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Implantierbare Kontaktlinse bei mittlerer bis hoher Myopie, Zusammenhang zwischen Wölbung und Entstehen einer Katarakt

Ausgabe Mai 2003

Exzerpt aus

Gonvers M, Bornet C, Othenin-Girard P.
Implantable contact lens for moderate to high myopia, Relationship of vaulting to cataract formation,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:918-924.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Implantierbare Kontaktlinse bei mittlerer bis hoher Myopie, Zusammenhang zwischen Wölbung und Entstehen einer Katarakt


In 75 Augen mit mittlerer bis hoher Myopie wurde eine ICL, Typ V3 bzw. V4, implantiert. Nach einem Follow-up von 12 Monaten oder mehr (Mittel 21,8 Monate) wurden Katarakt-Häufigkeit und -Ursachen ausgewertet. Bei 20 Augen bzw. 27% wurde eine ICL-induzierte anteriore subkapsuläre Katarakt diagnostiziert, wobei die Häufigkeit mit Dauer des Follow-up zunahm und bei älteren Patienten größer war als bei jüngeren. Alle 20 Fälle waren unter den insgesamt 46 Augen mit einer zentralen Wölbung der Linse von 0,09mm oder weniger. Weiterhin ergab die Studie eine geringfügige Abnahme der Wölbung im postoperativen Verlauf. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden ICL-Typen bestanden nicht. Als Ursache für die hohe Katarakt-Häufigkeit in dieser Studie wird ein zentraler und/oder peripherer Kontakt der ICL mit der kristallinen Linse vermutet. Bei einer Wölbung von 0,15mm oder mehr entstand keine Katarakt und ein Kontakt zwischen ICL und natürlicher Linse wurde verhindert. Daher empfehlen die Autoren die Implantation von ICLs mit größerem Durchmesser, wobei jedoch im Follow-up auf einen Anstieg des IOD durch Abflachung der Vorderkammer geachtet werden sollte.

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