Plaque-Radiotherapie bei großen posterioren uvealen Melanomen (³8mm Dicke) bei 354 konsekutiven Patienten
Ausgabe Oktober 2002
Abstract aus
Shields CL, Naseripour M, Cater J, et al.
Plaque Radiotherapy for Large Posterior Uveal Melanomas (³8-mm thick) in 354 Consecutive Patients, Ophthalmology 2002; 109:1838-1849.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Plaque-Radiotherapie bei großen posterioren uvealen Melanomen (³8mm Dicke) bei 354 konsekutiven Patienten
In einer prospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 354 Patienten mit einem posterioren uvealen Melanom von 8mm Dicke oder mehr wurden Wirksamkeit und Komplikationen der Plaque-Radiotherapie untersucht. Bei 87% der behandelten Patienten, bei denen ohne Behandlung mit Plaque-Radiotherapie eine Enukleationen erforderlich gewesen wäre, war nach 10 Jahren noch ein wirksames Tumormanagement gegeben. 10 Jahre postoperativ musste bei 34% aller operierten Augen eine Enukleation durchgeführt werden, Metastasen entstanden bei 55% der Patienten. Die Größe des Melanoms und durch die Bestrahlung hervorgerufene Komplikationen führten bei den meisten Patienten zu einem schlechten Visus. Weniger positiv sehen Devron et al. (Late Radiation Failures after Iodine 125 Brachytherapy for Uveal Melanoma Compared with Charged-particle (Proton or Helium Ion) Therapy, Ophthalmology 2002; 109:1850-1854) die Plaque-Radiotherapie nach dem Vergleich dreier retrospektiver, interventioneller, teils randomisierter Fallserien mit insgesamt 996 Patienten mit uvealem Melanom. Die Analyse 5 oder mehr Jahre postoperativ ergab eine signifikant höhere Rezidivrate nach Behandlung mit Jod 125-Brachytherapie als bei der Bestrahlung mit geladenen Partikeln.

