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Steriod-induziertes Glaukom nach Laser-in-situ-Keratomileusis in Verbindung mit Flüssigkeit im Interface

Ausgabe April 2002

Exzerpt aus

Hamilton DR, Manche EE, Rich LF et al.
Steroid-induced Glaucoma after Laser In Situ Keratomileusis
Associated with Interface Fluid,
Ophthalmology 2002; 109:659-665

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

 
Steriod-induziertes Glaukom nach Laser-in-situ-Keratomileusis in Verbindung mit Flüssigkeit im Interface


An einer retrospektiven nicht vergleichenden Fallserie wurden die okularen Manifestationen und der klinische Verlauf von Augen, bei denen nach LASIK in Folge eines durch Steroide erhöhten intraokularen Drucks Flüssigkeit im Interface auftrat, dargestellt.

Zur Analyse kamen sechs Augen von vier Patienten, bei denen sich nach unkomplizierter LASIK zur Myopiebehandlung eine diffuse lamellare Keratitis entwickelte, die mit topischen Kortikosteroiden behandelt wurde. Die Untersuchungen umfaßten Spaltlampenbefunde, Maßnahmen zur Regelung des intraokularen Drucks und Gesichsfeldmessungen.

Bei allen Augen konnte das Entstehen einer mit Flüssigkeit gefüllten Tasche im lamellaren Interface zwischen dem Flap und dem Stromabett in Verbindung mit einem Kortikosteroid-induzierten Anstieg des intraokularen Drucks bebachtet werden. Aufgrund der Flüssigkeit im Interface waren die intraokularen Druckmessungen mit dem Goldmann Applanationstonometer an der zentralen Hornhaut in allen Fällen normal oder niedrig. Der erhöhte IOD wurde erst nach Monaten in einigen Fällen durch eine periphere Messung diagnostiziert. Bei allen sechs Augen konnten entstehende Gesichtsfelddefekte diagnostiziert werden. Bei drei Augen von zwei Patienten konnte eine schwere glaukomatöse Optikusneuropathie und eine Verschlechterung des Visus als Folge des nicht erkannten Steriod-induzierten erhöhten intraokularen Drucks beobachtet werden.

In der vorliegenden Fallserie kam es bei allen Augen zu einer Langzeitanwendung von Kortikosteroiden zur Behandlung der diagnostizierten "Entzündung". Nach Meinung der Autoren handelte es sich hierbei jedoch in Wahrheit um ein mit der Flüssigkeit im Interface einhergehendes Hornhautödem. Studien haben gezeigt, dass nach topischer oder oraler Einnahme von Steroiden bei einem Drittel der Bevölkerung mit einer Erhöhung des intraokularen Druck zu rechnen ist. Patienten mit Glaukom oder hoher Myopie bilden hierbei besondere Risikogruppen. 

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