Trübung der Optik und Haptiken einer hydrophilen Acryl-Intraokularlinse bei einer Patientin mit Diabetes, bilateraler Fallbericht und klinisch-pathologischer Zusammenhang
Ausgabe November 2002
Exzerpt aus
Pandey SK, Werner L, Apple DJ, Kaskaloglu M.
Hydrophilic Acrylic Intraocular Lens Optic and Haptics Opacification in a Diabetic Patient,
Bilateral Case Report and Clinicopathologic Correlation, Ophthalmology 2002; 109:2042-2051.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Trübung der Optik und Haptiken einer hydrophilen Acryl-Intraokularlinse bei einer Patientin mit Diabetes, bilateraler Fallbericht und klinisch-pathologischer Zusammenhang
Eine 64-jährige Patienten erhielt nach Phakoemulsifikation im Oktober 1998 eine einteilige, hydrophile Acryl-Intraokularlinse (SC60B-OUV) in das linke Auge, 9 Monate später wurde eine Linse desselben Typs in das rechte Auge implantiert. Postoperativ betrug der best korrigierte Visus links 20/60 und rechts 20/50. Im Juni 2000 kam es zu einer deutlichen Visusverschlechterung aufgrund einer milchig-weißen Trübung beider Linsen, so dass in beiden Augen Explantation und Ersatz der Linse vorgenommen werden mussten. Histochemische und ultrastrukturelle Analysen ergaben, dass Kalzium- und Phosphat-Ablagerungen an der Optik und den Haptiken der Linsen die Trübung verursachten. Die Besonderheiten dieses Falls liegen zum einen in der Trübung der gesamten Linse inklusive Haptiken, zum anderen im beidseitigen Auftreten. Da Trübungen implantierter Linsen bei Diabetikern häufiger zu beobachten sind, empfehlen die Autoren einen Langzeit-Follow-up für alle Diabetiker, bei denen dieser Linsentyp implantiert wurde.

