Rhegmatogene Netzhautablösung bei Uveitis-Patienten
Ausgabe Februar 2003
Exzerpt aus
Kerkhoff FT, Lamberts QJ, van den Biesen PR, Rothova A.
Rhegmatogenous Retinal Detachment and Uveitis, Ophthalmology 2003; 110:427-431.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Rhegmatogene Netzhautablösung bei Uveitis-Patienten
In einer retrospektiven Analyse der klinischen Daten von 1387 konsekutiven Uveitis-Patienten mit 46 Augen von 43 Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung wurden Häufigkeit, Risikofaktoren und Visusprognosen untersucht. Als Kontrollen dienten 221 Augen von 212 konsekutiven Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung ohne vorliegende Uveitis sowie 210 Augen von 150 Uveitis-Patienten in einem vergleichbaren Alter. Bei insgesamt 3,1% der Uveitis-Patienten lag eine rhegmatogene Netzhautablösung vor, wobei bei 6,6% eine Panuveitis gegeben war und eine infektiöse Uveitits mit 7,6% häufiger war als eine nicht infektiöse (2,1%). Nach Auftreten der rhegmatogenen Netzhautablösung war bei 46% der betroffenen Augen eine aktive Uveitis zu beobachten. Eine proliferative Vitreoretinopathie war mit 30% der Augen mit Uveitis und rhegmatogener Netzhautablösung häufiger als bei den Kontrollaugen mit nur 12%. Aufgrund der Uveitis und dem häufigen Auftreten einer proliferativen Vitreoretinopathie war die Visusprognose schlecht. Die Studie konnte einen Zusammenhang zwischen Uveitis und rhegmatogener Netzhautablösung aufzeigen. Aufgrund des hohen Risikos einer proliferativen Vitreoretinopathie halten die Autoren bei Netzhautoperationen dieser Patientengruppe eine starke Immunsuppression für sinnvoll.

