Zusammenhang von durch intravitreales Triamcinolon induziertem erhöhtem Augeninnendruck und der Entwicklung einer posterioren subkapsulären Katarakt
Ausgabe Januar 2005
Exzerpt aus
Gillies MC, Kuzniarz M, Craig J, et al.
Intravitreal Triamcinolone-Induced Elevated Intraocular Pressure Is Associated with the Development of Posterior Subcapsular Cataract,
Ophthalmology 2005; 112:139-143.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Die Langzeitdaten einer randomisierten, doppelt maskierten, Plazebo-kontrollierten Studie zur Therapie altersabhängiger Makuladegeneration mit intravitrealem Triamcinolon wurden ausgewertet, um den Zusammenhang zwischen einem erhöhten Augeninnendruck und der beschleunigten Entwicklung einer Katarakt bei intravitrealer Verabreichung von Triamcinolon zu untersuchen. Die Studiengruppe umfasste 57, die Kontrollgruppe 54 phake Augen. Die Ergebnisse zeigten eine signifikant höhere Progression posteriorer subkapsulärer Katarakte um 2 Grad oder mehr bei Patienten der Studiengruppe mit Anstieg des Augeninnendrucks infolge der Steroidbehandlung, wogegen in der Plazebogruppe oder bei den kontralateralen Augen kein signifikanter Anstieg beobachtet werden konnte. Die Autoren vermuten anhand dieser Ergebnisse, dass ein ähnlicher Mechanismus für die Entwicklung einer steroidinduzierten posterioren subkapsulären Katarakt und eine Erhöhung des Augeninnendrucks verantwortlich sein könnte.

