Kurzberichte
Kurzberichte
30.01.2001
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Lipide gegen den Augendruck
Auf dem besten Wege zur FDA-Zulassung ist AGN-192024 0,03%. Das augenhypotensive Lipid wurde in einer dreimonatigen Phase III an 596 Patienten mit chronischem Glaukom und erhöhtem Augeninnendruck getestet. Die Studie entsprach den Anforderungen der FDA. Verglichen wurde die einmal tägliche und die zweimal tägliche Anwendung des Wirkstoffes mit der zweimal täglichen Verabreichung von Timolol. Resultat: AGN-192024 0,03% ist sicher und auch in der Anwendung einmal täglich verringert es den Augeninnendruck effektiver als Timolol. James D. Brandt, University of California, veröffentlichte diese Ergebnisse beim diesjährigen AAO-Meeting. Er glaubt, dass das Präparat aufgrund der einmal täglichen Gabe die Glaukomtherapie vereinfachen wird.
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Lesen kann zu Veränderungen der Cornea führen
Sehr selten kommen Sehschwächen nach langem Lesen vor. Karl C. Golnik et al. untersuchten drei Patienten, die nach langem "Herunterstarren" davon betroffen waren und verglichen sie mit neun asymptomatischen Patienten. Die Arbeitsgruppe stellte übereinstimmende Veränderungen der Cornea-Topographie bei den vom Lesen geschädigten fest, nicht jedoch in der Kontrollgruppe. Die Forscher nehmen an, dass diese Veränderungen der Cornea vorübergehend sind. Sie könnten mit der Kraft der unteren Augenlieder verbunden sein.
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Neue Prothese für die Cornea
Die Chirila Keratoprothese (composite one-piece biointegrable Kpro) ist von australischen Chirurgen in acht menschlichen Augen getestet wurden. Sieben Patienten haben eine verbesserte Sehschärfe, bei einem blieb diese unverändert. Die Studie von Geoffrey J.Crawford, FRCP, und Arbeitsgruppen an der University of Western Australia sowie dem Lions Eye Institute in Perth führten die Studie durch, bei der die Typ 2 Chirila Kpro intrastromal implantiert wurde. Bei allen acht Transplantaten wurde Biointegration beobachtet und alle blieben dort, wo sie inseriert wurden. Über den Beobachtungszeitraum von 18 Monaten blieben die Patienten von Infektionen oder wässrigem Ausfluss verschont.
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Software gegen Astigmatismus
Die CIPTA customized ablation Software und der LaserSight Laser hat sich bei der Behandlung des irregulären Astigmatismus nach Keratoplastik an zehn Augen von zehn Patienten bewährt. Giovanni Alessio, Bari, berichtete beim AAO-Meeting, dass der Astigmatismus nach der Transplantation und vor der customized PRK Operation bei sechs bis 24 D lag. Nach der Laserkorrektur erfreute sich ein Patienten einer unkorrigierten Sehstärke (UCVA) von 20/20, vier hatten eine UCVA von 20/30 oder besser und die restlichen sechs kamen auf 20/40. Die unkorrigierte Sehstärke des Patient, bei dem der irreguläre Astigmatismus bei 24 D lag, konnte mit einer Ablation von 130 µm auf 2 D gebracht werden. Alessio glaubt, dass alle Augen mit einem stabilen Astigmatismus nach der Korneatransplantation Kandidaten für eine CIPTA-geleitete Korrektur sein könnten.
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Hormonsubstitution bringt nichts für trockene Augen
Die Hormonsubstitutionstherapie (HRT) scheint mit dem "Trockene-Augen-Syndrom" (DES) assoziiert. Das ist das Ergebnis einer Studie von Debra Schaumberg et al.. In einer großen Kohortenstudie mit 39.876 Teilnehmerinnen. Damit ist es nun sehr unwahrscheinlich, dass die HRT einen positiven Effekt auf das DES haben könnte. Allerdings glauben die Organisatoren, dass weitere Kohortenstudien notwendig sind, um nachzuweisen, dass die HRT die Anfälligkeit gegenüber trockener Augen erhöht. Das zweite Resultat dieser Studie ist, dass die DES-Prävalenz mit dem Alter steigt. Dies kann hingegen als gesichert angesehen werden.
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Depressionen und Makuladegeneration
Menschen, die an einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) leiden, sind häufig auch von einer Depression betroffen. Barbara L. Brody et al. untersuchten in einer randomisierten klinischen Studie den Zusammenhang zwischen AMD, Sehkraft und Komorbidität mit Depressionen an 151 Patienten. 32,5 Prozent waren depressiv. Damit war diese psychische Erkrankung doppelt so häufig wie bei normalsichtigen Menschen. Die Depressionen waren mit allen drei erfassten Parametern korreliert. Die Arbeitsgruppe fordert, dass die Behandlung von starken Sehbeeinträchtigungen eine Verhaltenstherapie einschließen muss.

