Bestimmung von Drusen im Partnerauge japanischer Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration durch Scanning Laser-Ophthalmoskopie
Ausgabe November 2002
Exzerpt aus
Ishiko S, Akiba J, Horikawa Y, Yoshida A.
Detection of Drusen in the Fellow Eye of Japanese Patients with Age-related Macular Degeneration Using Scanning Laser Ophthalmoscopy,
Ophthalmology 2002; 109:2165-2169.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
In einer retrospektiven Querschnittsstudie mit 17 Augen von 17 Patienten wurde das Vorliegen von Drusen im Partnerauge japanischer Patienten mit einseitiger altersabhängiger Makuladegeneration untersucht. Während photographische Aufnahmen in 10 Fällen (58,8%) Drusen im Partnerauge zeigten, ergab die Scanning Laser-Ophthalmoskopie in 15 Fällen (88,2%) Drusen im Partnerauge, was für eine höhere Genauigkeit der Ophthalmoskopie spricht. Die Ergebnisse waren höher als bisher vermutet. Die Autoren räumen jedoch ein, dass es sich bei mit Scanning Laser-Ophthalmoskopie ermittelten Drusen auch teilweise um subklinische Drusen oder andere Ablagerungen handeln könnte. Trotz der sensibleren Untersuchungsmethode ist das Vorkommen von Drusen in dem japanischen Patientengut niedriger als das eines vergleichbaren weißen Patientenguts, so dass in dieser Hinsicht von einem Unterschied zwischen Weißen und Asiaten ausgegangen werden kann, wenn auch die niedrige Fallzahl keine eindeutigen Schlußfolgerungen zuläßt.

