Risikofaktoren für hypotone Makulopathie
Ausgabe Juni 2003
Exzerpt aus
Fannin LA, Schiffman JC, Budenz DL.
Risk Factors for Hypotony Maculopathy,
Ophthalmology 2003; 110:1185-1191.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
In einer retrospektiven, Fall-kontrollierten Studie mit 228 Augen von 228 Patienten wurden die Risikofaktoren für eine hypotone Makulopathie bestimmt. Hypotonie wurde dabei als IOD von 5mmHg oder weniger definiert. Bei 81 Augen lag eine hypotone Makulopathie vor, bei 147 Kontrollaugen Hypotonie ohne Makulopathie. Als signifikante Risikofaktoren wurden ein Patientenalter unter 60 Jahren sowie Myopie identifiziert. Ebenso lag bei signifikant mehr männlichen als weiblichen Patienten eine hypotone Makulopathie vor. Bei Patienten mit Diabetes oder Aderhauteffusion bestand dagegen ein geringeres Risiko. Die 3 identifizierten Risikofaktoren unterstützen die Theorie, dass eine geringe Sklerarigidität eine wichtige Rolle in der Pathogenese der hypotonen Makulopathie spielt. Die Autoren empfehlen, diese Erkenntnisse in der Beratung von Patienten mit diesen Risikofaktoren vor einer geplanten filtrierenden Glaukomoperation zu berücksichtigen.

