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Diagnostische Ausbeute der Vitrektomie bei Augen mit Verdacht auf Infektion oder Malignität des Hinterabschnitts

Ausgabe Juni 2002

Exzerpt aus

Mruthyunjaya P, Jumper M, McCallum R, et al.
Diagnostic Yield of Vitrectomy in Eyes with Suspected Posterior Segment Infection or Malignancy,
Ophthalmology 2002; 109:1123-1129.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

 
Diagnostische Ausbeute der Vitrektomie bei Augen mit Verdacht auf Infektion oder Malignität des Hinterabschnitts 


In einer nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie an 90 Augen von 87 Patienten wurde der im Rahmen einer Pars Plana Vitrektomie aus diagnostischen Gründen bei Verdacht auf Entzündung oder Malignität des hinteren Abschnitts entnommene Glaskörper analysiert, wenn klinische Untersuchungen oder systemische Laboruntersuchungen nicht zu einer Diagnose führten. Die durchgeführten Untersuchungen waren Zytopathologie in 83%, mikrobiologische Kulturen und Sensibilität in 43%, Polymerase-Kettenreaktion in 35% und intraokulare Antikörperniveaus auf Toxocara canis in 14% der Fälle. Insgesamt ergab die gezielte Glaskörperanalyse spezifische äthiologische Ergebnisse in 39% der Fälle, wobei Antikörpertests und Polymerase-Kettenreaktion am meisten zu einer Diagnose beitrugen. In den Fällen mit Entzündung erwies sich die Methode als wertvoller für die Diagnose als bei Patienten mit Verdacht auf Malignität. In Fällen, in denen keine Diagnose mit weniger invasiven Methoden gestellt werden kann, bietet die gezielte Glaskörperanalyse eine wertvolle Ergänzung, die in vielen Fällen eine bessere Therapie ermöglicht. 

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