Messung des Augeninnendrucks nach refraktiver Chirurgie
Ausgabe März 2002
Exzerpt aus
Agarwal T, Saxena R, Vajpayee RB.
Intraocular Pressure Measurement After Refractive Surgery (Brief)
J Cataract Refract Surg 2002; 28:384-385
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Messung des Augeninnendrucks nach refraktiver Chirurgie
In einem Brief an den Herausgeber äußerten die Autoren Bedenken über die Aussagekraft der Studienergebnisse von R. Munger, A.A. Dohadwala, W.G. Hodge et al., die in dem Artikel "Changes in measured intraocular pressure after hyperopic photorefractive keratectomy" (J Cataract Refract Surg 2002: 27:1254-1262) veröffentlicht wurden. Es handelte sich dabei um eine retrospektive Studie zur Messung des intraokularen Drucks nach PRK, bei der zwei verschiedene Tonometer, zum einen das Goldmann Tonometer und zum anderen das BioRad Tono-Pen (XL) Tonometer verwendet wurden. Weiterhin wiesen die Autoren auf die limitierte Aussagekraft einer einzelnen Druckmessung hin.
In einem Antwortschreiben bemerkte Rejean Munger, PhD, dass die Verwendung verschiedener Tonometer angesichts des retrospektiven Charakters der Studie im Klinikalltag unvermeidlich war. Die Analyse der IOD-Messungen vor und nach der Operation sowie die Verteilung der Druckveränderungen hätten keine Auffälligkeiten gezeigt. Hinzu käme, dass beim Vergleich von 3 Tonometer inkl. des Goldmann Tonometers und des Tono-Pen durch Garzozi et al. keine klinisch signifikanten Unterschiede der Meßergebnisse festgestellt werden konnten. Auch sei er der Meinung, dass die Signifikanz der Studienergebnisse auch durch Mehrfachmessung der Drücke nicht gemindert worden wäre.

