Glaskörper-Visualisierung mit Kenalog-Suspension
Ausgabe April 2003
Exzerpt aus
Burk SE, Da Mata AP, Snyder ME, et al.
Visualizing vitreous using Kenalog suspension,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:645-651.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Glaskörper-Visualisierung mit Kenalog-Suspension
Die Autoren beschreiben, wie mit Hilfe von Kenalog Glaskörper im vorderen Augenabschnitt sichtbar gemacht werden kann. Zu diesem Zweck wird Kenalog aus der Trägerlösung gefiltert, mit BSS gespült, um Reste des Konservierungsmittels zu entfernen, und schließlich mit BSS als neuer Trägerlösung auf eine sterile Spritze gezogen. Die Technik wurde an 6 menschlichen Leichenaugen mit induziertem Glaskörpervorfall in die Vorderkammer erprobt. Bei Injektion der Suspension in die Vorderkammer lagerten sich Kenalog-Partikel am Glaskörper an, wodurch dieser dieser sichtbar wurde. Auf diese Weise ist es möglich, zuverlässig alle Glaskörperrückstände aus der Vorderkammer zu entfernen. Eine "Hydratation" des Glaskörpers konnte nicht beobachtet werden. Dagegen kam es bei direkter Injektion der Suspension in die Glaskörpersubstanz zu einer Volumenvergrößerung durch Abkapselung der injizierten Flüssigkeit. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass im geschlossenen System auch bei erhöhtem posterioren Druck kein weiterer Glaskörper in die Vorderkammer austritt, wogegen selbst eine kleine Wunde nahe des dislozierten Glaskörpers weiteren Glaskörperverlust verursachte. Als günstiger für die Vitrektomie erwies sich der Zugang über die Pars plana. Die Technik wurde bisher in 3 klinischen Fällen erfolgreich und ohne Komplikationen durchgeführt.

