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Wiederaufflammen einer vermuteten adenoviralen Keratitis nach Laser-in-situ-Keratomileusis

Ausgabe Mai 2002

Exzerpt aus

Safak N, Bilgihan K, Gürelik G et al.
Reactivation of presumed adenoviral keratitis after laser in situ keratomileusis,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:725-727

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Wiederaufflammen einer vermuteten adenoviralen Keratitis nach Laser-in-situ-Keratomileusis


Im vorliegenden Fallbericht flammte eine vermutetete adenovirale Keratokonjunktivitis nach Korrektur von hoher Myopie mit LASIK wieder auf. Die präoperative Brechung des Patienten betrug -13,0 Dioptrien im rechten Auge und -14,0 Dioptrien im linken bei einem best korrigierten Visus von 20/20 in beiden Augen. Am ersten postoperativen Tag kam es zu einer milden Hyperämie der Bindehaut, und es wurden multiple subepitheliale Infiltrate in der Abtragungszone beobachtet, die im Einklang mit der adenoviralen Keratokonjunktivitis standen.

Es wird davon ausgegangen, dass bei stromaler Adenovirus-Keratitis eine verzögerte hypersensitive Immunreaktion auf virale Antigene im Hornhautstroma vorliegt. Die phototherapeutische Keratektomie wurde bereits erfolgreich zur Behandlung von durch Adenovirus induzierten subepithelialen Hornhauttrübungen eingesetzt. Da innerhalb des Behandlungsbereichs auch weitere Entzündungen erfolgreich verhindert werden konnten, ist die Quelle durch Adenovirus induzierter subepithelialer Infiltrate im postinfektiösen Hornhautstroma zu vermuten.

Nach unmittelbarem Behandlungsbeginn konnten die Läsionen im vorliegenden Fall erfolgreich therapiert werden, so dass ein positives Ergebnis der LASIK-Operation zu verzeichnen war. Ob das Wiederaufflammen der Keratitis eine Folge der LASIK-Behandlung war oder auch unabhängig davon aufgetreten wäre, läßt sich nicht feststellen. Entscheidend für eine effektive Behandlung einer Keratitis ist jedoch in jedem Falle ein möglichst früher Therapiebeginn.

Anders als bei PRK kann bei LASIK eine latente adenovirale Keratokonjunktivitis reaktiviert werden, selbst wenn vor der Operation keinerlei symptomatische oder klinische Anzeichen für diese Erkrankung vorliegen. 
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