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Bilaterale periphere Hornhautinfiltrate nach beidseitiger Laser-in-situ-Keratomileusis zur Myopiebehandlung

Ausgabe Mai 2002

Exzerpt aus

Yu EYW, Rao SK, Cheng ACK, et al.
Bilaterial peripheral corneal infiltrates after simultaneous myopic laser in situ keratomileusis,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:891-894

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Bilaterale periphere Hornhautinfiltrate nach beidseitiger Laser-in-situ-Keratomileusis zur Myopiebehandlung 


Infektiöse Hornhautinfiltrate stellen eine sehr bedenkliche Komplikation nach LASIK dar, da diese das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen können. Dagegen wurde nach PRK von sterilen Stromainfiltraten aufgrund einer Verabreichung von nicht-steroiden, entzündungshemmenden Augentropfen ohne gleichzeitige Gabe von Steroiden, einer Überdosierung des topischen Anästhetikums oder einer Immunreaktion berichtet.

In dem vorliegenden Fallbericht wird ein Patient mit multiplen superioren Hornhautinfiltraten in beiden Augen vorgestellt, die durch einen klaren Bereich vom Limbus getrennt waren und 1 Tag nach unauffälliger Laser-in-situ-Keratomileusis auftraten. Das darüber liegende Epithel war intakt, und es lag keine Beteiligung von Flap und Interface vor. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden sterile Hornhautinfiltrate diagnostiziert, und beide Augen wurden einer topischen Behandlung mit Antibiotika und Sterioden unterzogen. Unmittelbar nach dem Eingriff hatte der Patient keinerlei topische Medikation erhalten. Die Infiltrate bildeten sich in den folgenden Wochen ohne Narbenbildung der Hornhaut zurück, und es konnte ein guter Visus erzielt werden. Die richtige Diagnose dieser benignen Komplikation ist wichtig, um eine unnötige aggressive Therapie mit Hornhautcurettage zu vermeiden. Der Ursprung dieser Infiltrate scheint immunisierender Natur zu sein, wenn auch die genaue Pathogenese nicht bekannt ist. Wenn auch topische Steriode nach LASIK ein wirksames Instrument darstellen, so empfehlen die Autoren doch einen vorsichtigen Umgang mit Steroiden nach LASIK, da aufgrund des Epitheldefekts am Flap das Entstehen einer infektiösen Keratitis begünstigt werden kann. 

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