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Augenärzte tagten im Sonnenstaat

Augenärzte tagten im Sonnenstaat

überarbeitete Fassung

Palmen, Sonne und der Hauch der nahen Disney-World prägen meist den Eindruck von Orlando. Dass die Metropole in Zentralflorida nicht nur ein aufregendes Urlaubsziel, sondern auch ein ausgezeichneter Kongressort ist, durften kürzlich rund 26.000 Augenärzte und andere Ophthalmologie-Fachleute aus aller Welt erfahren. Vom 24. bis 27. Oktober 1999 bildete das "Orange County Convention Center" den architektonischen Rahmen für die 103. Jahrestagung der "American Academy of Ophthalmology" (AAO) und den 22. Kongress der "Pan-American Association of Ophthalmology" (PAAO), der zeitgleich stattfand. Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte tagten die beiden weltgrößten ophthalmologischen Fachvereinigungen gemeinsam.

Rund 550 Ankündigungen und Hinweise auf Wissenschaftliche Sitzungen und Symposien, Posterpräsentationen, Diskussionsrunden und Kursen füllten allein das von den Veranstaltern herausgegebene offizielle Programm. Vier "Joint-Sessions" unter anderem über Behandlungsstrategien komplizierter Katarakte oder retinale Gefäßerkrankungen unterstrichen die enge Kooperation von AAO und PAAO. Unter der Überschrift "A Shared Vision for Sight" hoben Redner beider Organisation in der Eröffnungs-Session die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Nord- und Südamerika in der Prävention schwerer Augenkrankheiten und Blindheit hervor. Auch an anderen Stellen des viertägigen Kongresses - zum Beispiel auf dem Themengebiet "Refraktive Chirurgie" - kamen die unterschiedlichen Sicht- und Behandlungsweisen im Norden und Süden immer wieder zur Sprache.

Schon vor dem eigentlichen Kongress-Start hatten viele Teilnehmer ein umfangreiches Informationsprogramm absolviert. Fünf "Subspecialty Days" vertieften einen oder zwei Tage lang die Themen, für die aufgrund ihrer rasanten Entwicklung und der Vielzahl neuer Ergebnisse im allgemeinen Tagungskalender zu wenig Platz geblieben wäre. Genau gesagt ging es um das Gebiet der Refraktiven Chirurgie, um die Behandlung retinaler Erkrankungen und neue Therapieansätze beim Glaukom sowie um betriebswirtschaftliche Aspekte der Ophthalmologie und Fragen der augenärztlichen Praxisorganisation.

Wo die Veranstaltungen des Hauptkongresses und Vortreffen trotz allem noch Antworten offen ließen oder der Gang durch die Industrieausstellung neue Fragen aufwarf, sprangen auch in Orlando zahlreiche Firmen und Interessengruppen mit eigenen Vortragsprogrammen, Satelliten-Symposien, User-Meetings oder Empfängen in die Bresche. Auch hier standen oft brandheiße Themen im Zentrum des Interesses: Zum Beispiel ein Wirkstoff zur photodynamischen Behandlung der Altersabhängigen Macula-Degeneration (AMD), der mittlerweile in der Schweiz erstmalig zugelassen ist. Oder das erweiterte Anwendungsspektrums eines bisher zur Glaukom-Diagnostik eingesetzten Lasertomographie-Geräts.

Egal ob kongressreisender Augenarzt oder Normaltourist - ein Termin ist in Orlando Pflicht für jeden: der Besuch bei Mickey Mouse und Donald Duck. Einen Abend lang öffnete das "Magische Königreich" in Disneyland nur für die Tagungsteilnehmer und ihre Familien seine Pforten und lud zum Ausflug in die Traumwelt ein.
In diesem Jahr dürfen sich wohl die Bewohner der legendären Farm von J.R. Ewing auf den Ansturm der Ophthalmologen freuen. Für die erste Jahrestagung des neuen Millenniums oder das 104. Treffen in Folge hat die AAO das texanische Dallas vom 22. bis 25 Oktober zum Kongressort erkoren. 

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