Korneale und gesamtoptische Aberrationen bei einer einseitig aphaken Patientin
Ausgabe September 2002
Exzerpt aus
Barbero S, Marcos S, Merayo-Lloves J.
Corneal and total optical aberrations in a unilateral aphakic patient,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:1594-1600.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Korneale und gesamtoptische Aberrationen bei einer einseitig aphaken Patientin
Zweck dieser Untersuchung war, korneale und gesamtoptische Aberrationen eines normalen im Vergleich zu einem behandelten Auge zu messen, um zum einen am aphaken Auge, bei dem von einer fast vollständigen Übereinstimmung der gesamten und kornealen Aberrationen ausgegangen werden konnte, eine Gegenvalidierung der Techniken vorzunehmen und zum anderen die Wechselwirkung der Hornhaut und interner Aberrationen des normalen Auges mit denen des aphaken Auges zu vergleichen. Bei dem aphaken Auge lag die Übereinstimmung zwischen dem gesamten und kornealen Aberrationsmuster bei 98,4%. Beim normalen Auge dagegen waren die gesamten sphärischen Aberrationen wesentlich niedriger als die kornealen sphärischen Aberrationen. Daraus ergab sich, dass die posteriore Hornhautoberfläche einen geringfügigen Beitrag zu den Aberrationen der normalen Hornhaut leistete. In normalen Augen scheint die kristalline Linse die gesamten sphärischen Aberrationen bis zu einem gewissen Grad zu kompensieren.

