Ultraschall-Biomikroskopie der phaken Artisan-Intraokularlinse bei hyperopen Augen
Ausgabe Oktober 2002
Exzerpt aus
Pop M, Payette Y, Mansour M.
Ultrasound biomicroscopy of the Artisan phakic intraocular lens in hyperopic eyes, J Cataract Refract Surg 2002; 28:1799-1803.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Ultraschall-Biomikroskopie der phaken Artisan-Intraokularlinse bei hyperopen Augen
Die in situ Position der Artisan Iris-Claw IOL Modell 203 wurde mittels Ultraschallbiomikroskopie an 4 phaken hyperopen Augen von 3 Patienten gemessen. Echogramme der Vorderkammer wurden präoperativ sowie 24 und 317 Tage postoperativ erstellt. Die Auswertung der Daten zeigte einen ausreichenden Abstand zwischen der Artisan-IOL und dem Hornhautendothel, dem Kammerwinkel und der kristallinen Linse. Weiterhin konnte eine Eindellung der Iris durch die Haptik beobachtet werden, so dass bei hyperopen Patienten die Gefahr von Pigmenterosionen gegeben ist. Basierend auf der präoperativen Gonioskopie und dem unveränderten postoperativen IOD ist zu vermuten, dass diese Einbuchtung als Folge der inadäquaten Wölbung der Linse im Verhältnis zu dem hohen natürlichen Bogen der Iris bei hyperopen Augen entstand. Die Autoren führen aus, dass durch eine Verkürzung der Haptiken oder durch eine höhere Wölbung der Linse das Risiko möglicher Iriseindellungen eliminiert werden könnte.

