Lokalisierung eines lokalen Anästhetikums mittels Magnetresonanzdarstellung
Ausgabe Februar 2004
Exzerpt aus
Niemi-Murola L, Krootila K, Kivisaari R, et al.
Localization of Local Anesthetic Solution by Magnetic Resonance Imaging,
Ophthalmology 2004; 111:342-347.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Lokalisierung eines lokalen Anästhetikums mittels Magnetresonanzdarstellung
In einer randomisierten klinischen Studie wurde die Verteilung des Lokalanästhetikums nach kombinierter peribulbärer / retrobulbärer, superomedial retrobulbärer sowie Subtenon-Injektion mittels Magnetresonanzdarstellung untersucht. Jede der 3 Gruppen umfasste dabei 5 Kataraktpatienten. Bei kombinierter peribulbärer / retrobulbärer Injektion wurden Analgesie und Akinesie durch Injektion einer relativ großen Menge des lokalen Anästhetikums erzielt, die sich in der Orbita verteilte, jedoch rasch vom periorbitalen Fettgewebe absorbiert wurde. Die superomediale Retrobulbärinjektion sowie die Subtenon-Injektion resultierten in einer Akkumulation des lokalen Anästhetikums im posterioren Teil des Augapfels. Bei Subtenon-Injektion waren eine gute Analgesie sowie eine leichte, relativ konstante Akinesie nach Injektion einer sehr kleinen Menge des Anästhetikums gegeben. Der resultierende Exophthalmos war nach superomedialer retrobulbärer und kombinierter peribulbärer / retrobulbärer Injektion vergleichbar.

