Endokrine Abnormitäten bei Patienten mit zentraler seröser Chorioretinopathie
Ausgabe April 2003
Exzerpt aus
Haimovici R, Rumelt S, Melby J.
Endocrine Abnormalities in Patients with Central Serous Chorioretinopathy,
Ophthalmology 2003; 110:698-703.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
In einer beobachtenden Fallserie wurden endokrine und metabolische Abnormitäten bei 24 Patienten mit zentraler seröser Chorioretinopathie ermittelt und untersucht. Zu diesem Zweck wurden Katecholamine, Glukokortikoide und Mineralokortikoide in Serum und Urin, Serum-Testosteron sowie die TSH-Funktion prospektiv bestimmt. Bei 50% der Patienten mit akuter zentraler seröser Choriretinopathie wurden erhöhte Kortikosteroidspiegel im 24h-Urin festgestellt, was einen Einfluss auf die Pathogenese dieser Krankheit haben kann. 29,1% wiesen niedrige Serum-Aldosteron-Spiegel auf. Bei weiteren 29,1% zeigte sich ein erhöhter Morgenplasma-Ketecholaminspiegel bei normalem Metanephrinspiegel im 24h-Urin. Mit Ausnahme eines Patienten waren Serum-Testosteron und TSH-Spiegel normal. Die Autoren schliessen aus den Sudienergebnissen, dass eine endogene Kortikosteroid-Störung eine wichtige Rolle in der Pathogenese der zentralen serösen Retinopathie spielen kann und offensichtliche Störungen des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems weiter untersucht werden sollten.

