Redaktioneller Gastbeitrag: Rolle der Kortikosteroide und Katecholamine in der Pathogenese zentraler seröser Chorioretinopathie: Gründe für neue Behandlungsstrategien
Ausgabe Oktober 2002
Exzerpt aus
Jampol LM, Weinreb R, Yannuzzi L.
Guest Editorial: Involvement of Corticosteroids and Catecholamines in the Pathogenesis of Central Serous Chorioretinopathy: A Rationale for New Treatment Strategies, Ophthalmology 2002; 109:1765-1766.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Redaktioneller Gastbeitrag: Rolle der Kortikosteroide und Katecholamine in der Pathogenese zentraler seröser Chorioretinopathie: Gründe für neue Behandlungsstrategien
Die Rolle, die Kortikosteroide und Katecholamine in der Pathogenese der zentralen serösen Chorioretinopathie (CSC) spielen, ist unklar. Vieles deutet darauf hin, dass Kortikosteroide, insbesondere Glukokortikosteroide, die Krankheit begünstigen. Eine vergleichende Fallstudie mit 50 Patienten mit akuter CSC und 50 Kontrollen ergab eine exogene Kortikosteroidadministration innerhalb eines Monats bei 52% der Erkrankten verglichen mit 18% in der Kontrollgruppe. Weiterhin gelten Katecholamine als Risikofaktoren. Eine Hypothese der Autoren besagt, dass Kortikosteroid-Antagonisten in der Behandlung oder Prävention von CSC hilfreich sein könnten, eine Studie mit RU486 war jedoch aufgrund der hohen Kosten sowie aus politischen Gründen in den USA nicht möglich. Hinzu kommt der Anti-Progesteron-Effekt, wobei es nach Aussage der Autoren aufgrund der Ähnlichkeiten der Rezeptorzellen schwierig sein dürfte, einen reinen Glukokortikosteroid-Antagonisten herzustellen. Derzeit wird in einer Studie von KB Freund die Wirkung von Ketoconazol auf CSC untersucht.

