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Kombinierte M. Rectus-Transpositionsoperation bei komplexem Strabismus

Ausgabe Juli 2002

Exzerpt aus

Paysse EA, Brady McCreery KM, Ross A, Coats DK.
Use of Augmented Rectus Muscle Transposition Surgery for Complex Strabismus,
Ophthalmology 2002; 109:1309-1314.

 
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas


Kombinierte M. Rectus- Transpositionsoperation bei komplexem Strabismus


In einer retrospektiven, nicht vergleichenden, interventionellen, konsekutiven Fallserie wurde an 18 Patienten mit paralytischem Strabismus eine vollständige Transposition des Ansatzes des M. Rectus in Kombination mit posterioren Fixationsnähten bzw. eine Modifikation dieses Verfahrens mit einer 3/4 partiellen Muskelansatztransposition durchgeführt. Dabei erwies sich die kombinierte Transposition des M. Rectus als wirksam bei Abduzensparese sowie bei einem Patienten mit Duane-Syndrom Typ 1, ebenso bei einer Reihe anderer komplexer paralytischer Motilitätsstörungen mit horizontaler oder vertikaler Fehlstellung. Die aus der präoperativen Position resultierende Diplopierate konnte postoperativ von 64% auf 14% reduziert werden, abnorme Kopfhaltungen von 56% auf 6%. In allen Fällen konnten eine erhebliche Verbesserung der Primärposition sowie eine teilweise Wiederherstellung der Motilität in Richtung des gelähmten Muskels erzielt werden. Die partielle Muskelansatztransposition ohne Gefäßbeteiligung erwies sich als ähnlich effektiv und empfiehlt sich daher bei Patienten mit vaskulopathischen Risikofaktoren sowie in Fällen, bei denen die Möglichkeit weiterer Strabismusoperationen besteht. 

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