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Bilaterale infektiöse Keratitis nach Nachkorrektur einer Laser-in-situ-Keratomileusis

Ausgabe April 2002

Exzerpt aus

Suresh PS, Rootman DS.
Bilateral infectious keratitis after a laser in situ keratomileusis enhancement procedure,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:720-721

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Bilaterale infektiöse Keratitis nach Nachkorrektur einer Laser-in-situ-Keratomileusis


Die Autoren beschreiben einen Fall von bilateraler infektiöser Keratitis nach Durchführung einer beidseitigen Nachkorrektur nach LASIK.

Die 29jährige Patienten erhielt an einem allgemeinen Laserzentrum aufgrund einer Verschlechterung des Ergebnisses nach ihrer ersten LASIK eine Nachkorrektur, nach der der unkorrigierte Visus einen Tag postoperativ im rechten Auge 20/30, im linken Auge 20/40 betrug. Als die Patientin 16 Tage postoperativ wegen Schmerzen, Rötung der Augen und Photophobie erneut das Laserzentrum aufsuchte, wurden ihre Symptome dort als allergische Reaktion auf die Augentropfen eingestuft. Aufgrund einer weiteren Verschlechterung der Symptome sowie dem Auftreten von weißen Punkten in beiden Augen suchte die Patientin schließlich die Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses auf.

Im Interface beider Augen wurde Staphylococcus aureus diagnostiziert. Nach agressiver Therapie mit Cefazolin und Gentamicin sowie mit Ciprofoxacin-Augentropfen kam es zum Abklingen der Infektion. Die Patientin wurde mit bilateralen parazentralen Hornhautnarben entlassen. 6 Monate später konnte im Rahmen einer weiteren Operation am Toronto Western Hospital der unkorrigierte Visus von 20/50 im rechten Auge auf 20/30 verbessert werden.

Bei der Durchführung eines bilateralen Eingriffs besteht das Risiko der seltenen Komplikation einer bilateralen Infektion. Im vorliegenden Fall wurden die Narbenbildung sowie der durch die Komplikation entstandene irreguläre Astigmatismus durch die Verzögerung des Therapiebeginns zusätzlich begünstigt. 

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