Fixierung luxierter Intraokularlinsen mit dem intravitrealen Cow-Hitch- (Girth-) Knoten
Ausgabe Juni 2002
Exzerpt aus
Hanemoto T, Ideta H, Kawasaki T.
Luxated Intraocular Lens Fixation Using Intravitreal Cow Hitch (Girth) Knot,
Ophthalmology 2002; 109:1118-112.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Fixierung luxierter Intraokularlinsen mit dem intravitrealen Cow-Hitch- (Girth-) Knoten
Im Rahmen einer nicht vergleichenden, interventionellen Fallserie mit 5 Patienten mit in den Glaskörper luxierter IOL wird die Nahtfixation der luxierten Linse im Sulcus ciliaris ohne Linsenextraktion mit Hilfe von Cow Hitch- (Girth-) Knoten beschrieben. Nach Meinung der Autoren führt dieses Verfahren bei luxierten Linsen zu einem besseren Ergebnis als eine Explantation und erneute IOL-Implantation, da hierbei die Gefahr eines Endothelzellverlusts und eines induzierten Astigmatismus aufgrund potentiell nötiger Schnittverbreiterung besteht. In allen Fällen wurden zunächst eine subtotale Vitrektomie und Entfernung der Linsenreste durchgeführt. Der schwierigste Teil dieser Methode ist nach Aussage der Autoren, die freie Schlaufe des Girth-Knotens über das Haptikende zu führen. Der Girth-Knoten ermöglicht einen besseren und stabileren Zugriff auf die IOL-Haptik als ein einfacher Knoten. In allen 5 Fällen konnte die IOL sicher und stabil fixiert werden, und es kam zu keinerlei intra- oder postoperativen Komplikationen.

