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Optische Low-Coherence-Reflektometrie bei Non-Contact Messung der Flap-Dicke während der Laser-In-Situ-Keratomileusis

Ausgabe Mai 2002

Exzerpt aus

Bayer AU, Erb C.
Short Wavelength Automated Perimetry, Frequency Doubling Technology Perimetry, and Pattern Electroretinography for Prediction of Progressive Glaucomatous Standard Visual Field Defects,
Ophthalmology 2002; 109:1009-1017

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

 
Optische Low-Coherence-Reflektometrie bei Non-Contact Messung der Flap-Dicke während der Laser-In-Situ-Keratomileusis


An konsekutiven nicht vergleichenden Fallserien mit 34 Patienten mit Myopie- und Astigmatismuskorrektur durch LASIK in Behandlungsgruppe 1 und 10 Patienten mit sekundärer LASIK in Behandlungsgruppe 2 wurde die zentrale Hornhautdicke der Lamelle während des LASIK-Eingriffs mittels optischer Low-Coherence-Reflektometrie und Kontakt-Ultraschallpachymetrie bestimmt. Zur Analyse kamen die Flap-Dicke sowie deren Korrelation zu Alter, sphärischem und zylindrischem Wert, Hornhautdicke, intraokularem Druck und Brechkraft der Hornhaut.

Die Flap-Dicke in Behandlungsgruppe 1 betrug im Mittel 130 ± 29µm, wobei kein Zusammenhang mit einem der untersuchten demographischen oder refraktiven Werte festgestellt werden konnte. Die Flap-Dicke in Behandlungsgruppe 2 betrug im Mittel 152 ± 14µm und war damit signifikant dicker als der Mittelwert in Gruppe 1.

Sowohl bei der optischen als auch bei der Ultraschallpachymetrie ist in Abhängigkeit von dem verwendeten Mikrokeratom eine große Standardabweichung gegeben. Ist der Flap zu dünn, können Makrofalten oder Abtragungsfehler entstehen. Ein zu dicker Flap hingegen kann den möglichen Korrekturbereich reduzieren, den Durchmesser der Behandlungszone limitieren oder zu einer iatrogenen Keratektasie führen, die nach Laser-In-Situ-Keratomileusis konnte häufiger beobachtet werden konnte, als ursprünglich angenommen wurde.

In der vorliegenden Studie konnte gezeigt werden, dass die optische Low-Coherence Reflektometrie bei LASIK eine geeignete Alternative zur prä- und intraoperativen Hornhautpachymetrie darstellt. Das Fehlen eines Zusammenhangs zwischen der beobachteten Flap-Dicke und den präoperativen klinischen Daten unterstreicht die Bedeutung der intraoperativen Vermessung der Flap-Dicke sowie der Dicke des Hornhautbetts, insbesondere bei Patienten, bei denen nach LASIK nur noch eine Stromadicke von um die 250 µm verbleibt. 

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