Sie befinden sich hier:>Infos für Ärzte>ARCHIV - Kurzfassungen und Berichte>Vitreoretinale Chirugie>Ophthalmology März 2004>Partneraugen von Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung

Partneraugen von Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung

Ausgabe März 2004

Exzerpt aus

Gonzales CR, Gupta A, Schwartz SD, Kreiger AE.
The Fellow Eye of Patients with Rhegmatogenous Retinal Detachment,
Ophthalmology 2004; 111:518-521.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Anhand einer retrospektiven, beobachtenden Fallserie mit 248 Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung, jedoch ohne proliferative Vitreoretinopathie, wurde die Häufigkeit einer visusbedrohenden Symptomatik des Partnerauges zum Zeitpunkt der Anamnese sowie während des Follow-up von 5,2 Jahren im Mittel untersucht. Bei über 60% (157 Augen) der Partneraugen wurden während des Follow-up visusbedrohende Diagnosen gestellt, die bei 62% bzw. 97 Fällen rhegmatogener Natur waren. Es handelte sich dabei sowohl um präexistierende als auch neue Befunde. Weitere Diagnosen umfassten Netzhautablösung bei 23%, Netzhautrisse bei 12% und Gitterdegeneration bei 11% der Partneraugen sowie eine rezidivierende Netzhautablösung im Partnerauge eines Patienten. Diese Ergebnisse zeigen, dass in Fällen unilateraler rhegmatogener Netzhautablösung ein erhebliches Risiko für das kontralaterale Auge besteht.

Infos für Ärzte