Faktoren einer hyperopen Verschiebung nach LASIK
Ausgabe März 2002
Exzerpt aus
Patel S, Alió JL.
Factors in a Hyperopic Shift after LASIK (Brief),
Ophthalmology 2002; 109:407-409
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Faktoren einer hyperopen Verschiebung nach LASIK
Die Autoren beziehen sich auf den Artikel von Baek et al. "Factors affecting the forward shift of posterior corneal surface after laser in situ keratomileusis" (Ophthalmology 2002; 108:317-320). In diesem Artikel wurde die steilere Krümmung der posterioren zentralen Hornhautoberfläche nach LASIK zur Myopiekorrektur verantwortlich für die beobachtete hyperope Verschiebung gemacht. Die Autoren fragen nach der Grundlage für die Bestimmung der Position der posterioren Hornhautoberfläche, da in dem Artikel keine mathematische Hypothese für eine Veränderung der Sagittaltiefe mit einer Krümmung der zentralen posterioren Oberfläche gegeben wurde. Desweiteren fragen die Autoren, ob andere Hornhautwerte für die hyperope Verschiebung verantwortlich sein könnten, wie der anteriore Hornhautradius, der epithelial-stromale Interface-Radius oder der Brechungsindex des Hornhautstromas. Falls die Form der posterioren Hornhautoberfläche nach LASIK tatsächlich entscheidend für eine hyperope Verschiebung sein kann, regen die Autoren an, hier wie bei der anterioren Hornhautoberfläche routinemäßige postoperative Untersuchungen durchzuführen.
Baek et al. erwiderten, dass die Genauigkeit des bei der Messung verwendeten Orbscan Topographiegeräts für die posteriore Hornhautkrümmung vom Hersteller noch nicht voll validiert wurde, dass aber kein anderes System für die tägliche Praxis erhältlich sei und aufgrund der guten Reproduzierbarkeit von Ergebnissen der Orbscan als ausreichend zuverlässig für die vorliegende klinische Prüfung angesehen werden könnte.
Hinsichtlich der Frage bezüglich der hyperopen Verschiebung bemerkten Baek et al. dass postoperative refraktive Veränderungen nicht das Thema ihrer Studie gewesen seien, sondern die Analyse der anteroposterioren Verschiebung der posterioren Hornhautoberfläche durch einen Vergleich der Höhe präoperativ sowie 1 Monat postoperativ.

