Sie befinden sich hier:>Infos für Ärzte>ARCHIV - Kurzfassungen und Berichte>Vitreoretinale Chirugie>Ophthalmology Oktober 2002>Rezidivierende Netzhautablösung mehr als 1 Jahr nach Wiederanlegung

Rezidivierende Netzhautablösung mehr als 1 Jahr nach Wiederanlegung

Ausgabe Oktober 2002

Exzerpt aus

Foster RE, Meyers SM,
Recurrent Retinal Detachment More than 1 Year after Reattachment,
Ophthalmology 2002; 109:1821-1827.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Rezidivierende Netzhautablösung mehr als 1 Jahr nach Wiederanlegung


In einer retrospektiven, konsekutiven, nicht vergleichenden Fallserie wurde an 10 Augen von 9 Patienten das seltene Problem einer rezidivierenden Netzhautablösung 1 oder mehr Jahre nach vollständig wiederangelegter Netzhaut untersucht und in Beziehung zur modernen Klassifizierung der proliferativen Vitreoretinopathie gestellt. Bei den vorgestellten Fällen kam es 12 bis 126 Monate (durchschnittlich 46,8 Monate) nach dem ersten Eingriff erneut zu einer Netzhautablösung. Bei 5 Augen lagen neue Netzhautrisse vor, bei 3 Augen öffneten sich alte Risse wieder, bei 2 Augen traf beides zu. Eine proliferative Vitreoretinopathie mit Grad C lag in 8 Augen vor. In 8 Augen von 7 Patienten wurde die Netzhaut nach vitreoretinaler Chirurgie wiederangelegt, 2 Patienten (2 Augen) lehnten eine erneute Operation ob. Bei 7 der 8 nochmals operierten Augen konnte der Visus verbessert werden. In den Fällen später rezidivierender Netzhautablösung scheint Glaskörperzug eine wichtige Rolle zu spielen. Die beobachtete proliferative Vitreoretinopathie stellt wahrscheinlich in den meisten Fällen eine Begleiterscheinung und nicht die Ursache dar. 

Infos für Ärzte