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Behandlung von Netzhaut-Kapillarhämangiomen

Ausgabe Oktober 2002

Exzerpt aus

Singh AD, Nouri M, Shields CL, et al.
Treatment of Retinal Capillary Hemangioma,
Ophthalmology 2002; 109:1799-1806.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Behandlung von Netzhaut-Kapillarhämangiomen


Anhand einer retrospektiven, konsekutiven, nicht vergleichenden Fallserie mit 86 Augen von 68 Patienten werden die Behandlungsmethoden sowie der erzielte Visus bei Augen mit Netzhautkapillarhämangiomen dargestellt. Bei 31 Augen wurde das Hippel-Lindau-Syndrom diagnostiziert, in den 86 Augen lagen insgesamt 176 Netzhaut-Kapillarhämangiome vor. In 28% der Fälle mit Hippel-Landau-Syndrom war die Erkrankung auch in der Familie des Patienten zu finden, so dass eine mögliche genetische Prädisposition berücksichtigt werden sollte. Anhand der gewonnenen Daten erscheint Beobachtung als geeignete Initialtherapie bei juxtapalillären Kapillerhämangiomen und sollte daher in Betracht gezogen werden. Die Laser-Photokoagulation zeigte 100% Wirksamkeit bei Hämangiomen unter 1,5mm, die Kryotherapie 72% bei extrapapillären Hämangiomen. Wichtig sind nach Aussage der Autoren Diagnose und Behandlung von Netzhaut-Kapillarhämangiomen vor dem Eintreten einer schweren Sehschädigung. 

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