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Laser-in-situ-Keratomileusis bei Restmyopie nach photorefraktiver Keratektomie

Ausgabe Mai 2002

Exzerpt aus

Comaish IF, Domniz YY, Lawless MA, et al.
Laser in situ keratomileusis for residual myopia after photorefraktive keratectomy,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:775-781

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Laser-in-situ-Keratomileusis bei Restmyopie nach photorefraktiver Keratektomie 


Am Eye Institute in Sydney wurden die Sicherheit und Wirksamkeit der Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) in der Behandlung eienr verbleibenden Myopie bzw. Unterkorrektur nach photorefraktiver Keratektomie (PRK) untersucht.

Dabei wurden 50 Augen von 32 Patienten einer LASIK-Operation unterzogen. Im Mittel betrugen das sphärische Äquivalent -2,92 ± 1,57 Dpt. und der Zylinder 0,96 ± 0,74 Dpt. Zur Analyse wurden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die Fälle in Gruppe 1 keinen oder schwachen Haze aufwiesen, die in Gruppe 2 dagegen starken Haze. Das sphärische Äquivalent in Gruppe 1 betrug -1,99 ± 0,79 Dpt., verglichen mit -3,77 ± 1,62 Dpt. in Gruppe 2. Der Automated Corneal Shaper der Firma Chiron und der Summit Apex Plus Laser kamen zum Einsatz. Der mittlere Abstand zwischen PRK und LASIK betrug 25 Monate (zwischen 9 und 59 Monate). Zur Untersuchung vor und nach LASIK kamen das sphärische Äquivalent, der mittlere Zylinder, der unkorrigierte Visus sowie der best korrigierte Visus. Ebenso wurden die Komplikationen nach LASIK ausgewertet.

Sechs Monate nach LASIK betrug das sphärische Äquivalent im Mittel in allen Augen -0,65 ± 0,86 Dpt., 70% der Augen waren in einem Bereich von ± 1 Dpt. emmetrop, und bei 72,5% konnte ein unkorrigierter Visus von 6/12 oder besser erzielt werden. In Gruppe 1 betrug das sphärische Äquivalent im Mittel -0,22 ± 0,55 Dpt., in Gruppe 2 -0,97 ± 0,92 Dpt. Der unkorrigierte Visus war 6/12 oder besser in 94,0% der Fälle in Gruppe 1 und 56,0% der Fälle in Gruppe 2. Hinsichtlich eines Wegfallens oder Hinzukommens von Zeilen der Snellen-Tafel konnte 6 Monate postoperativ kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen beobachtet werden, wobei es bei keinem Auge zu einem Verlust von mehr als einer Zeile beim best korrigierten Visus kam.

Die Regression der myopen Korrektur stellt mit 10 - 20% die häufigste Komplikation bei PRK dar. Dabei hat sich gezeigt, dass bei einer Nachbehandlung mit PRK in der Regel ein weniger gutes Ergebnis zu erwarten ist als bei der ursprünglichen Korrektur. Die vorliegende Studie konnte zeigen, dass LASIK ein sicheres, wirksames und vorhersagbares Verfahren zur Behandlung einer Restmyopie nach PRK bei keinem oder schwachem Haze arstellt. Bei Fällen mit schwerem Haze besteht dagegen eine weniger gute Vorhersagbarkeit. 

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