Sie befinden sich hier:>Infos für Ärzte>ARCHIV - Kurzfassungen und Berichte>Vitreoretinale Chirugie>Ophthalmology Februar 2003>Photorezeptor-Transplantation bei Retinopathia pigmentosa, Kurzzeit-Follow-up

Photorezeptor-Transplantation bei Retinopathia pigmentosa, Kurzzeit-Follow-up

Ausgabe Februar 2003

Exzerpt aus

Berger AS, Tezel TH, Del Priore LV, Kaplan HJ.
Photoreceptor Transplantation in Retinitis Pigmentosa,
Short-term Follow-up, Ophthalmology 2003; 110:383-391.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Photorezeptor-Transplantation bei Retinopathia pigmentosa, Kurzzeit-Follow-up


In einer prospektiven, nicht vergleichenden Fallserie erhielten 8 Patienten mit fortgeschrittener Retinopathia pigmentosa Photorezeptorzellgewebe, das mit dem Excimer Laser von Leichenaugen Erwachsener gewonnen worden war. Postoperativ fand keine Immunsuppression statt. Der Follow-up betrug 12 Monate. Weder beim best korrigierten Visus, noch beim Median der Lesegeschwindigkeit, dem Kontrastsehen oder den Gesichtsfeldern konnten statistisch signifikante postoperative Verbesserungen beobachtet werden. Die Amplitude und Latenz des Makuloskop-Elektroretinogramms sowie die log-Schwelle der Dunkeladaptation im Vergleich zum Kontrollauge sowie im prä- und postoperativen Vergleich blieben unverändert. Als einzige Nebenwirkung war eine monokuläre Diplopie bei einem Patienten zu beobachten. Die Photorezeptor-Transplantation konnte weder das zentrale Sehen wiederherstellen noch den Visusverlust verzögern. Die Autoren führen jedoch an, dass eine mögliche Verzögerung der Netzhautdegeneration erst nach mehreren Jahren festgestellt werden kann.

Infos für Ärzte