Kapsulorhexis bei Cataracta intumescens oder hypermatura und verflüssigter Rinde
Ausgabe März 2003
Exzerpt aus
Chan DDN, Ng ACK, Leung CKS, Tse RKK.
Continuous curvilinear capsulorhexis in intumescent or hypermature cataract with liquefied cortex,
J Cataract Refract Surg 2003; 29:431-434.
zusammengestellt von Doris Meixensberger und Dr. Dieter Klaas
Kapsulorhexis bei Cataracta intumescens oder hypermatura und verflüssigter Rinde
Die Autoren stellen eine Technik für weiße Katarakte mit milchiger, verflüssigter Rinde vor, die reproduzierbar eine sichere Kapsulorhexis ermöglicht. Zudem besteht kein Risiko radialer Risse. Zu diesem Zweck wird bei 2 Uhr oder 10 Uhr eine Paracenthese bis zu einer Tiefe von ca. 80% angelegt. Das verbleibende Hornhautgewebe wird mit einer Nadel von 27 oder 30 Gauge durchstochen, wobei die Wunde aufgrund des kleinen Durchmessers dicht bleibt, so dass eine versiegelte Vorderkammer gegeben ist. Vor der Punktion der Kapsel wird der Druck der Vorderkammer durch Injektion einer kleinen Menge BSS geringfügig erhöht, bis die Linse leicht nach hinten gedrängt wird. Bisher wurden 94 Augen erfolgreich mit dieser Technik operiert. Intraoperative Komplikationen bei 4 dieser Augen standen nicht in Zusammenhang mit der Kapsulorhexis.

