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Heparin-induzierte Antiheparin-Antikörper in Zusammenhang mit Thrombosen der Netzhautvenen

Ausgabe März 2003

Abstract aus

Nguyen QD, Do DV, Feke GT, et al.
Heparin-induced Antiheparin-platelet Antibody Associated with Retinal Venous Thrombosis, Ophthalmology 2003; 110:600-603.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Heparin-induzierte Antiheparin-Antikörper in Zusammenhang mit Thrombosen der Netzhautvenen


In diesem Artikel wird der Fall einer 33jährigen weißen Patientin beschrieben, bei der nach Heparin-induzierter Bildung von Antiheparin-Antikörpern Thrombosen der Netzhautvenen entstanden. Bei der Patientin lag keine Geschichte von Thrombosen vor. Als prophylaktische Antikoagulationstherapie erhielt sie einen Tag nach ihrer Entbindung Dalteparin 5000 U 2 x täglich subkutan. Nach einem Monat bildete sich ein nasales Skotom im linken Auge, der best korrigierte Visus betrug 20/20 rechts und 20/25 links, der IOD lag in beiden Augen bei 10mmHg. Eine Thrombose und ein reduzierter Blutfluss der Netzhautvenen des linken Auges sowie Heparin-induzierte Antiheparin-Antikörper im Serum wurden diagnostiziert. Das Therapieschema bestand anfangs in 81mg Aspirin täglich und Dalteparin 6500 U 2 x täglich, gefolgt von Lepirudin i.v. und oralem Wafarin nach der Entlassung der Patientin nach 10 Tagen stationär. Bei einer Kontrolluntersuchung nach 7 Monaten war der Visus stabil bei 20/20 in beiden Augen und es lagen keine Symptome mehr vor. Es handelt sich hier um den ersten dokumentierten Fall einer okulären Thrombose durch Heparin-induzierte Antiheparin-Antikörper sowie eine weitere potentielle Nebenwirkung von Heparin. 

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