik wurde erfolgreich an 134 Augen durchgeführt. Komplikationen waren Knickung der Optik und Beschädigung der Haptik bei je 3% sowie eine undichte Inzision bei 13% der Augen.