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Auswirkungen der Laser-in-situ-Keratomileusis auf Messungen der Schichtdicke der retinalen Nervenfasern durch Scanning-Laserpolarimetrie

Ausgabe April 2002

Exzerpt aus

Kook MS, Lee SU, Tchah HW et al.
Effect of laser in situ keratomileusis on retinal nerve fiber layer
thickness measurements by scanning laser polarimetry,
J Cataract Refract Surg 2002; 28:670-675

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas

Auswirkungen der Laser-in-situ-Keratomileusis auf Messungen der Schichtdicke der retinalen Nervenfasern durch Scanning-Laserpolarimetrie


In der Augenabteilung des Asan MedicalCenter der University of Ulsan in Seoul wurden in einer klinischen Studie die Auswirkungen von LASIK auf die Dicke der Nervenfaserschicht der Netzhaut mittels Scanning-Laserpolarimetrie (GDxÒ Nerve Fiber Analyzer, Laser Diagnostic Technologies, Inc.) untersucht.

An 59 Augen von 59 aufeinanderfolgenden Patienten wurden nach LASIK Messungen mit dem Scanning-Laserpolarimeter vorgenommen. Dabei wurde ein statistischer Vergleich zwischen der mittleren Retardierung der gesamten Meßellipse sowie den superioren, inferioren, temporalen und nasalen Sektoren der Ellipse vor und nach LASIK angestellt.

Im mittleren spherischen Äquivalent betrug der Brechungsfehler -6,10 ± 2,34 Dioptrien präoperativ bei einer Verteilung von -1,19 bis -15,50 Dioptrien präoperativ und -0,31 ± 0,52 Dioptrien mit einer Verteilung von +0,68 bis -2,13 Dioptrien postoperativ. Die mittlere Abtragungstiefe betrug 94,0 ± 30,49 Mikrometer (zwischen 28,0 und 161,1 Mikrometer). Die mittleren postoperativen Retardierungswerte zeigten mit P = 0,000 in der Gesamtheit der Sektoren sowie mit P = 0,000, P = 0,011, P = 0,000 und P = 0,000 im superioren, temporalen, inferioren bzw. nasalen Sektor eine reduzierte Nervenfaser-Schichtdicke.

LASIK zeigte eine Auswirkung auf die Ergebnisse der Messungen der Nervenfaserschichtdicke mittels Scanning-Laserpolarimetrie. Diese gemessenen Unterschiede wurden möglicher Weise durch die Modifikationen der Hornhautarchitektur hervorgerufen. Dieser Effekt der keratorefraktiven Chirurgie sollte in der Glaukom-Diagnose sowie im Follow-up von Glaukompatienten mit dem Scanning-Laserpolarimeter berücksichtigt werden.

Die Scanning-Laserpolarimetrie weist laut Studienergebnissen eine hohe Reproduzierbarkeit auf. Ob LASIK jedoch tatsächlich zu einer Schädigung der Netzhaut führen kann, muss erst in weiteren Studien gezeigt werden. Bei PRK hingegen bestehen keine derartigen Verdachtsmomente. 

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