Klinische Empfehlungen für die operative Wiederherstellung isolierter Orbitabodenfrakturen - Eine Literaturanalyse
Ausgabe Juli 2002
Exzerpt aus
Burnstine MA.
Clinical Recommendations for Repair of Isolated Orbital Floor Fractures,
An Evidence-based Analysis,
Ophthalmology 2002;109:1207-1213.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Klinische Empfehlungen für die operative Wiederherstellung isolierter Orbitabodenfrakturen - Eine Literaturanalyse
Die Basis für die Analyse bildeten 31 von 373 vom Autor gefundene Veröffentlichungen seit 1983 zum Thema Orbitabodenfrakturen. Es handelte sich dabei um retrospektive Berichte oder Fallserien. Um Richtlinien für eine Therapie zu erstellen, wurden die in diesen Veröffentlichungen gegebenen Therapieempfehlungen nach Wichtigkeit für die Patientenversorgung und Aussagekraft klassifiziert. Die Analyse ergab, dass für die Bewertung und Therapie isolierter Orbitabodenfrakturen ein sorgfältiges Erfassen der Patientengeschichte, gründliche Untersuchungen und Computertomographie der Koronargefäße unerläßlich sind. Indikationen für einen sofortigen chirurgischen Eingriff sind ein persistierender okulocardialer Reflex, eine Blow-Out-Fraktur mit Bulbusfehlstellung sowie ein früher Enophthalmus oder Hypoglobus. Eine Operation innerhalb von 2 Wochen wird empfohlen bei symptomatischer Diplopie bei einer Motilitätsstörung sowie bei Anzeichen von Weichteilgewebeinkarzeration bei der Computertomographie oder großen Orbitabodenfrakturen, die zu einem latenten Enophthalmus oder Hypoophthalmus führen können.

