Vergleich der photorefraktiven Keratektomie, astigmatischer PRK, Laser-in-situ-Keratomileusis und astigmatischer LASIK in der Myopiebehandlung
Ausgabe März 2002
Exzerpt aus
Van Gelder RN, Steger-May K, Yang SH et al.
Comparison of photorefractive keratectomy, astigmatic PRK,
laser in situ keratomileusis, and astigmatic LASIK in the treatment of myopia,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:462-476
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Vergleich der photorefraktiven Keratektomie, astigmatischer PRK, Laser-in-situ-Keratomileusis und astigmatischer LASIK in der Myopiebehandlung
In einer retrospektiven Analyse wurden Faktoren, die Auswirkungen auf das refraktive Ergebnis und den postoperativen Visus haben, an Patienten bestimmt, die mit asigmatischer und spherischer photrefraktiver Keratektomie (A-PRK und PRK) sowie Laser-in-situ-Keratomileusis (A-LASIK und LASIK) behandelt wurden. Die Besonderheit dieser Studie besteht darin, dass alle Patienten von ein und demselben Operateur behandelt wurden, so dass unterschiedliche Ergebnisse aufgrund verschiedener Operateure ausgeschlossen werden können. Zur Analyse kamen 619 Augen von 388 aufeinanderfolgenden Fällen, deren Operation mindestens 2 Jahre zurücklag. Die Patienten wurden nach schwacher bis mittlerer Myopie (spherisches Äquivalent (SE) unter -6,12 Dioptrien) und hoher Myopie (SE -6,12 Dioptrien oder mehr) eingestuft. Multivarianten- und logistische Regressionsanalysen wurden durchgeführt.
Bei Patienten mit milder bis mittlerer Myopie waren die Resultate nach LASIK und PRK vergleichbar, wogegen bei hoch myopen Patienten mit LASIK signifikant bessere Ergebnisse erzielt werden konnten. Das refraktive Ergebnis war bei LASIK stabiler als bei PRK. Durch elliptische Abtragungen konnte bei A-LASIK sowie bei A-PRK der astigmatische Zylinder erheblich reduziert werden, wogegen bei spherischer PRK ein geringer regelrechter Astigmatismus induziert wurde. Bei beiden Gruppen kam es nur im Ausnahmefall zu Komplikationen, die bei LASIK vorwiegend aus Einwachsen von Epithelzellen und bei PRK vorwiegend aus Haze bestanden. Mit der Multivarianten-Regression wurde ein präoperatives SE als signifikanter Wert für die Auswertung der PRK-Ergebnisse bestimmt (mit besseren Ergebnissen bei geringerer Myopie) und der intraokularen Druck als weniger wichtiges Kriterium für den Erfolg von PRK und LASIK. Die logistische Regression zeigte, dass nur das präoperative SE als signifikanter Faktor für die Vorhersage der Wahrscheinlichkeit von schlechten Ergebnissen bei PRK-Patienten herangezogen werden kann.
Die refraktiven Ergebnisse bei Patienten mit elliptischer oder spherischer Abtragung waren bei LASIK und PRK nahezu identisch. Bei Augen mit schwacher bis mittlerer Myopie ergab sich ein kleiner Unterschied bei den refraktiven oder Visus-Ergebnissen zwischen den beiden Techniken. Bei hoch myopen Augen zeigte sich bei LASIK eine bessere Voraussagbarkeit des refraktiven Ergebnisses sowie ein besserer Visus.

